Wo sind bezahlbare Wohnungen?

Wasserburg: MdL Markus Rinderspacher zum Thema „Soziale Gerechtigkeit“

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Wasserburgs Zweiter Bürgermeister Werner Gartner moderierte die Diskussion und bedankte sich bei Markus Rinderspacher für den Vortrag: Der SPD–Ortsverein hatte MdL Markus Rinderspacher zu einem Impulsvortrag nach Wasserburg eingeladen. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag referierte zum Thema „Soziale Gerechtigkeit“ und diskutierte anschließend mit den Zuhörern.

Statistisch gesehen gehe es Deutschland und speziell Bayern zwar gut, dennoch drifte es zwischen dem „ganz Oben“ und dem „ganz Unten“ immer weiter auseinander, beschrieb Markus Rinderspacher die aktuelle Situation der Einkommens- und Vermögensentwicklung.

Auch der Mittelstand sei mittlerweile stark betroffen. Selbst für Normalverdiener gebe es kaum mehr erschwingliche Wohnungen, so der SPD-Sozialexperte.

Gegen diese Schieflage habe die SPD ein klares Konzept entwickelt. Gebührenfreie Kindertagesstätten, Verbesserung der Ganztagesschulangebote in den Realschulen und Gymnasien sowie bedürfnisorientierte gerechte Familienarbeitszeiten seien nur einige Eckpfeiler einer sozialen Stärkung.

Die Sozialdemokraten wollen mittlere und untere Einkommen entlasten und Investitionen in den sozialen Wohnungsbau lenken.

Mit großer Sorge blickte Rinderspacher auch auf die Entwicklung in Europa. Der Zulauf zu rechtspopulistischen Parteien wie beispielsweise in Frankreich mit Marine Le Pen, in den Niederlanden mit Geert Wilders oder auch bei der AfD in Deutschland gefährde das Demokratieverständnis in ganz Europa.

Im Hinblick auf den Wahlkampf und die aktuellen Umfragewerte der SPD müsse man jetzt durchschnaufen und anpacken. Vor allem aber müsse man den Blick nach vorne richten, machte Rinderspacher den Mitgliedern im Ortsverein Mut.

Markus Rinderspacher ist seit 2008 Mitglied im Bayerischen Landtag. Er ist Fraktionsvorsitzender der SPD und vertritt die Interessen der Sozialdemokratie im Bayerischen Medienrat, im Kuratorium der Ludwig-Maximilians-Universität, in der Bayerischen Volksstiftung und in diversen anderen Foren.

 

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10 Gedanken zu „Wo sind bezahlbare Wohnungen?

  1. Die SPD ist seit 1998 in Regierungsverantwortung (zuerst mit Schröder als Kanzler und dann als Koalitionspartner).
    Schröder hat die Agende 2010 eingeführt, die verantwortlich für die Verarmung der deutschen Arbeitnehmer ist.
    Damit hat die SPD ihre Stammwähler aufgegeben.

    Auch wurde in dieser Zeit die Wohnbauprämie abgeschafft und der soziale Wohnungsbau auf ein Minimum zurück gefahren.

    Was ist ursächlich für die Wohnungskrise?
    Zu wenige Wohnungen und zu viele Wohnungssuchende – auch durch massiven Zuzug von Fremdländern.

    Dass jetzt ein SPDler über dieses Dilemma, das seine Partei verursacht, schlau daherredet ist schlicht und einfach primitiv. Eigentlich eine Beleidigung des Bürgers, wenn man selbst ein Problem verursacht und dann sich kurz vor der Wahl hervortun will, weil man so tut als würde man was dagegen unternehmen. So dumm sind wir nicht, dass wir eure billigen Lügen nicht erkennen.

    Ok. Die Neubürger fallen schon auf so was rein – daher will im Besonderen die SPD das Wahlrecht für die Neubürger – neue Wähler, die sie für dumm verkaufen kann, nachdem das deutsche Pack (wie Gabriel uns nennt) euren Mist nicht mehr schluckt.

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    1. Ein Wasserburger

      Hetzen und im Internet negative Stimmungen und Botschaften verbreiten ist heutzutage natürlich leicht. Da gibt es dann auch für alles ganz „einfache“ Erklärungen. Anpacken und Engagieren ist out, wäre aber so wichtig und gefragt: Zum Beispiel in der Kommunalpolitik, da kann man dann vor Ort selbst die Weichen stellen und auch das Thema Wohnungsbau mit voranbringen – konstruktiv und positiv!

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      1. Ich find es sinnvoller, für mich selbst den Wohnungsbau voranzubringen, anstatt wie so mancher Linker und Grüner darauf zu warten, dass mir jemand Wohnraum zur Verfügung stellt und der Steuerzahler die Miete zahlt.
        Ich bau mir lieber selber ein Haus, mit meiner Hände Arbeit.
        Das Geld für das Material verdiene ich mit meiner eigenen Hände Arbeit.
        Ich finde das weitaus vernünftiger, als über irgend was zu reden
        Was hat denn der Stadtrat oder die Staatspolitik geschafft? Die Wohnungsnot haben sowohl die Bundes- wie auch die Kommunalpolitiker erschaffen.
        In Deutschland gibt es zu viele Klugschwätzer, die alles besser wissen, aber selbst zu nichts fähig sind.
        In Deutschland gibt es derzeit nicht mal mehr genug Bauarbeiter, um den benötigten Wohnraum in den nächsten Jahren fertig zu stellen.
        Wer ist an diesem Bauarbeitermangel schuld?
        Der Abkassierstaat, der einem Bauarbeiter 40 Prozent vom schwer verdienten Lohn nimmt …
        Daher meine Devise: Weniger für den Staat arbeiten, mehr für sich selbst arbeiten, zum Beispiel in Form vom eigenen Hausbau.

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        1. Das ist ja schön für sie, wenn sie es sich leisten können, sich ein eigenes Haus zu bauen (und hoffentlich den Baugrund dazu nicht im Einheimischenmodell vom Steuerzahler subventioniert bekommen haben). Allerdings ist das dann auch nur eine halbgare Geschichte, wenn sie nicht auch noch die gesamte dazugehörige Infrastruktur (Straßenerschließung, Kanal, Wasser, Telekommunikation und Internet etc.) mit eigener Hände Arbeit und von selbst verdientem Geld errichten. Selbstverständlich auch die Folgekosten – nicht, dass Sie irgendwo im Nirvana gebaut haben und dann erwarten, dass der „Abkassiererstaat“ schon dafür sorgt, dass ihre Kinder mit dem Bus zur Schule gebracht werden.
          Und Ihren Müll entsorgen sie dann künftig auch schön selbst, Ihre Briefe stellen sie selber zu und im Krankheitsfall pflegen sie sich mal schön selbst oder zahlen zumindest so viel Müllgebühren, Porto und Krankenkassenbeitrag, dass es sich dann auch der Müllmann, der Postbote und die Krankenschwester leisten können, für sich selbst den Wohnungsbau nebst den soeben beschriebenen Nebengeräuschen voranzubringen.
          Falls nicht, wäre ihr schöner Beitrag nichts als dummes, populistisches Gewäsch.

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          1. Uiiii.
            Innleiten. Sie haben scheinbar keine Ahnung von der ganz normalen Realität.
            Als Häuslebauer (kein Einheimischenmodell) hat man sämtliche Erschließungskosten selbst zu tragen.
            Straße (Kommune), Wasser und Kanal (Stadtwerke), Medien (Telekom oder Kabel, wenn man das haben will) ist alles selbst zu zahlen. Niemand subventioniert oder schenkt hier dem Häuslebauer was. Vermessung, Notar, alles selbst zu zahlen.
            Innleiten, nach ihrem oben stehenden Kommentar kann man davon ausgehen, dass sie entweder keine Ahnung haben oder ein einfacher Neidhammel sind. Müll, Post usw., ja, auch das zahlt der Hausbesitzer zum Vollkostenpreis vom mit eigener Hände erwirtschafteten Geld – während sich der Hartzler das vom Steuerzahler finanzieren lässt. Irgendwas haben Sie – Innleiten – entweder nicht kapiert oder sie verdrehen absichtlich die Tatsachen.

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          2. Richtig: sie zahlen für Müll, Post usw. – aber zahlen sie auch so viel, dass diejenigen, die bei der Müllabfuhr oder der Post arbeiten, auch so viel verdienen, dass ihnen dabei genug übrigbleibt, sich ein Haus bauen zu können? Dazu reicht deren Verdienst in der Regel nicht. Und warum? Weil sonst Müllgebühren, Post, Krankenversicherung etc. viel, viel teurer sein müssten. Allerdings sind Sie wie wir alle drauf angewiesen, dass jemand den Müll wegbringt, die Post zustellt oder die Kranken pflegt. Und auch diese Menschen müssen irgendwo vernünftig wohnen können. Ihre „ganz normale Realität“, von der sie ja so fürchterlich viel Ahnung haben, würde sonst nämlich so aussehen, dass sie in ihrem tollen, von eigener Hände Arbeit errichteten Häusl hocken und nicht überlebensfähig wären.

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          3. (…)
            Glauben Sie denn, dass nur Akademiker Hausbesitzer sind oder wie?
            Sowohl Postangestellte wie auch Müllwerker, genauso wie Krankenschwestern sind nicht selten Hausbesitzer.
            In meiner Wohngegend bin ich sogar umgeben von Durchschnittsverdienern.
            Natürlich ist es nicht jeden hier möglich, ein Haus fix und fertig hinstellen zu lassen – einige machen viel in Eigenleistung und die Häuser stehen teilweise auf knapp bemessenen Grundstücken und ja – es sind keine Architektenhäuser mit jedem nur erdenklichen Luxus.
            Warum führen Sie hier ausgerechnet Postler, Krankenschwestern und Müllwerker an?
            All diese Leute haben gute Facharbeiterlöhne und daher können sich diese in der Niedrigzinsphase gut Häuser leisten.

            Aber selbst wenn es nicht so wäre bin ich garantiert nicht schuld an den Niedriglöhnen.
            Wer ist wirklich verantwortlich für die Niedriglöhne die dank Zeitarbeit und europaweiten Ausschreibungen sowie Geiz ist Geil Mentalität leider sehr rasant ausbreiten?
            Darüber sollten Sie sich mal Gedanken machen Innleiten.
            Der Krankenkassenversicherte ist der verantwortlich für die Gehälter von Krankenschwestern – so wie Sie Innleiten es mir oben vorwerfen wollten?
            Der Porto zahlende Bürger, der ein Paket von einem Billigpaketdienstleiter zugestellt bekommt ……
            (…)

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        2. Hallo Arthur!
          In dem Deutschland, in dem ich gerade die jobbörse der Arbeitsagentur nach Maurern und Hochbaufacharbeitern („Bauarbeiter“) durchsucht habe, sollte es eigentlich genug Fachkräfte geben, allein im 50km-Umkreis um Wasserburg am Inn 163 Personen, die entsprechende Stellen suchen. In welchem Deutschland sehen Sie den Bauarbeitermangel?

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          1. Die Baufirmen finden niemanden mehr.
            Sowohl die vom Bauhauptgewerbe wie auch vom Baunebengewerbe.
            Die kleinen Familienbetriebe und auch die mittelständischen Bauunternehmer finden niemanden mehr, die die Arbeit macht.
            Auf Stellenanzeigen melden sich wenige bis gar keiner.
            Kann – denke ich mal – jeder heimische Betrieb bestätigen.
            Die oben genannten Firmen brauchen Macher, Könner, Leute die ranklotzen.
            Und die arbeiten lieber in der Industrie – was man verstehen kann.
            Die Arbeit am Bau ist sehr hart, macht über Jahrzehnte kaputt und der Lohn ist niedriger als in der Industrie – trotz Ausbildung.

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  2. Der bau willige

    Würden die Herren von den Behörden mal genau so schnell arbeiten wie bei den Asylanten, dann würde so mancher die Lust auf das Bauen nicht verlieren.
    Aber im Landkreis Rosenheim muss man ja schon bei einer Bauvoranfrage 10 Wochen und länger warten
    Armes Deutschland

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