Wasserburg verpflichtet vier „Sensationen“!

Fünf Ligen nach unten: Haas-Familie und Niki Wiedmann wechseln zum TSV

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NikiWasserburg – Was schon seit Wochen als Gerücht unter den Fußballern der heimischen Ligen kursierte, ist jetzt tatsächlich Wirklichkeit: Der TSV Wasserburg hat vier Neuzugänge für die kommende Saison verpflichtet, die eine Sensation darstellen: Mit Matthias Haas (1860 Rosenheim), Dominik Haas (SV Amerang), Georg Haas (TSV Grafing) und Niki Wiedmann (Foto – 1860 Rosenheim) kommen vier Spieler in die Innstadt, die wie Matthias und Niki auf jeden Fall fünf Ligen nach unten (!) wechseln – von der Regionalliga über die Bayernliga, die Landesliga, die Bezirksliga und Kreisliga in die Kreisklasse – und falls Wasserburg absteigt – derzeit sind sie Tabellenletzter – wechseln diese jungen Männer in die A-Klasse!

Die Hammer-Nachricht mitten im spannenden Fußballsaison-Finale in der Heimat: Was Kopfschütteln bei vielen Fußballern und Funktionären der anderen Vereine auslöst – vor allem bei den Kollegen in der Kreisklasse und in der A-Klasse – macht die Abteilungsleitung um Simon Stürmlinger hocherfreut: die definitiven Zusagen von gleich allen vier Spielern! Der neue Abteilungsleiter kennt die vier persönlich, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung des TSV und hatte im Vorfeld die Gespräche geführt. „Jetzt kann man in Wasserburg wieder optimistisch in die Zukunft blicken, egal wie diese Saison zu Ende geht“, so der einstimmige Konsens aller Verantwortlichen.

Ein Zitat aus der offiziellen Presseerklärung: Toll sei an der Sache, dass die Spieler nicht wegen des Geldes wechseln würden, sondern etwas bewegen und gemeinsam die sportliche Trendwende in Wasserburg einleiten wollen. So der TSV Wasserburg in dem Schreiben. Sie seien miteinander verwandt – Brüder, Cousins bzw. befreundet – und würden in und um Wasserburg leben und arbeiten.

Alle vier seien sportlich, menschlich und charakterlich absolut ein Glücksgriff für den Verein – „wir finden das super, dass sich Spieler mit einer Stadt und seinem Verein schon im Vorfeld so stark identifizieren können“, so die Abteilungsleitung.

Alle drei Spieler mit dem Familiennamen Haas – Dominik und Matthias sind Brüder, Georg der Cousin – kommen eigentlich aus der Jugend des SV Ramerberg, der ihr Heimatverein war und sie haben noch nie für den TSV Wasserburg gespielt. Niki Wiedmann ist ein gebürtiger Stuttgarter. Er war Schweizer Meister und spielte schon für den FC Basel, FSV Mainz 05 und zuletzt eben – zur Zeit – beim Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim.

Hier die Kurzportraits samt Statements der Spieler, die uns vom TSV Wasserburg mit der Presseerklärung erreichten: 

Matthias Haas

24 Jahre

Bisherige Vereine: SV Ramerberg, FC Bayern München, Hamburger SV, FC Ingolstadt 04, 1860 Rosenheim

Größte Erfolge: 3. Platz U17 WM in Südkorea, Deutscher U17 Meister mit dem FC Bayern, DFB-Pokal-Einzug mit 1860 Rosenheim (2013)

Bekannteste Mitspieler: Thomas Müller, Toni Kroos, Heung-Ming Son, Niki Wiedmann

Als angehender Bankkaufmann bei der Sparkasse Wasserburg möchte ich den Schwerpunkt bewusst auf meinen beruflichen Werdegang legen und habe mich deshalb dazu entschlossen, von 1860 Rosenheim zum TSV 1880 Wasserburg zu wechseln. Nun möchte ich die Region nicht nur in Sachen Finanzen unterstützen, sondern auch die Wasserburger Löwen auf ein sportliches Niveau bringen, das der Stadt und dem Umfeld gerecht wird. Unser Ziel ist es, die Region wieder für den Fußball in Wasserburg zu begeistern“

Niki Wiedmann

24 Jahre, gebürtiger Stuttgarter, seit 2013 in Rosenheim

Bisherige Vereine: VFB Stuttgart, FC Basel, FSV Mainz 05, TSV 1860 Rosenheim

Größte Erfolge: Schweizer Meister

Bekannte Mitspieler: Xherdan Shaqiri, Sami Khedira

„Nachdem ich zum ersten Mal über die Stadt Wasserburg blickte, sprang sofort der Funke des Wasserburger Flairs auf mich über. Das Interesse an dieser Stadt war groß. Durch die Familie Hain erhielt ich dann auch schnell Einblick in die Geschichtsbücher der glorreichen Löwen. Ich habe große Lust darauf, dem Verein zu helfen, wieder an diese erfolgreiche Zeit anzuknöpfen“

Dominik Haas

30 Jahre

bisherige Vereine: SV Ramerberg, FC Bayern München, SpVgg Unterhaching, SV Heimstetten, TSV 1860 Rosenheim, SV Amerang

Größte Erfolge: 2mal deutscher A-Jugend Meister mit dem FC Bayern, Aufstiege mit Rosenheim in Bayernliga und Regionalliga, DFB Pokal Einzug mit Rosenheim

Bekannteste Mitspieler: Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Markus Feulner, Piotr Trochowski

„Egal in welcher Klasse wir nächste Saison spielen, ich freue mich schon sehr auf die neue Herausforderung. Ich möchte mithelfen, eine Trendwende zu schaffen. Eine so tolle Stadt wie Wasserburg hätte es eigentlich verdient, höherklassiger zu spielen. Ich hoffe, dass wir eine schlagkräftige, sympathische Mannschaft haben werden und mit gutem Fußball die Zuschauer für uns begeistern können. Längerfristig muss es das Ziel sein, junge Talente zu fördern und für den Fußball in Wasserburg gewinnen zu können. Die nächsten Wochen werde ich aber nochmal alles geben, um mit dem SV Amerang möglichst um die vorderen Plätze der Kreisliga mitzuspielen. Das Jahr in Amerang hat mir sehr gut gefallen und damit fällt mir trotz der Vorfreude der Abschied nicht leicht“

Georg Haas

Position: Torwart

31 Jahre

Bisherige Vereine: Ramerberg (Jugend), 1860 Rosenheim, TSV Bad Endorf, TSV Grafing.

„Ich möchte im Herbst meiner Karriere mit meinen Cousins, den Haas‘ Brüdern zusammenspielen. Sehr reizvoll ist auch die Herausforderung, Teil eines „Neuanfangs“ zu sein, um einen Traditionsverein wie den TSV 1880 Wasserburg wieder nach oben zu bringen! Auch wenn ich mich auf die neue Aufgabe in Wasserburg sehr freue, ist es mir sehr schwer gefallen, nach 8 Jahren in Grafing das Team zu verlassen.“

Siehe auch unsere heutige Umfrage zu dieser Nachricht bei Vereinen der Nachbarschaft (einfach anklicken):

„Nein, zum Verstehen ist so was nicht!”

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4 Gedanken zu „Wasserburg verpflichtet vier „Sensationen“!

  1. Des moan i: Wenn ich das schon höre, was aufbauen, Wasserburger Flair,
    junge Talente zu fördern usw..
    Es geht nur ums Geld. Liebe Wasserburger, Ihr macht den selben Fehler wieder, den Ihr schon einmal gemacht habt. Steckt das Geld lieber in die Jugendarbeit, dann habt Ihr auf lange Sicht was davon. Ich bin mir sicher das 99% der umliegenden Vereine genau so denken. Also nichts für unguad. Ich bin ehrlich und des is mei Meinung.

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    1. Do host scho recht, für a paar Wurstsemmeln spuin de ned.

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  2. Seid’s hoid ned gar so neidig … is‘ doch schee, wenn ma solchane Fuaßballer jetzt bei uns hom und de ned in Rosenheim spuin oder sonst wo …

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  3. Wasserburger

    Wasserburg hat halt nunmal deutlich mehr Flair als Edling oder Ramerberg 😉

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