Wer hätte das gedacht: Vorzeitiger Klassenerhalt!

Für Eiselfings Mädls in der dritthöchsten, deutschen Volleyball-Liga - „Hut ab“

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Eisel„Hut ab vor dieser Leistung“ so lautete das knappe, aber treffende Resümee von Trainerin Claudia Heidlinger! Nach dem harten Kampf ihrer Volleyball-Schützlinge beim 3:2-Sieg gegen den TV Planegg-Krailling (wir berichteten). Dass sich dieses Kompliment auch auf den gesamten Saisonverlauf übertragen lässt, wurde erst am Sonntag klar, als Planegg erneut unterlag und somit neben Schwabing und Veitsbronn als dritter Absteiger feststeht. Das heißt für die Volleyballerinnen des TSV Eiselfing: Vorzeitiger Klassenerhalt in der dritthöchsten deutschen Spielklasse! Und davor kann man wirklich nur den Hut ziehen!

Und das mit einem Kader, der fast ausschließlich aus der eigenen Jugend rekrutiert wurde und Spielerinnen, die allesamt aus dem kleinen Eiselfing und naher Umgebung stammen! So konnten sich die Kleeblätter gegen große Namen wie Nürnberg, Dresden und Altdorf durchsetzen und haben mit drei verbleibenden Spielen sogar noch Chancen, auf Platz sechs der Tabelle vorzurücken.
Das entscheidende Spiel zum Verbleib in der Liga fand am Samstag vor ausverkauftem Haus in Eiselfing statt. Der TV Planegg Krailling, als direkter Verfolger, konnte am vorherigen Spieltag einen Überraschungserfolg gegen Dresden verbuchen und ging entsprechend motiviert zu Werke. Spielmacherin Gräser konnte von Anfang an auf eine sehr stabile Annahme um Libera Pauker bauen und hatte in der Ballverteilung freie Auswahl.

Vor allem über die Mittelpositionen kam Eiselfing mit Theresa Hainzlschmid und Katrin Krieger spektakulär zu Punkten. Doch Planegg hielt verbissen dagegen und hatte mit Sabine Eierle, als mehrfacher bayerischer Beachmeisterin, auch durchschlagende Argumente auf der Außenposition. Die Gäste agierten abgezockter und gingen rechtzeitig zum Satzende mit 23:21 in Führung. Trainerin Heidlinger brachte Bachleitner und Delker für Gräser und Huber. Als Jüngste im Team hatte ausgerechnet Sandra Bachleitner die stärksten Nerven und sicherte mit tollen Aufschlägen den Satzgewinn bei 25:23 im Alleingang.

Nach dem Seitwechsel drehte die Heimsechs in alter Startformation erst richtig auf und zeigte erneut warum auch Spitzenteams wie der Vfl Nürnberg hier schon scheiterten: Solide Ballannahme, schnelle Ballverteilung und eine überragende Defensive auf jeder Position sicherten den Damen in grün schnell den zweiten Satz. Bei 18:10 war der Widerstand der Münchner Vorstädter gebrochen und Eiselfing holte den zweiten Satz ungefährdet mit 25:15.

Doch wer ein schnelles Ende erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt, denn Planegg warf nun nochmal alles in die Waagschale und machte unbeeindruckt vom Satzrückstand weiterhin ordentlich Druck. Beim Heimteam zeigte sich nun erstmals der Kräfteverschleiß. Die weiterhin langen Ballwechsel konnten nun immer öfter die Gäste erfolgreich abschließen und Eiselfing tat sich zunehmend schwerer, den Ball auf den Boden zu bringen. So schaffte Planegg, nach intensivem Kampf, mit 25:19 und 25:21 doch noch den Satzausgleich.

„Eiselfing hat die geilsten Fans der Welt!“

Angestachelt durch ihren leidenschaftlichen Hallensprecher und Ex-Trainer Dieter Heidrich und mit einem phantastischen Publikum im Rücken legten die Kleeblätter im entscheidenden fünften Durchgang einen Bilderbuchstart hin und wechselten zum letzten Mal mit einer 8:2 Führung die Seiten.

Planegg konnte nochmal auf 7:9 verkürzen, doch niemand im Team wollte jetzt noch die Punkte aus der Hand geben. In einem letzten Kraftakt machte Eiselfing mit 15:8 den Deckel drauf und kann zurecht stolz auf eine Super-Saison im dritten Oberhaus sein.     ms

Foto: TSV Eiselfing

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