Zwölf Millionen für das Kreisjugendamt

Altes Gebäude ist mittlerweile zu klein und weist zahlreiche Mängel auf

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Wegen fehlender Bürokapazitäten und weiterer Mängel will der Landkreis Rosenheim das Dienstgebäude des Kreisjugendamtes Rosenheim generalsanieren und erweitern. Der Kreistag beauftragte die Landkreisverwaltung am heutigen Mittwoch einstimmig, die notwendigen Architekten- und Ingenieurverträge abzuschließen und den Bauentwurf samt Kostenberechnung dem Kreistag zur Billigung vorzulegen.

„Wir müssen es auf den neuesten Stand bringen“, sagte Landrat Wolfgang Berthaler. Um die Raumnöte zu lösen, soll das Gebäude in der Wittelsbacherstraße 55 in Rosenheim verlängert und aufgestockt werden. Über einen Aufzug soll ein barrierefreier Zugang zu allen Geschossen ermöglicht werden. Auf dem südlichen Grundstücksteil sind eine Tiefgarage und darüber ein Parkdeck vorgesehen. Zudem soll das Kreisjugendamt über einen offenen Verbindungsbau an das bestehende Amtsgebäude des Landratsamtes angebunden werden. Konkrete Angaben zu den Baukosten gibt es noch nicht. Nach einer ersten Schätzung ist eine Investition in Höhe von zwölf Millionen Euro möglich.

Das 1961 errichtete Gebäude befindet sich in vielen Belangen nicht mehr in einem zeitgemäßen baulichen und technischen Zustand. Der Brandschutz weist erhebliche Mängel auf, das Gebäude ist nicht barrierefrei erschlossen und Heizung und Elektro sind noch auf dem Stand von 1961.

Ein weiteres wichtiges Argument für die Generalsanierung und Erweiterung ist das Defizit bei den Arbeitsplätzen. Knapp ein Drittel der gut 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisjugendamtes findet in dem Gebäude keinen Platz. Sie sind in angemieteten Büros ausgelagert. Eine personelle Entspannung ist nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil, durch eine Mehrung der Aufgaben wird die Personalstärke im Kreisjugendamt in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

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