300 Jahre Barockkirche Sankt Michael in Attel

Die Festtage: Morgen geschichtlicher Rückblick - Weihbischof am Sonntag zu Gast

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Kirche Attel 2Der ganze Pfarrverband Edling mit der Pfarrei Attel freut sich schon sehr auf diese Festtage. Die 300-Jahr-Feier der Attler Barockkirche Sankt Michael erlebt am morgigen Donnerstag, 24. September, einen ersten Höhepunkt. Pfarrvikar Franz-Xaver Finkenzeller berichtet im Pfarrsaal am Brauhaus ab 20 Uhr über die 300-jährige Geschichte der Kirche – im Anschluss an den Abendgottesdienst. Der große Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Franz Dietl und Attels Pfarradministrator Ibalayam Hippolyte ist dann am kommenden Sonntag …

… um 10 Uhr, anschließend wartet ein schönes Rahmenprogramm mit Mittagessen, am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen sowie Turmbesteigungen, Kirchenführungen …

 

Weiter gehen die Festlichkeiten am Abend um 19.30 Uhr mit einem Konzert mit Bavarian Brass in der Pfarrkirche.

Zum Kathrein Tanz wird übrigens am 14. November ins Gasthaus Esterer nach Zellerreith geladen – mit der Windner Dorfmusi. Veranstalter:ist der Förderverein Bayr-Orgel der Klosterkirche Attel e.V.
Der Reinerlös ist für die Restfinanzierung der Orgelsanierung.

Zur Geschichte der Barockkirche St. Michael

Die Ursprünge dieser alten Klosterkirche gehen zurück auf die Zeit der Gründung des Atteler Benediktinerklosters im 12. Jahrhundert durch den Hallgrafen Engelbrecht von Limburg- Wasserburg.

Im Jahre 1145 wurde das Kloster zur selbständigen Abtei erhoben und blieb dies dann bis zur Säkularisation 1803.
kirche attelAm 15. September sind es nun genau 300 Jahre, dass die Pfarrkirche von Attel eingeweiht worden ist. Zum Zeitpunkt der Weihe war sie die Klosterkirche der Benediktiner von Attel. Der damals amtierende Abt von Attel, Abt. Cajetan Scheyerl aus Weihenstephan, der von 1703 bis zum Jahre 1723 die Abtei geleitet hat, ließ die Kirche nach eigenen Entwürfen in der kurzen Zeit von 1713 bis zum Jahre 1715 errichten.

Aus der Chronik des letzten Abtes von Attel, Dominikus Weinberger, der von 1789 bis zur Säkularisation 1803 die Abtei leitete, geht hervor: „Abt Cajetan Scheyerl war gerade dabei, umfangreiche Abwehrmaßnahmen gegen das Hochwasser des Inns zu organisieren, um den Atteler Berg vor weiterer Unterspülung zu schützen, als dann im Juni 1708 ein großes Unwetter über
Attel hereinbrach. Der Hagel verwüstete nicht nur den Garten und die Ernte der Landwirtschaft, sondern auch das Dach und einige Fenster der Kirche.

Da sich eine Erneuerung des Dachstuhles nicht mehr lohnte, weil die alte Klosterkirche insgesamt sehr baufällig war, entschied sich Abt Cajetan für einen Neubau.“

Nach dessen Plänen wurde in der kurzen Zeit von zwei Jahren die heutige Pfarrkirche in Attel von dem Grafinger Maurermeister Thomas Mayr errichtet. Dabei wurde teilweise die mittelalterliche
Bausubstanz in den Neubau miteinbezogen.

Die Weihe der neugestalteten Klosterkirche erfolgte dann durch den Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher am 15. September 1715. Die Innenausstattung zog sich jedoch nach der Kircheneinweihung noch etliche Jahre hin, wobei dann auch der berühmte Künstler Ignaz Günther wirkte und dabei die „Atteler Madonna“ schuf.

Quelle: Pfarrei

 

 

 

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