Zeitlos und einzigartig melancholisch

Eine Art Werkschau: Folks spielte Cohen im Brauhaus Attel

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Folks 1Attel – Es ist wohl ihre einzigartige melancholische Atmosphäre, die die Songs des kanadischen Dichters und Singer-Songwriters Leonard Cohen so zeitlos machen. Das Quartett Folks präsentierte so etwas wie eine Werkschau des Altmeisters im Brauhaus Attel. Über vier Jahrzehnte umfasst die kreative Schaffensphase Cohens, der heuer seinen 80. Geburtstag begeht …

Claudia Rucker-Müller, Ben Leinenbach, Robert Winkler und Jörg Müller führten mit ihrer Formation FOLKS das Publikum an diesem Abend durch eben diese vier Jahrzehnte. Als Rahmen diente Cohens Gedicht-Zyklus „A Thousand Kisses Deep“, den Folks analog auch ins Deutsche übertrug.  Angefangen mit dem Klassiker „Suzanne“ aus dem Jahr 1967 führten Folks die Zuhörer in dieser Reminiszenz bis in die Gegenwart. Natürlich nicht ohne die vielen zeitlosen Klassiker Cohens wie „Bird On A Wire“, „Chelsea Hotel“ oder „Halleluja“, die auch heute immer noch von vielen Künstlern gecovert werden.

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Folks setzen bei ihren Interpretationen auf eine überwiegend rudimentäre Besetzung aus Gitarre, Kontrabass, Piano und Gesang. Ab und zu greift Jörg Müller zum Akkordeon oder seine Frau Claudia zur Ukulele. Sonst ist da viel Raum für abwechselnden bis dreistimmigen Gesang, der wiederum viel Raum lässt für den Flair der Cohens Werke so zeitlos und einzigartig macht.

Folks schaffte auf diese Weise im Brauhaus Attel genau das, woran viele Interpreten von Cohens Musik scheitern. Sie schafften ein Gefühl und eine musikalische Umgebung, die dem Eindruck des Orginals sehr nahe kommt – ohne aber den Meister zu kopieren.

Das nächste Konzert mit dem E-Bass-Virtuosen Jacques Bono und der Geigerin Luciana Beleaeva findet am Samstag, 10. Mai, statt. Karten können in der Stiftung Attl (Telefon: 08071 – 102-200) reserviert werden.mjv –

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