„Winterpause“ auf dem Arbeitsmarkt

Stadt und Landkreis: Zahl der Arbeitslosen steigt auf 10 200

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Wegweiser ArbeitsamtRosenheim/Landkreis – „Wie erwartet ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar – trotz zunächst frühlingshafter Temperaturen – angestiegen. Bereits im Dezember zeichnete sich ab, dass viele Firmen, deren Mitarbeiter in witterungsabhängigen Berufen tätig sind, diese entlassen werden. Da die Firmen, die in Außenbereichen arbeiten, fest mit einem Wintereinbruch im Januar gerechnet hatten, hatten sie die Kündigungen ausgesprochen, nur wenige wurden zurück genommen. So hat sich die Zahl der Arbeitslosen von 8.580 auf jetzt 10.200 im Januar erhöht“, bilanziert Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim.

Cujai weiter: „Ein Anstieg in dieser Größenordnung von Dezember auf Januar ist allerdings durchaus üblich. Ich hoffe aber, dass ein Großteil der so genannten „Wiedereinsteller“ sehr schnell auf die Baustellen, beziehungsweise die sonstigen witterungsabhängigen Arbeitsplätze zurückkehren. Denn die Auftragslage ist – wie uns die Firmen signalisieren – ausgesprochen gut, und das Wetter würde ja auch mitspielen.“

Die Arbeitslosenquote ist von 3,1 auf 3,7 Prozent angestiegen, im Vorjahr betrug die Januarquote ebenfalls 3,7 Prozent. Der Arbeitsmarkt in Stadt und Landkreis Rosenheim, sowie in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz Wolfratshausen (= Agenturbezirk Rosenheim) ist also weiterhin stabil. Die Arbeitslosenquote ist jahreszeitlich bedingt bei den Männern höher als bei den Frauen, denn in den typischen Bau- und Außenberufen arbeiten überwiegend Männer. Deren Arbeitslosenquote hat sich von 3,2 Prozent im Dezember auf nunmehr 4,1 Prozent erhöht, bei den Frauen dagegen ist die Arbeitslosenquote nur um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent angestiegen.

Bei den jüngeren Menschen ein Anstieg um 28 Prozent!

Die Agenturleiterin ergänzt: „Monat für Monat schauen wir uns die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit und der älteren Arbeitslosen an. Der Januar verzerrt zwar – mit den gemeldeten Männern und Frauen, die wieder von ihrem bisherigen Arbeitgeber eingestellt werden und daher nur kurzfristig arbeitslos – das Bild, dennoch ist bei den jüngeren Menschen ein Anstieg um 28 Prozent zu verzeichnen. In Anbetracht der Diskussion um die Fachkräftegewinnung wollen wir diejenigen, die noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, ansprechen und motivieren, eine Ausbildung zu machen oder den Berufsabschluss nachzuholen.“

Von den insgesamt 10 200 Arbeitslosen sind 960 (plus 60 zum Vorjahr) unter 25 Jahre alt, 2 370 (plus 140 zum Vorjahr) gehören zur Altersgruppe der über 55jährigen, 2 060 (plus 80 zum Vorjahr) sind Langzeitarbeitslose, das heißt sie sind seit einem Jahr und länger ohne beitragspflichtigen Job.

Der Arbeitsmarkt In den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

 Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent. Derzeit sind 1 856 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 196 auf 852. Für 1 004 SGB II-Kunden, 34 mehr als im Dezember, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.

 Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 3,3 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Hier sind 2 856 Männer und Frauen bei der Hauptagentur Rosenheim arbeitslos gemeldet, 718 mehr als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 473 erwerbslose SGB II-Kunden (83 mehr als im Dezember). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt demzufolge bei 4 329.

 

 Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Januar aktuell die zweitniedrigste Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent aus. Das entspricht 2 211 beschäftigungslosen Bürgern. Davon sind 1 410 Männer und Frauen, 298 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 801 (39 mehr als im Dezember) werden vom Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut.

 

 Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 800 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 3,6 Prozent entspricht. Davon sind 1 208 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 218 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Deren Jobcenter betreut 592 Arbeitslose, 32 mehr als im Dezember.

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