Zum Derby nach Kaufbeuren

Starbulls am Freitag vor machbarer Auswärtshürde

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LOGO NEGATIVRosenheim – Nach dem so immens wichtigen „Last-Second“-Sieg der Starbulls in Crimmitschau, als Shawn Weller den Ausgleich sage und schreibe eine Sekunde vor Ablauf der Partie erzielen konnte, ehe dann Beppo Frank durch sein Tor in der Verlängerung den Zusatzpunkt sicherte, müssen die Mannen von Franz Steer nun am Freitag zum bayerischen Derby nach Kaufbeuren reisen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Während Rosenheim immerhin, neben dem besagten Shawn Weller, auch wieder auf Kim Staal zurückgreifen und somit vier Sturmreihen aufbieten kann, kommen die Allgäuer personell am Stock daher. Nach den Ausfällen von Stammtorhüter Stefan Vajs und Förderlizenzspieler Hans Detsch, stehen den Wertachstädtern nur noch 14 Spieler zur Verfügung, darunter nur vier Verteidiger.

Unter diesen Umständen sind die Oberbayern natürlich klarer Favorit im Allgäu, auch wenn die Joker immerhin vier der sechs in der heimischen Sparkassenarena ausgetragenen Spiele gewinnen konnten, darunter auch zuletzt ein 4:3 gegen die Fischtown Pinguins. Immerhin stellt der SBR mit bereits sieben Siegen auf fremden Eis das auswärtsstärkste Team in der DEL2. Diesen Trend will man auch im Allgäu weiter fortsetzen. Dabei wird es bei den Oberbayern vor allem einmal darauf ankommen wieder in den Rhythmus zu kommen und an den eigenen Fehlerquellen zu arbeiten. Der nicht mehr für möglich gehaltene Erfolg in Crimmitschau war dabei enorm wichtig für das Selbstvertrauen. Zwar bemühte sich die stark ersatzgeschwächte Truppe um Kapitän Stephan Gottwald auch in den Spielen zuvor, wurde aber zuletzt nie dafür belohnt.

Eine wichtige Woche hatten Rosenheims Eishockeyspieler jetzt Zeit in Ruhe weiter an den Feinheiten zu arbeiten. Dies ist auch nötig, denn die Liga verzeiht keine Fehler. Die aktuelle Tabellenkonstellation könnte knapper nicht sein. Nur zwei Punkte Abstand trennen den Zweiten vom Tabellensiebten. Einzig Landshut scheint mit fünf Punkten Vorsprung auf die Verfolger vorerst einmal enteilt zu sein. Da könnte aktuell das Motto durchaus aus dem Motorsport entlehnt sein: „Wer bremst verliert!“ Dabei haben auch die Starbulls ihre Verletztenmisere keinesfalls schon hinter sich gelassen. Neben dem Langzeitverletzten Florian Müller, werden auch dieses Wochenende noch Dominic Auger und Fabian Zick ausfallen. Aber dies wird, in Anbetracht der bis zu sieben Ausfälle zuvor, schon fast als Bagatelle betrachtet und man mag es kaum mehr erwähnen.

Zuletzt zeigten Rosenheims Eishockeyspieler in Crimmitschau eine deutliche Aufwärtstendenz. Die Fehlerquote war zwar auch in diesem Spiel noch sehr hoch, aber immerhin präsentierten sich die Steer- Schützlinge wesentlich kompakter als in den Spielen zuvor. Dies gilt es auch im Allgäu fortzusetzen. Eine wichtige Komponente wird auch das Spiel mit vier Reihen sein. Ein hohes Tempo soll den personell angeschlagenen Gegner weiter zusetzen. Ein klares Manko im Spiel der „Buron Joker“ sind sicherlich ihre Special-Teams: Sowohl das Überzahl- als auch das Unterzahlspiel ist das erfolgloseste der Liga, während die Starbulls immerhin die beste Unterzahlmannschaft der DEL2 stellen.

Nach den zuletzt vielen Punkteteilungen peilen die Innstädter jetzt auch mal wieder einen „Dreier“ an. Mit gestärktem Selbstvertrauen will man dann versuchen auch mal wieder ein Heimspiel zu gewinnen, wenn am Sonntag um 18 Uhr dann Aufsteiger Bad Nauheim zu Gast im Rosenheimer Kathreinstadion sein wird. Olaf Lüeße

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