Zugunsten der Attler Orgel

Das Alpenländische Marien-Oratorium kommt in St. Michael zur Aufführung

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Der Reinerlös des Konzerts ist zur Restfinanzierung der Orgelerneuerung in St. Michael bestimmt: „O Maria, sei gegrüßt“ – seit mehreren Wochen schon proben Sangesbegeisterte von links und rechts des Inns, die sich zur Atteler Chorgemeinschaft zusammen gefunden haben. Unter der Leitung von Hans Berger und zusammen mit dem Dreigesang, den Solisten und dem Ensemble Hans Berger werden sie zum Fest „Maria Heimsuchung“ am Sonntag, 2. Juli, ab 19.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael in Attel das Alpenländische Marien-Oratorium erklingen lassen.

Foto: Renate Drax

Das Marien-Oratorium von Hans Berger handelt von der Lebensgeschichte Mariens, wie es die Bibel dargestellt. Mit Maria Empfängnis und Geburt fängt die musikalische Erzählung an. Sie führt weiter zur Verkündigung durch den Erzengel Gabriel und setzt sich fort mit dem Besuch Mariens bei ihrer Base Elisabeth und der Lobpreisung. Elisabeth, Zacharias und Johannes sowie die Geburt Christi sind weitere Stationen. Es endet schließlich mit der Marienverehrung und Mariens Aufnahme in den Himmel.

Dem Publikum werden von den über fünfzig Aktiven wundervolle Lieder, Melodien und Rezitative im barocken Rahmen und der einzigartigen Akustik von St. Michael in Attel dargeboten.

Karten für 17 Euro sind im Vorverkauf erhältlich beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg am Inn und im Pfarrbüro in Attel, eventuelle Restkarten an der Abendkasse.

Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre, Inhaber der Ehrenamtskarte, Schwerbehinderte ab GdB 50 und Rentner erhalten gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises eine Ermäßigung von zwei Euro auf den Kartenpreis.

Der Reinerlös ist zur Restfinanzierung der Orgelerneuerung in der Pfarrkirche St. Michael in Attel bestimmt.

Zum Ensemble Hans Berger

Hans Berger ist einer der erfolgreichsten Komponisten der Bayerischen Volksmusik. Sein „Alpenländisches Marien-Oratorium“ und das „Weihnachts-Oratorium“, sind hinreissend komponierte und arrangierte Werke die sich einer großen Publikumsresonanz erfreuen.

Das Ensemble Hans Berger ist durch CD-Veröffentlichungen sowie Rundfunk- und Fernseh- Aufzeichnungen und zahlreichen Konzerten bekannt geworden.

Die Literatur der Konzertprogramme ist von festlich-alpenländischer sowie höfischer Musik des 17./18. Jahrhunderts geprägt. Im Mittelpunkt stehen dabei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Zeitgenossen, deren viele in der umfangreichen Sachranger Notensammlung des „Müllner Peter“ (Peter Huber) enthalten sind und deren Erschließung und Bearbeitung ein besonderes Anliegen Hans Bergers ist. Ebenso erklingen neue Kompositionen aus der Feder von Hans Berger.

So entsteht eine klingende Brücke von der klassischen Musik zur Volksmusik in sensibler und authentischer Bearbeitung für ein Ensemble, das sich zum einen durch seine Klangvielfalt und Variabilität, zum anderen durch die Qualität seiner Mitglieder auszeichnet. Die Musik von Hans Berger spricht einen großen Teil der Menschen durch ihre volksmusikalische und gleichwohl klassische Prägung an. Auch die Freunde der Chormusik finden sich in seinen Werken wieder.

Biographisches über Hans Berger

Geboren 1944 in Oberaudorf und aufgewachsen am elterlichen Bergbauernhof in Seebach, besuchte Hans Berger die höchstgelegenste einklassige Bergschule Deutschlands in Wall. Ab seinem siebten Lebensjahr begann er das Zitherspiel, ab dem 12. brachte er sich autodidaktisch das Orgelspiel bei.

Als künftiger Hoferbe besuchte er die Landwirtschaftsschule Rosenheim und anschließend die Landvolkshochschule Wies bei Steingaden. Im 25. Lebensjahr folgte er seiner Neigung zur Musik mit der Ausbildung am Richard-Strauss-Konservatorium München mit Abschluss zum Musiklehrer und der Kirchenmusik B-Prüfung und übergab seinem jüngeren Bruder Josef den Hof.

Seit 1965 ist Hans Berger als Organist in der Bergkirche Wall, seit 1972 nebenamtlich, seit 1976 hauptamtlicher Kirchenmusiker in Oberaudorf. 1994 bis 1999 wurde er zum Volksmusikpfleger des Landkreis Rosenheim und Musikpfleger des Dekanates Inntal berufen.

Von 1976 bis 2013 war er zudem als Organist und musikalischer Unterhalter in der Klinik Bad Trißl tätig, seit 2013 im Seniorenheim St. Peter, Kiefersfelden. Als Zithersolist ist Berger im Auftrag des Bayerischen  Wirtschaftsministeriums, der Bayerischen Staatsregierung und der Stadt München weltweit unterwegs, u.a. in Rom (Papst Bendikt XVI), Brasilien, England, Schottland und Frankreich.

Er übernahm die musikalische Gestaltung zahlreicher Feierlichkeiten der Bayerischen Staatsregierung, u.a. Kabinetts-Weihnachtsfeiern, Staatsempfänge und Neujahrsempfänge.

Seit 1980 widmet sich Berger der Wiederentdeckung und Bearbeitung des musikalischen Nachlasses von Peter Huber, genannt „Müllner-Peter von Sachrang“ und gestaltete musikalisch bis 2006 die bayerisch-tiroler Wallfahrt in Sachrang, für deren Durchführung er den Müllner-Peter-Chores e.V., ein Zusammenschluss von bayrisch und tirolischen Kirchenchören, gründete.
Mit dem 1985 gegründeten Hans-Berger-Ensemble organisierte er zahlreiche Konzerte überwiegend mit Mozart-Bearbeitungen sowie Sachranger Musikalien und eigener Volksmusik. Von 2005 bis 2009 wirkte  dieses Ensemble auch beim Salzburger Adventsingen mit.

Hans Berger hat im Eigenverlag zahlreiche Notenhefte zu seinen jeweiligen CD-Einspielungen herausgegeben. Für 2015 sind zwei neue CDs und vier Notenhefte (für gemischten Chor, Frauenchor, Männerchor und Instrumentalmusik) mit eigenen Werken geplant sowie Kompositionen zur feierlichen Gottesdienstgestaltung.

Hans Berger erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den Verdienst-Orden der Bundesrepublik Deutschland, die Dachauer Literatur-Medaille, den Poetentaler der Münchner Turmschreiber, das Goldene Herz – Lkr. Rosenheim, den Volksmusikpreis der Hanns-Seidl-Stiftung, den Kulturpreis des Landkreises Rosenheim, den EUREGIO-Preis Inntal, die Goldene Zither, die Kiem-Pauli-Medaille der Bayr. Gebirgsschützen und die Bezirks-Medaille in Silber.

Quelle: berger-hans.de

 

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