Mehrere Fans der Gäste verletzt

Gestern auf dem Weg zum Bahnhof: Schlägerei nach Niederlage der Starbulls

Ein heißer Kampf auf dem Eis – und ein unrühmlicher nach der Partie unter den Fans: Nach der Niederlage der Rosenheimer Starbulls gestern gegen die Kassel Huskies ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Zwei Fans der Gastmannschaft sind dabei verletzt worden. Eine Gruppe Starbulls-Fans – der sogenannten „Inntalcrew“ – hatten Fans des Gäste-Teams nach der Partie auf dem Weg zum Rosenheimer Bahnhof angegriffen, sagt die Polizei. Die Rosenheimer rannten in die Gruppe der Kassel-Fans hinein und fingen an zu schlägern. Der genaue Polizeibericht …

Am Sonntag fand im Rosenheimer „Emilo“-Stadion die Begegnung zwischen den Starbulls Rosenheim und den Kassel Huskies statt, welches die Kassler mit 0:3 für sich entscheiden konnten.

Zu diesem Spiel reisten mit einem Sonderzug etwa 700 eishockeybegeisterte Fans aus Kassel an, die sich während des gesamten Verlaufs als vorbildliche Fans präsentierten, so die Polizei.

Nach dem Spiel zogen diese 700 Fans vom „Emilo“-Stadion zurück zum Bahnhof Rosenheim.

Als gegen 19.20 Uhr die Spitze der Menschengruppe auf der Gießereistraße die Einmündung „Am Hammer“ passierte, stürmten etwa 15 Personen, die der Rosenheimer „Fan“-Gruppierung „Inntalcrew“ zugeordnet wurde, in die Menschengruppe und begannen sofort damit, die Kassler Fans körperlich zu attackieren. Das sagt die Polizei.

Zudem raubten diese sogenannten „Fans“ ein Banner eines Kassler Fanclubs und mehrere Fan-Schals. Bei dieser Aktion wurden mehrere Fans aus Kassel zum Teil auch schwerer verletzt und mussten von den mitgereisten Sanitätern anschließend versorgt werden.

Einer der verletzten Fans musste nach Ankunft in Kassel sogar in ein Klinikum verbracht werden.

Augenscheinlich handelte es sich bei dieser Aktion um einen geplanten Angriff dieses „Fan“-Clubs, so die Polizei, der bereits mehrfach wegen dem Verhalten seiner Mitglieder bei den Heim- und Auswärtsspielen polizeilich in Erscheinung getreten sei und für größere Polizeieinsätze gesort habe, heißt es weiter.

Ein 19-jähriger Raublinger und ein 20-Jähriger aus Tuntenhausen, die als Mitglieder des sogenannten „Fan“-Clubs „Inntalcrew“ bekannt sind, konnten noch vor Ort festgenommen werden. Im Rahmen der polizeilichen Fahndung wurden noch weitere Mitglieder der „Inntalcrew“ in Tatortnähe festgestellt.

Dauerhaftes Stadion-Verbot?

Durch die Polizeiinspektion Rosenheim werden in enger Zusammenarbeit mit der Polizei in Kassel diesbezüglich Ermittlungen wegen Landfriedensbruch, Raub- und diverser Körperverletzungsdelikte geführt. Zudem befinde man sich mit der Vereinsführung in engem Kontakt, um diese „Fans“ dauerhaft aus dem Stadion und Vereinsumfeld fernzuhalten.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 bei der Polizei zu melden.

 

Und hier, was eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte – friedlichst: Das Spiel und der Bericht dazu:

Die Starbulls Rosenheim haben ihr Heimspiel am 42. Spieltag der DEL 2 gegen die Kassel Huskies mit 0:3 verloren. Vor 3.126 Zuschauern im Rosenheimer emilo-Stadion waren die Grün-Weißen über die gesamte Spieldauer das aktivere Team, vergaben aber eine Vielzahl von Torchancen. Vor allem verstand es die Mannschaft nicht, ihre zahlreichen Überzahlspiele – zum Teil sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis – effektiv zu nutzen.

Nachdem es bis kurz vor der zweiten Pause 0:0 stand, nutzte der Vorjahresmeister aus Kassel eine seiner wenigen Chancen zur Führung und entschied die Partie mit einem Doppelschlag im letzten Spielabschnitt endgültig.

Die Starbulls mussten auf die Stürmer Simon Fischhabe, Michael Baindl und Thomas Reichel sowie die Verteidiger Michael Rohner und Peter Lindlbauer verzichten.

Trotz dieser verletzungsbedingten Ausfälle hielt Rosenheims Trainer Franz Steer an dem Leitspruch „never chance a running system“ fest und schickte wie zuletzt ein viertes Außenstürmerpaar auf das Eis. Dieses bildeten Christian Neuert und der etatmäßige Verteidiger Andreas Nowak, Tyler McNeely fuhr wieder Doppelschichten als Center. Obwohl die Kassel Huskies im Gegensatz zu den Starbulls mit einer voll besetzten Offensive antreten konnten, kamen sie kaum zu gefährlichen Torabschlüssen. Die einzige klare Torchance der Gäste im ersten Drittel hatte Jack Downing nach elf Minuten, als er einen Schlagschuss im Slot gefährlich abfälschte, doch Starbulls-Keeper Timo Herden lenkte die Scheibe mit dem Schoner noch am Tor vorbei.

Anders die Gastgeber, die zwar kein Risiko eingingen und auf einen konsequenten Defensivauftritt bedacht waren, in der Anfangsphase aber mehrfach nah dran am Führungstreffer waren. Joseph Lewis und Tyler Scofield scheiterten an Gästekeeper Markus Keller (4.), Leopold Tausch setzte einen satten Schlagschuss nur knapp über die Latte (6.) – im Nachschuss scheiterte Simon Heidenreich – ehe Nowak das Spielgerät fast frech von hinter dem Tor kommend in das Kasseler Gehäuse gemogelt hätte (7.). Später scheiterte Maximilian Vollmayer freistehend aus der Halbdistanz am stark reagierenden Gästetorwart (12.).

Die Huskies übernahmen zwar gegen Ende des ersten Drittels mehr und mehr die Initiative, doch dieser Trend setzte sich nach der ersten Pause nicht fort. Das präsentere Team waren die Hausherren, die klare Mehrzahl an Torchancen hatten sie auch. McNeely, Scofield, Tausch, Cameron Burt und Maximilian Vollmayer nahmen das Gästetor unter Beschuss, doch die Scheibe wollte einfach nicht über die Kasseler Torlinie.

Auch, weil Torwart Keller souverän und fehlerlos agierte und auch, weil das Rosenheimer Überzahlspiel sich fernab von jeglicher Effektivität präsentierte. In einer Phase von über einer Minute, in der die Starbulls sogar zwei Spieler mehr auf der Eisfläche hatten, verfehlte Lewis zwar aus spitzem Winkel im Nachschuss das leere Tor (26.), doch insgesamt fanden die Grün-Weißen viel zu selten zum Abschluss.

Bei einem weiteren Überzahlspiel hatten gar die Gäste aus Hessen die gute Chance zum Shorthander, doch der von Manuel Klinge bediente Bradon Pimm konnte im letzten Moment noch effektiv gestört werden (34.). Ein schneller Kasseler Gegenstoß nach einem Rosenheimer Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie führte aber dann doch zum überraschenden 0:1 (39.). Adriana Carciola ließ sich die Chance frei vor Timo Herden nicht nehmen und versenkte flach zur Freude der gut 700 Huskies-Fans unter den weit über 3.000 Zuschauern.

Unrühmlicher Höhepunkt vor der zweiten Pause war dann noch ein Stocktreffer von Kassels Esa Lehikoinen ins Gesicht von Rosenheims Joseph Lewis, der mit einer blutenden Wunde in die Kabine musste (40.). Hauptschiedsrichter Stefan Vogl ahndete dieses Foul mit Verletzungsfolge kurioser Weise nur mit einer zweifachen kleinen anstatt mit einer großen Strafe. Zum Glück kam Lewis nach der zweiten Pause aber zurück.

Das Powerplay der Starbulls, das diese zu Beginn des letzten Drittels dann fast zwei Minuten erneut mit zwei Spielern mehr bestreiten durften, reihte sich nahtlos in die erfolglosen Überzahlspiele der ersten beiden Spielabschnitte ein – und ging ohne klare Einschussmöglichkeit zu Ende. Erst in der 45. Spielminute hatten McNeely und Scofield frei vor Torwart Keller den Ausgleich auf dem Schläger, blieben aber glücklos.

Anders die Gäste, die ihre erste Torchance im letzten Drittel gleich nutzten. Kevin Maginot verwandelte nach einem Rosenheimer Stellungsfehler frei vor Timo Herden eiskalt (46.). Und nur 35 Sekunden später traf Jack Downing nach einem erneuten Abstimmungsproblem in der Rosenheimer Defensive aus spitzem Winkel flach durch die Hosenträger von Herden zum 0:3 (47.). Damit war die Partie entschieden.

Den Hausherren blieb selbst der Ehrentreffer verwehrt, weil Burt noch an der Latte und McNeely, Tausch und Scofield erneut frei vor Torwart Keller scheiterte.

Quelle: Starbulls

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2 Gedanken zu „Mehrere Fans der Gäste verletzt

  1. Asozial.
    „Fans“ sind das garantiert nicht …

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    Antworten
  2. Zu viel Fussball geschaut am Samstagabend? BVB lässt grüßen!!!
    👎💪👊🏹🔫🔪🎯🤔

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