Zahl der Straftaten stieg um 20 Prozent

Sicherheitsgespräch: Für 2016 meldet die Polizei Wasserburg folgende Kriminalitätslage ...

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Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich am heutigen Donnerstag bei der Polizei-Inspektion in Wasserburg die Bürgermeister des Altlandkreises im Dienstbereich. Von der Polizei waren Dienststellenleiter Markus Steinmaßl, sein Vertreter Richard Gottwald sowie Karlheinz Niessner und dessen Nachfolgerin, Alexandra Eichner, als Verkehrsexperten anwesend. Für 2016 meldet die Polizeiinspektion Wasserburg folgende Kriminalitätslage …

Die Grafik oben der Polizei Wasserburg zeigt die Entwicklung der Rohheitsdelikte der vergangenen sechs Jahre im Dienstbereich.

1514 Straftaten mussten 2016 bearbeitet werden! Das sei eine deutliche Steigerung von 251 Fällen oder 19,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der sehr hohen Arbeitsbelastung habe die Aufklärungsquote immerhin 65,4 Prozent betragen –  die zweithöchste innerhalb der vergangenen zehn Jahre! Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen sei mit 210 ermittelten Tätern insgesamt bei 27,1 Prozent gelegen.

Um etwa 30 Prozent mehr vorsätzliche Körperverletzungsdelikte (plus 30,1% – 199 Fälle – Vorjahr 153) – aber um über 30 Prozent weniger gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (minus 33,3% – 50 Fälle – Vorjahr 75) im Jahr 2016 meldet die Polizei Wasserburg.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen im Jahr 2016 von zwölf Fällen auf 23 Anzeigen – also mit fast einer Verdoppelung – deutlich zu.

95,7 Prozent aller Sexualstraftaten konnten hier geklärt werden, heißt es heute in Wasserburg.

Diebstähle

Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Diebstähle insgesamt eher leicht um 3,2 Prozent gestiegen. Schwere Diebstähle dagegen stiegen um 26,8 Prozent.

Schwere Diebstähle in/aus Diensträumen, Büros und Werkstätten nahmen extrem deutlich um 270 Prozent zu (von 10 auf 27 Delikte).

Wohnungseinbrüche dagegen blieben insgesamt gleich (32 Fälle). Tageswohnungseinbrüche aber nahmen um 36,4 Prozent zu.

Ladendiebstähle nahmen um mehr als die Hälfte ab (minus 51,5 Prozent). Sonstige einfache Diebstähle verringerten sich um 8,1%.

Bei den Pkw-Diebstählen wiederum war eine Abnahme von 50 Prozent zu verzeichnen. Fahrraddiebstähle wurden mit 28 zu 30 Delikte, 7,1 Prozent mehr, zur Anzeige gebracht.

Ein teures Ärgernis bleibe der Vandalismus. 2016 stiegen die Fälle von Sachbechädigungen an
Kfz von 67 auf 93 Straftaten (+38,8 Prozent). Andere vorsätzliche Sachbeschädigungen nahmen um
47 Straftaten von 190 auf 237 zu.

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte erhöhten sich von 142 auf 175 Fälle.

Rauschgiftdelikte wurden in 109 Fällen und damit deutlich mehr als wie im Vorjahr (da waren es 69 Fälle) zur Anzeige gebracht. Es wurde auch 2016 ein eigener Sachbearbeiter für Betäubungsmitteldelikte beauftragt.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2016 auf 4 044 052 Euro – im Vorjahr war die Schadenssumme mit 614 416 Euro bedeutend niedriger.

Erfreulich sei, dass die Jugendkriminalität mit einem Anteil von 19 Prozent (Vorjahr 24,0%) gesunken sei. Von den 775 ermittelten Tatverdächtigen waren 148 jünger als 21 Jahre. 604 der Täter waren männlich, 171 weiblich.