Yes, we can – wieder Sieg gegen Landshut

Spannung pur im Derby - Starbulls halten Platz zwei

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Eishock 3Rosenheim – Da lacht das Starbulls-Herz: Am Sonntagabend gewannen Rosenheims Eishockeyspieler vor 3551 Zuschauern den Klassiker gegen ihren Erzrivalen aus Landshut mit 3:2! Dies war bereits der vierte Sieg im fünften Aufeinandertreffen beider Teams. Somit halten die Starbulls auch weiterhin den zweiten Platz in der DEL2, während hingegen Landshut vorerst einmal aus den Top-Vier-Platzierungen gefallen ist. Den Zuschauern bot sich von Beginn an ein Duell mit offenem Visier …

Die Starbulls hatten anfangs mehr vom Spiel und gingen bereits früh in der 5. Minute durch Norman Hauner in Führung. Dieser verwandelte eine feine Vorlage seines Sturmpartners Shawn Weller sehenswert zum 1:0 und erzielte somit seinen 23. Saisontreffer. Die personell stark ersatzgeschwächten Gäste ließen sich durch diesen frühen Rückstand jedoch nicht schocken und spielten ein gutes Forechecking.

Rosenheim in der Folge sehr unaufmerksam im Spielaufbau, mit z.T. haarsträubenden Aufbaufehlern durch die Mitte, die ein ums andere Mal abgefangen wurden und zu direkten Torchancen für die Niederbayern führten. Einzig Pasi Häkkinen im Tor der Starbulls war es in dieser Phase zu verdanken, dass den Gästen nicht der verdiente Ausgleichstreffer gelang.

Wesentlich konzentrierter ging die Mannschaft dann im zweiten Drittel zu Werke. Sowohl das Körper- als auch das Laufspiel wurde intensiviert, die eigene Fehlerquote deutlich reduziert. Die Folge war ein deutliche Übergewicht mit einigen gut herausgespielten Chancen für Grün- Weiß. Die Gäste hielten aber diszipliniert dagegen und kamen in dieser Phase etwas glücklich durch Youngstar Stefan Loibl zum 1:1 Ausgleich. Rosenheim blieb aber weiter am Drücker und kam sechs Minuten später durch Andrej Strakhov zur erneuten Führung. Brenzlig wurde es für Rot- Weiß in Minute 25, als gleich zweit Akteure auf der Strafbank Platz nehmen mussten, was fast zwei Minuten fünf gegen drei für die Hausherren bedeutete.

Trotz bester Einschussgelegenheiten gelang es der Überzahformation der Starbulls nicht ein Tor zu erzielen. Das gleiche Spiel Ende am Ende des Spielabschnittes. Erneut mussten zwei Landshuter Spieler in der Kühlbox Platz nehmen und erneut gelang kein eigener Treffer. Ein deutliches Manko im Spiel der Oberbayern. Daraufhin angesprochen meinte dann auch SBR- Coach Franz Steer in der anschließenden Pressekonferenz süffisant: „Immerhin haben wir in dieser Phase keine Gegentore bekommen“- und spielte damit natürlich auf die drei Gegentore in Überzahl an, die man in Kaufbeuren erhalten hatte.

Die Entscheidung musste also im letzten Spielabschnitt fallen. Beide Mannschaften lieferten sich jetzt einen offenen Schlagabtausch und es entwickelte sich ein sehr ansehnliches und vor allem
spannendes Spiel. Sowohl der Ausbau der Führung für die Gastgeber als auch der Ausgleich für die Gäste war in dieser Phase möglich gewesen. Das Tor erzielte aber erst einmal Rosenheim. TylerMcNeely stellt auf 3:1, da waren noch zwölf Minuten auf der Uhr. Eine Vorentscheidung war dies aber keines Wegs, denn der EVL machte seine Sache auch weiterhin gut und kam nun seinerseits zu guten Chancen.

Der glänzend aufgelegte Finne im Rosenheimer Kasten musste einige Glanzparaden
auspacken um den Anschlusstreffer zu verhindern. Machtlos war der 37- jährige dann aber in der 57. Minute, als ihm die Sicht versperrt war und er einen von Cody Thornton abgefälschten Schuss passieren lassen musste. Jetzt drückte der EVL mächtig auf den Ausgleich und die Starbulls verlegten sich ein ums andere Mal darauf die Scheibe einfach tief zu spielen auf Kosten vieler Icings. Die Hintermannschaft hielt allerdings dem Druck stand, obwohl kurz vor Ende noch Kim Staal eine zwei Minuten- Strafe aufgebrummt bekam und Gästetrainer Andreas Brockmann kurz vor Ende seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte.
Andreas Brockmann lobte seine Mannschaft in der anschließenden Pressekonferenz auch sehr. Sein Team hätte sich einen Punkt verdient gehabt, aber letztendlich waren die Starbulls die clevere
Mannschaft gewesen. „Wir schauen momentan nicht auf die Tabelle, sondern auf unser Spiel und
hoffen darauf, dass unser Lazarett sich bald lichten wird. Ich glaube, wir werden in den Play- offs ein unangenehmer Gegner sein.“ Franz Steer zeigte sich zwar zufrieden mit dem Ergebnis, jedoch nicht mit den begangenen Fehler im Spielaufbau seiner Mannschaft. „Sicher hätte Landshut auch den Ausgleich machen können, aber auch meine Mannschaft hatte einige Chancen liegen lassen um das Ergebnis höher zu schrauben.“
Weiter geht es für die Starbulls am nächsten Wochenende gleich mit zwei Spielen gegen Angstgegner Lausitzer Füchse.

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