„Wir“ – eine Utopie

Morgen nächste Dienstagslesung am Theater Wasserburg

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Manifeste und Utopien von 1887 bis 2015 sind in dieser Spielzeit monatlich an einem Dienstag in der Osteria-„Kantine“ des Theaters Wasserburg zu hören – zum Empören, als Antrieb, als Ein- und Ausklang, zum Mitdenken, zum Aufhören, als Ermunterung oder Erheiterung und unter Umständen zum Nachlesen im sortierten Fachhandel. Die nächste Dienstagslesung ist morgen um 21 Uhr. Diesmal wird gelesen aus „Wir“ von Jewgenij Samjatin.
Der russische Literat schrieb diesen Roman 1920. Er entwirft die Utopie eines „Einzigen Staates“, der nach einem 200-jährigen Krieg übrig geblieben ist. Alles ist gleichgeschaltet – Wohn- und Arbeitswelten und Tagesabläufe, „Beschützer“ passen auf, Fortpflanzung steht unter Kontrolle, Kritikfähigkeit und Subjektivität sind begrenzt. Freiheit wird einem Glück geopfert, dessen mathematische Berechnung allerdings noch ein wenig vom Idealzustand entfernt ist. Nur ein einziges Haus aus der alten Welt existiert noch, darin versammelt sich die Opposition um eine Revolution auszulösen …

Karten gibt es bis kurz vor Aufführungsbeginn im Internet über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Buchhandlung Fabula und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg, beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Nik Mayr hat die Lesereihe ins Leben gerufen und liest selbst. Foto: Christian Flamm.

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