23 Uhr: Der Täter ist noch nicht gefasst

Weiter Großeinsatz mit Sonder-Kommando - Wir berichten weiter

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poliDie Polizei habe sofort ein Sondereinsatz-Kommando angefordert und auch die Staatsanwaltschaft sei vor Ort. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums gegenüber der Wasserburger Stimme um 23 Uhr erklärte, ist der Täter noch nicht gefasst. Wie berichtet, hatte sich eine Frau in Gabersee – nach einer tätlichen Auseinandersetzung – mit einer Stichverletzung im Bauch in die nahe Tankstelle gerettet. Über die Schwere der Verletzung gab die Polizei nichts bekannt. Ein Großaufgebot an Polizei war gegen 19 Uhr angerückt und beobachtete offenbar ein Haus, in das der Täter geflüchtet sein soll.

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18 Gedanken zu „23 Uhr: Der Täter ist noch nicht gefasst

  1. Was hat man vor Monaten noch freudig einen Film zum Thema präsentiert. Wasserburg ist tolerant. Wasserburg ist Integration. Herzlichen Glückwunsch an all die toleranten und integrativen Politiker. An alle, die immer noch glauben, Menschen, die mit einer völlig anderen Kultur, als der unseren, aufgewachsen sind, in einem oberbayerischen Kleinstädtchen integrieren zu können: es kann funktionieren, muss aber nicht.
    Und auch danke an unsere Stadtpolitik, dass man sich allmählich ängstigen muss, wenn die Kinder draussen spielen! Wacht endlich auf! Übrigens: grandiose Leistung und Idee, die Container alsbald in der Krankenhausstrasse aufzustellen. Dies wird die Situation nicht gerade verbessern und dem Lebensraum Wasserburg einen weiteren Dolchstoss versetzen. Glückwunsch!

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    1. Es ist in keiner noch so fremden Kultur üblich, mit Messern aufeinander einzustechen. Die Tat, so schrecklich sie zweifellos ist, kann also nicht auf das Aufwachsen in einem anderen Kulturkreis geschoben werden. Wer das, so wie Sie, trotzdem tut, stellt gleichzeitig alle anderen aus dem gleichen Ursprungsland, unter einen Generalverdacht, der durch nichts gerechtfertigt ist.
      Dies auch noch mit der Thematik des Erstaufnahmelagers für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu vermengen, zeigt, dass hier unter dem Mäntelchen der Sorge um die spielenden Kinder ein fremdenfeindliches Süppchen gekocht wird – ob aus der egozentrischen Sicht des Anwohners, der Unruhe im Viertel vermeiden will oder aus einem rassistischen Weltbild heraus, sei mal dahingestellt.
      Und ja: Wasserburg ist (und bleibt hoffentlich) tolerant, steht für Weltoffenheit und Integration. Zumindest die ganz große Mehrheit der Wasserburger. Und diese Weltoffenheit und Toleranz erschöpft sich nicht in einem -meines Erachtens – mäßig gelungenen Film, sondern wird seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert.
      Der Täter hat diesem Bestreben natürlich einen Bärendienst erwiesen. Dies wird aber, ebenso wie solche unterschwellig xenophoben Beiträge wie der Ihre, hoffentlich nicht dazu führen, die sehr erfolgreiche Integrationsarbeit generell in Frage zu stellen.
      Dem Opfer an dieser Stelle natürlich alles Gute und rasche Besserung!

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      1. Wenn Sie unter dem „Mäntelchen der Sorge“ verstehen, dass man bei einem Abendspaziergang mit der Familie auf Polizisten in voller Ausrüstung trifft, die, in schusssicheren Westen, mit Schutzschild hinter einer Hecke lauern, dann haben Sie die Brisanz offensichtlich nicht verstanden.

        Sie werfen mir vor, egozentrisch zu sein, weil ich mir wünsche, dass meine Familie gesund wieder nach Hause kommt? Und Sie halten mich für fremdenfeindlich, weil ich der Meinung bin, dass die Stadt zunächst einmal ihren Bürgern verpflichtet ist und das auch in Bezug auf Integrationspolitik, die in Wasserburg alles andere als erfolgreich ist oder war. Verzeihung, wenn ich das so sage, aber ziemlich einfaches Schubladen-Denken, das Sie da an den Tag legen! Ich bin weder intolerant, noch fremdenfeindlich.
        Es gibt Dinge, die sind ganz einfach: Menschen, die eine völlig andere Auffassung von zwischenmenschlichen Beziehungen haben, bzw. die westeuropäische gar nicht kennen, werden sich nicht ändern, nur weil man ihnen dies sagt. Ihre Auffassung von „Piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb“ wurde wieder mal widerlegt.
        Ich danke Ihnen jedenfalls für Ihre Meinung. Vielleicht hilft dies ja auch dem ein oder anderen Bürger, sich seine eigene Meinung über die Fähigkeit der örtlichen Politik zu machen.
        Natürlich wünsche ich dem Opfer auch alles Gute!

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        1. Darf ich das also so verstehen, dass Ihnen und Ihrer Familie nicht der Täter, sondern die Polizisten den Schrecken eingejagt haben? Ist es da nicht möglich, dass nicht etwa ich derjenige bin, der die Brisanz falsch einschätzt, sondern in dem Moment das SEK? Auf jeden Fall bestand weder für Sie noch für Ihre Familie oder sonst einen Unbeteiligten zu irgendeinem Zeitpunkt Gefahr. Also sollte man auch nachträglich keine herbeischreiben, wenn man sachlich diskutieren will.
          Und der Zusammenhang mit der geplanten Erstaufnahmestelle, den Sie in Ihrem ersten Beitrag herstellen, erschließt sich auch durch Ihren neuen Beitrag nicht.

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        2. Während Sie (Ali Ri.) Buffo „ziemlich einfaches Schubladen-Denken“ vorwerfen, grenzt Ihr Beitrag des Generalverdachts an Volksverhetzung. Sie unterstellen nicht- westeuropäischen Kulturen grundsätzliche, traditionell ausgeübte Gewalt an Frauen. Tatsächlich gibt es aber auch Beziehungstaten bei Westeuropäern, ja, sogar bei Deutschen.

          Der Täter wird hoffentlich bald gefasst und verurteilt.

          Dem Opfer, dem ich baldige Genesung (auch der seelischen Wunden) wünsche, ist mit einer Infragestellung der Sinnhaftigkeit seines sozialen Engagements sicher nicht geholfen.

          Die Kinder, die nie gefährdet waren, vorzuschieben, um ein durch Ausländer unsicher gemachtes, in Zukunft noch unsicheres Wasserburg zu suggerieren, halte ich für schäbig.

          Die Krönung des Ganzen ist aber wohl der Versuch, dem Stadtrat die Schuld für einen evtl. Mordversuch in die Schuhe zu schieben…wo, bitte, piept`s jetzt?

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          1. Sehr geehrter Martin,

            erlauben Sie mir, noch auf Ihren Kommentar zu antworten. Danach, denke ich – und die Votings geben mir recht -, hat offensichtlich die Mehrheit der Leserschaft meinen Standpunkt verstanden.
            Mir Volksverhetzung vorzuwerfen finde ich mehr als infam. Niemals sprach ich von Kulturkreisen, die „grundsätzlich traditionell Gewalt gegen Frauen ausüben“. Da holen Sie mal bitte ganz schnell wieder die Pferde von der Weide! Ich sprach lediglich davon, dass es Kulturkreise gibt, in denen es im Zwischenmenschlichen andere Wertigkeiten und Auffassungen gibt, die den unseren nicht gleich sind. Gästen in unserem Land, in unserer Stadt mute ich zu sich an unsere Gepflogenheiten zu halten. Und dazu gehört auch, dass Frau und Mann gleichgestellt sind und selbstverständlich einen gegenseitigen, respektvollen Umgang. Das steht in unserem Gesetz. Dazu gehört der Gebrauch eines Messers zur Meinungsbeeinflussung nicht – egal welcher Nationalität.
            Mir ebenfalls zu unterstellen die Kinder vorzuschieben, entbehrt weiterhin jedweder Grundlage. Ob eine Gefährdung für die Bevölkerung besteht steht doch nicht zur Debatte, wenn ein unter Mordverdacht stehender Flüchtiger durch eine SEK-Einheit dingfest gemacht werden soll. Wenn sich die Polizei mit Westen und Schild schützt sieht das nicht gerade nach einem gemütlichen Spaziergang für die Beamten aus. Also erzählen Sie mir bitte nicht, dass keine Gefahr bestand.
            Auch gebe ich dem Stadtrat nicht die Schuld für einen Mordversuch! Wie kommen Sie auf diese unglaubliche Unterstellung? Ich sage lediglich, dass, wenn ich als Stadtrat weiß, dass ich für Flüchtlinge sorgen muss, auch die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden sollten. Und ich sage auch, dass diese Politik die in den letzten Jahrzehnten hier betrieben wurde – alleine wenn ich mir die Stadtteile nördliche Burgau, Tegernau, oberes Burgerfeld etc. ansehe – etwas planlos wirkt. Jetzt plant man in einer Gegend, in der gerade zahlreiche Familien sich ein neues Heim geschaffen haben oder vielleicht noch wollen, eine Erstaufnahmestelle für minderjährige Flüchtlinge. Das schreit förmlich nach Schwierigkeiten. Und das Ergebnis: weiteres Wohngebiet runtergewirtschaftet.
            Natürlich muss diesen Menschen geholfen werden, aber das muss überlegt sein. Und nicht so geregelt werden, dass man eventuell den Wohnort Wasserburg immer unattraktiver Macht. Das sind Steuergelder, das ist Image.
            Übrigens: meine Wurzeln liegen auch im westeuropäischen Ausland und in meinem familiären Umfeld gibt es einige mit Migrationshintergrund.
            Safety first. Danke und gute Nacht!

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          2. Ali Ri., auch ich teile ihre Einschätzung entschieden nicht.
            Martin, Buffo, Wasserburger und Peter haben schon viel richtiges gesagt.
            Ich möchte Ihren Image-Aspekt noch kommentieren:

            Ali.Ri.: „…, dass man eventuell den Wohnort Wasserburg immer unattraktiver macht. Das sind Steuergelder, das ist Image…“

            Für mich bergen Leute wie Sie die Gefahr, das Image dieser toleranten, weltoffenen Kleinstadt zu zerstören. Aber das werden Sie (hoffentlich) nicht schaffen.
            Schauen Sie doch lieber mal, was hier in Wasserburg im Zusammenleben der Nationalitäten alles sehr gut läuft. Ausdruck davon sind das Nationenfest (für mich das schönste aller Wasserburger Feste), die Nationengärten, die große Bereitschaft, die jungen Flüchtlinge zu unterstützen und das öffentliche Interesse hierfür (Filmprojekt, Veranstaltungen der ev. Kirche…) . Ich denke, gerade in Wasserburg sollte es möglich sein, diese Menschen, die sicher alle aus trifftigen Gründen ihre Heimat verlassen haben müssen, Starthilfe zu geben und, wer bleiben will / darf, zu integriern. Ich wünsche mir, dass wir da anderen Orten weiter Vorbild sein können. Wir sollten versuchen, zu zeigen, wie´s gehen kann. Das ist Image!

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  2. Buffo’s Aussage ist nichts mehr hinzufügen.
    Ich wünsche der Frau die besten Genesungswünsche, ebenso muss der Täter so schnell wie möglich gefasst werden, all dies ändert jedoch nichts daran, dass alle Menschen, egal woher sie kommen und insbesondere Flüchtlinge, willkommen in Wasserburg sind!
    Refugees Welcome.

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    1. Die Äußerungen von Ali R. schreien gerade zu nach einer Erwiderung. Ich kann aus den bisher bekannten Informationen nicht erkennen, dass die Tat deswegen begangen wurde, weil es sich um einen Asylbewerber handelt. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum Messerstechereien generell kulturell motiviert sein sollten. Insofern kann ich auch nicht erkennen, dass Asylbewerber an der Sicherheitslage in Wasserburg etwas ändern sollten. Komplett unverständlich ist es mir, wie das minderjährige Flüchtlinge bewerkstelligen sollten. Es handelt sich m. E. um Stammtischparolen, die vollkommen aus der Luft gegriffen sind. Und ich bin enttäuscht, dass die gelebte Toleranz und Willkommenskultur in Wasserburg durch einige wenige Bornierte gefährdet wird.
      Und noch zur nördlichen Burgau als Wohngebiet: Die nördliche Burgau ist aufgrund der extremen Verdichtung und teilweise billigsten Bauqualität schon seit langem abgerutscht. Noch lange bevor Asylbewerber und Flüchtlinge dort aufgenommen wurden.

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  3. Erst einmal möchte ich der jungen Frau eine gute Besserung wünschen. Desweiteren möchte ich mal einen kleinen Denkanstoss gegen. Wie kann es sein, dass jemand, auf den Täter bezogen, bewusst sich mit einem Messer auf den Weg begibt, um der Frau dann dieses in den Bauch zu rammen? Das sieht für mich nach Vorsatz aus. Also er hatte von vornherein vor, die Frau zu verletzten bzw. zu töten oder nahm billigend ihren Tod in Kauf.
    Ich möchte ja nicht, wie man so schön sagt, alle über einen Kamm scheren, aber mit der ersten Aufnahme von Flüchtlingen werden in nächster Zeit noch viel mehr folgen, und dann kommen, wie z.B. in München oder Berlin, auch massive Delikte wie Drogenkriminalität nach Wasserburg.

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    1. Tut mir leid, ich verstehe es nicht: Ein 21-jähriger dreht durch und rammt einer Frau ein Messer in den Bauch. Was bitteschön hat das mit der Tatsache zu tun, dass er Asylbewerber ist? Und was hat das wiederum mit minderjährigen Flüchtlingen zu tun? Warum ist Drogenkriminalität bei Flüchtlingen vorprogrammiert? Und wie kommt „Realist“ zu der Annahme, dass mit der ersten Aufnahme von Flüchtlingen weitere folgen? Und selbst wenn es so wäre: Was ist so schlimm daran? Deutschland ist ein unglaublich reiches Land und Wasserburg gehört wiederum zu einer der reichsten Städte Deutschlands. Wenn sich solch eine Stadt nicht für Menschen in Not einsetzen kann, dann weiß ich nicht, welche Stadt sonst. Noch eine Bitte an die Redaktion: Könnte man in Zukunft bei solchen Meldungen auf Qualifizierungen von Tätern, die mit der Tat selbst nichts zu tun haben, einfach verzichten? Für mich persönlich ist es vollkommen irrelevant, ob ein Messerstecher Asylbewerber, Deutscher, Bayer, Wasserburger, Brillenträger oder Linkshänder ist.

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  4. Als Erstes ein herzliches Dankeschön, dass alle Kommentarschreiber hier so fair und sachlich beim Thema bleiben. An anderer Stelle musste die Kommentarfunktion wegen unschönen und unpassenden Äußerungen geschlossen werden.
    Der ganze Vorfall ist äußerst bedauerlich und wie unsere Kanzlerin sagen würde, wenig hilfreich. Dem betroffenen Mädchen natürlich mein ganzes Mitgefühl und gute Besserung.
    Es wäre falsch, jetzt alle Asylanten und Zuwanderer in einen Topf zu werfen.
    Nach jetziger Nachrichtenlage scheint es sich tatsächlich um eine „Beziehungstat“ zu handeln. Der Polizeieinsatz, der sicher den Einen oder Anderen beunruhigt hat, war völlig gerechtfertigt. Schließlich waren kurz nach der Tat die näheren Umstände ebenso unbekannt wie der Täter. Die Tat und deren Umstand selber sind nicht neu, passiert in Deutschland regelmäßig und sind unabhängig von Herkunft und Abstammung.

    Und wie man vor einigen Wochen in Bad Reichenhall sehen konnte, wurden hier zwei Menschen für weit weniger von einem Deutschen erstochen, wobei ein Opfer dann sogar starb. Wir sollten dabei ehrlich sein und ins Auge fassen, dass Menschen aus anderen Kulturkreisen eine andere Betrachtungsweise zur Gewalt und in der Anbahnung einer Beziehung haben. Das ist weiß Gott nicht böse gemeint, aber das beginnt schon im europäischen Ausland. Diese Menschen sind aufgebrochen nach dem Motto der Bremer Stadtmusikanten: “Was besseres als den Tod finden wir allemal!“.

    Nun sind sie nach all den Strapazen hier erst mal in Sicherheit, aber mit neuen Problemen. Ein fremdes Land und fremde Sprache, hier reibt es sich schon in der Unterbringung. Umso schöne, wenn sich Menschen finden, die hier so zu sagen eine Patenfunktion übernehmen und den Zuwanderern Hilfestellung bieten. Hier gehören gerade Mädchen und Frauen darauf geschult, dass Freundlichkeit und Zuneigung schnell falsch interpretiert werden können und zu Problemen führen.
    Der Zustrom von Asylanten wird jedenfalls nicht die Drogenproblematik oder Gewalt nach Wasserburg bringen, weil Drogen in Wasserburg schon seit Jahrzehnten etabliert sind und Gewalt, auch mit deutscher Beteiligung, speziell an den Wochenenden an der Tagesordnung steht. Die Burgau ist in Teilen schon lange ein sozialer Brennpunkt also auch nicht neu.

    -ES MENSCHELT HALT!-
    Vielmehr ist es an der Zeit, dass sich die Politik der Sache annimmt, da der Zustrom Asylsuchender eine ganz neue Dimension erreicht. In Anbetracht der Krisenherde dieser Welt wird dieser auch nicht weniger werden. Eine gerechte Verteilung über das gesamte Bundesgebiet, bzw. Europa hat hier oberste Priorität. In der Zwischenzeit sollten wir halt, auch wenn es einigen schwer fällt, weiterhin unvoreingenommen und offen mit unseren Gästen umgehen. Selbstverständlich mit einem wachen Auge, wenn es irgendwo kriseln sollte.

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    1. Ja, richtig: der Polizeieinsatz war sicher gerechtfertigt. Meinen Satz oben „Ist es da nicht möglich, dass nicht etwa ich derjenige bin, der die Brisanz falsch einschätzt, sondern in dem Moment das SEK?“ konnte diesbezüglich natürlich falsch verstanden werden. Die Polizisten müssen schon aus Selbstschutz von der größtmöglichen Gefahrenlage ausgehen, so lange keine anderen Erkenntnisse vorliegen.

      Was ich eigentlich hätte schreiben sollen, war, dass sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass die Gefahrenlage in dem Moment nicht mehr so war, wie es die Außenwirkung des Polizeieinsatzes hätte vermuten lassen.
      Verstörend kann dieser gerechtfertigte Einsatz natürlich trotzdem wirken – und das nicht nur auf die Kinder vom Ali Ri., sondern durchaus auch auf die unschuldigen Mitbewohner des gesuchten Täters. Denn diese waren ja dem Zugriff ausgesetzt und wenn die Berichte so stimmen, wurden die auch kurzfristig verhaftet. Wenn ich richtig informiert bin, befinden sich darunter auch einige, die in ihrem Herkunftsländern u.a. Folter durch die Polizei ausgesetzt waren.

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  5. (…) Hier kann doch nicht ehrlich geglaubt werden, dass wir allen Menschen aus allen Krisenherden dieser Welt in Deutschland ein neues zu Hause geben können. Probleme müssen dort gelöst werden, wo sie auftreten.
    Unsere Sozialkassen werden extrem durch die Zuwanderung belastet. Städte und Bundesländer wie Berlin, Hamburg usw. haben jetzt schon mit den hohen Kosten zu kämpfen bzw. sind pleite.
    (…) Das soll keine Schwarzmalerei sein, das ist realistisch!
    Macht die Augen auf, lest in der Zeitung auch mal zwischen den Zeilen.
    Wie schon im obigen Beitrag erwähnt, man sollte nicht alle über einen Kamm schären, man sollte aber auch mal weiterdenken und vor allem über die Grenzen vom schönen Wasserburg hinaus.

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    1. Da sind leider wieder ein paar Halbwahrheiten dabei. Kein Mensch behauptet, dass Deutschland alle Flüchtlinge der ganzen Welt aufnehmen soll. Und bei einer knapp zweistelligen Zahl kann man in Wasserburg schon gleich überhaupt nicht davon reden.
      Unsere Sozialkassen werden nicht extrem durch die Zuwanderung belastet. Abgesehen davon, dass Zuwanderung und Flüchtlingsproblematik vollkommen unterschiedliche Themen sind. Zuwanderer zahlen in aller Regel Steuern und auch in die Sozialkassen ein. Ohne Zuwanderer wären die Sozialkassen noch klammer, als sie es ohnehin schon sind. Und Leistungen für Flüchtlinge werden nicht aus den Sozialkassen bezahlt, sondern aus dem Staatshaushalt.
      Berlin und Hamburg sind ganz schlechte Beispiele: Berlin ist sicherlich nicht wegen Flüchtlingen pleite, sondern wegen der eigenen Misswirtschaft. Und Hamburg hat ebenso volle Kassen wie Wasserburg.
      Was aber das größte Problemat ist: Das alles hat überhaupt nichts mit dem aktuellen Fall zu tun. Da wird ein sicherlich tragischer Fall dazu missbraucht, sein eigenes schiefes Weltbild im Einklang mit der Realität zu bringen. Das kann nur schiefgehen.

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    2. Lieber Realilist, in einem Punkt haben Sie recht: Man sollte auch mal weiter denken – über die Grenzen der Glückseeligkeit Wasserburgs hinaus. Da reicht es dann aber nicht, nur an Berlin und Hammburg zu denken oder die deutschen Sozialkassen. Sie sollten sich mal über die weltweiten Zusammenhänge Gedanken machen. Auf was fußt denn unser Wohlstand?
      Des einen Wohlstand ist des anderen Armut. Wir saugen den afrikanischen Kontinent aus und schauen weg, wenn die von uns Ausgebeuteten sich unter Lebensgefahr auf den Weg machen, um ihren Anteil zurück zu holen.
      Natürlich muß man die Probleme auch dort lösen wo Sie auftreten, aber mit diesen Problemen haben wir mehr zu tun, als wir wahrhaben wollen. Nicht nur deswegen müssen wir Verantwortung übernehmen.
      Wenn einem dann der eigene Wohlstand bedroht scheint , weil der Wert des eigenen Hauses in der Burgau wegen ein paar minderjähriger Flüchtlinge in der Nachbarschaft fallen könnte, sieht man mal wieder, welche Werte in unserer Gesellschaft wirklich zählen.
      Was ist da mit christlicher Nächstenliebe?
      Da sollte man sich vielleicht etwas mehr an der Haltung von Papst Franziskus (und mit den Päpsten hab ich´s eigentlich nicht so) orientiern.

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    3. Lieber Irrealist,

      natürlich können wir nicht alle Flüchtlinge der Welt in Deutschland aufnehmen. Wer hat das behauptet? Deutschland – und damit auch Wasserburg – hat aber einen angemessenen Beitrag zur
      Aufnahme innerhalb Europas zu leisten.
      Ebenso natürlich wäre es sehr erfreulich, wenn sich alle Probleme in den Krisenländern lösen lassen würden.

      Ach ja, in welcher Zeitung lesen sie denn zwischen den Zeilen? Könnte es vielleicht die „Bild“ sein?

      Wie schon in Ihrem vorigen Beitrag geben Sie hier Stammtischparolen mit einem unangenehmen Beigeschmack von sich.

      und, wenn Sie wieder Grenzen überwinden, schauen Sie mal nach Lampedusa!

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      1. Wir leben in einem Zeitalter, wo Multikultur Standard ist! Wir leben in einer Zeit in der Kriege, einige wenige 1000km entfernt, leider auch fast als Standard bezeichnet werden müssen! Wir reisen, zumeist unbedacht, in fremde Länder, in denen nicht alles heile Welt ist, was uns als Tourisen in Hochglanzprospekten vorgegaukelt wird und wir nur zu gerne glauben.. . Wir wollen in alle Nischen dieser Welt hineinblicken und sehen oft das Elend hinter den Kulissen nicht. Sicherlich, sind oft Misswirtschaft, Bestechlichkeit und Geldgier die wahren „Präsidenten“ und treiben Ihre Völker in den Krieg, die das gemeine Volk büßen muss und diese Menschen oft negativ prägen. Gebrandmarkt von alledem suchen nun Kinder, junge Erwachsene eine neue, sichere Heimat. Diese Menschen brauchen Zeit, – !!! – sehr gute Betreuung – !!! – um sich in einer anderen Kultur einfinden und eingliedern zu können – was sie natürlich auch müssen – denn sonst funktioniert miteinander nicht. Diese Aufgabe ist die Verantwortung, die eine Stadt übernimmt, wenn sie Flüchtlinge aufnimmt. Es geht in erster Linie um die Menschen, nicht um „Container-Bewohner“. Wir leben in unserem schönen Wasserburg wie Perlen in einer Muschel.. wenn ich das mal so ausgeschmückt beschreiben darf…. Wir können es uns finanziell und emotional leisten tolerant & großherzig zu sein – wenn nicht wir, wer dann auf dieser Welt? Dass es Ereignisse/Übergriffe – wie in diesem Folge-Artikel geschrieben gibt, ist absolut grausam & schrecklich – aber nicht zugleich das Ergebnis unserer Flüchtlingspolitik… !!!

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