„Wichtiger Sieg für den Kopf!“

Wasserburg gewinnt in dritter Pokal-Runde gegen Bamberg

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basketballNach dem ersten Viertel stellte sich nicht mehr die Frage, ob der TSV Wasserburg die Pokalbegegnung gegen den DJK Brose Bamberg gewinnt, sondern nur noch wie hoch. Letzten Endes siegte das Team von Bastian Wernthaler am Sonntag in der Badria-Halle vor etwa 500 Zuschauern ungefährdet mit 94:55 (48:20) und ist nun im Kampf um den Pokal der DBBL mehr als verdient eine Runde weiter.

„Gerade nach der Europapokal-Niederlage war dieser Sieg sehr wichtig, weil wir da nicht gut gespielt haben“, meinte der Wasserburger Coach im Anschluss an die Begegnung. „Da ist das für den Kopf gut, wenn wir so ein Spiel locker durchspielen können.“

In einer breiten Rotation kamen alle Spielerinnen aufs Parkett und auch Wasserburgs Neuzugang die Serbin Iva Roglic gab vor den Wasserburger Fans ihren Einstand. „Ich bin mit Ihr recht zufrieden“, beurteilt Wernthaler deren bisherige Leistungen. „Bei ihr fehlt verständlicher Weise noch die Bindung ans Spiel aber sie ist sehr athletisch und emotional. Das gefällt mir sehr gut.“ Und in der Tat: in den knapp zwanzig Minuten, die sie auf dem Parkett zubrachte, machte Roglic acht Punkte und holte sechs Rebounds. Mit Sicherheit wird sie künftig das Wasserburger Spiel mit gestalten.

Die Partie gegen die Bambergerinnen war weitestgehend ohne Überraschungen. Auf Seiten der Franken bestach vor allem die 22jährige Taleya Mayberry, die mit ihren 166 Zentimetern Körpergröße mehr als einmal die Wasserburger Defense stehen ließ und in diesem Spiel 30 Punkte für ihren Verein machte. Das war aber auf Seiten der Gäste schon der einzige Höhepunkt. Denn deren Trefferquote, gepaart mit der soliden Defense der Gastgeberinnen, führte schon nach den ersten zehn Minuten zu einer deutlichen Wasserburger Führung (30:09). Maßgeblich beteiligt an der hohen Führung war Anne Breitreiner, die in der neunten Minute bereits ihren dritten erfolgreichen Dreier landen konnte.

Im zweiten Viertel sorgten die Top-Scorerin des Wasserburger Spiels Tiina Sten zusammen mit Svenja Brunckhorst und Emma Cannon dafür, dass sich die Kontrahenten mit einer 28-Punkte-Führung des TSV in die Kabinen verabschiedeten (48:20).

Danach ließ Coach Wernthaler keine seiner Spielerinnen mehr auf der Bank sitzen, brachte Miriam Zeller ins Spiel, die punkten konnte. Lena Aß und Lena Kaup folgten und bekamen ihre Minuten auf dem Par-kett, auf dem der TSV seinen Vorsprung zum Ende des dritten Viertels weiter ausbauen konnte (78:42).

Im letzten Viertel nahmen die Wasserburgerinnen dann etwas den Fuß vom Gas, ohne dass das aber etwas an der Situation der Bambergerinnen geändert hätte. Zwar konnten die ihr Punktekonto durch Treffer von Meyberry, Liisi Sokman und Alina Hartmann weiter aufstocken, was aber nur statistischen Wert hatte. Denn auch auf Wasserburger Seite vergaß man das punkten nicht. Und Emma Cannon, Tiina Sten, Svenja Brunckhorst und Iva Roglic erweiterten souverän die Distanz auf 39 Zähler.

Unterm Strich meldeten sich Wasserburgs Basketball-Damen nach ihrem Einsatz in Frankreich eindrucksvoll bei ihren Fans in der heimischen Badria-Halle zurück. So, als wollten sie sagen: „Mit uns ist jederzeit zu rechnen, auch in der nächsten Eurocup-Begegnung.“

Es spielten: Tiina Sten (19 Punkte), Emma Cannon (16), Svenja Brunckhorst (16), Anne Breitreiner (16), Iva Roglic (8), Stephanie Wagner (6), Melissa Jeltema (5), Martina Dover (4), Rebecca Thoresen (2), Miriam Zeller (2), Lena Aß und Lena Kaup. MJV

 

 

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