A bissal schneller nach Rosenheim

Exklusiver Spaziergang auf neuer Umgehung Vogtareuth - Wasserburger Bauleiter

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vog2Von Wasserburg nach Rosenheim – das heißt: Gemütlich mit der Bahn von Reitmehring in die kreisfreie Stadt. Für Pendler, die wegen ihres Wohnortes oder aus anderen Gründen den Zug nicht nutzen können, ist diese Reise hingegen oft beschwerlich. Die B15 vom Lkw-Verkehr dominiert, die Staatsstraße über Vogtareuth teilweise kurvenreich und einfach unpraktisch. Doch das wird sich in Teilbereichen bald ändern. Ab Sommer 2015 ist die Vogtareuther Umgehung fertig. Wir haben uns die Baustelle zusammen mit Matthias Grasberger vom Straßenbauamt mal angesehen …

vog1„Die ersten Planungen stammen noch aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts“, weiß der technische Leiter der zweitgrößten Straßenbaumaßnahme im Landkreis, die nur von der Rosenheimer Westtangente im Umfang übertroffen wird. Jetzt endlich, nach vielem politischen Hin und Her, sei man dabei, eines der letzten Nadelöhre auf der Staatsstraße zwischen Wasserburg und Rosenheim zu beseitigen. Und damit nicht genug: „Wenn diese Maßnahme abgeschlossen ist, folgt der Ausbau der Fahrbahn auf der bestehenden Trasse zwischen Vogtareuth und Rosenheim-Stephanskirchen. Was bringt uns sonst die tolle Umgehung, wenn’s danach holprig weitergeht“, so Grasberger (Foto).

Auf den gut 2,5 Kilometern Umgehung westlich von Vogtareuth wird derzeit noch an zwei Brückenbauwerken gearbeitet. Ein Drittes ist bereits fertig.

Außerdem wird es aus Wasserburg kommend vor Vogtareuth einen neuen Kreisverkehr geben. Zentrale Bauwerke der gesamten Trasse sind Böschungen, Vertiefungen, spezielle Asphaltbeläge und Wände zum Schutz der Anwohner vor Lärm.

Insgesamt koste die Maßnahme 4,8 Millionen Euro. „Alle Arbeiten liegen derzeit im Zeitplan, so dass wir die Verkehrsfreigabe für Juli 2015 fest planen können“, sagt Bauleiter Matthias Grasberger, der übrigens Wasserburger ist. Eine der häufigsten Fragen, die an ihn im Zusammenhang mit Wasserburg und Straßenbau herangetragen werde: „Sind Sie mit dem weithin bekannten, ehemaligen Chef der Wasserburger Straßenmeisterei, Lenz Grasberger, verwandt?“ „Weder verwandt, noch verschwägert. Reiner Zufall“, lacht Matthias Grasberger. HC

Mit so genannten Gabionen wird auf über 300 Metern für Lärmschutz gesorgt. Eine Gabione ist ein mit Steinen gefüllter Drahtkorb. Sie wird in der Landschaftsarchitektur, im Wasserbau sowie im Straßen- und Wegebau zum Aufbau von Wällen, zur Errichtung von Sicht- oder Lärmschutzanlagen, zur Böschungsbefestigung und als Stützmauer eingesetzt und ist dafür in der Regel besser geeignet als Beton. Die Wände haben eine Neigung von 45 Grad, was den Schall am besten bricht und zurückwirft.

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Grüne Wiese in Richtung Wasserburg: Die Bauarbeiten gen Norden beginnen in Kürze.

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Der Untergrund für den Fahrbahnbelag wird gerade hergerichtet.

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