Wasserburg im deutschen Pokal-Halbfinale!

Hoher Sieg gegen Herne in der heimischen Badria-Halle

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CannonWasserburg – Jubel um die Basketball-Damen, die im Pokal-Halbfinale stehen: Überlegen besiegte der TSV Wasserburg am Sonntag den Herner TC im Viertelfinale mit 84:65 (40:30) in der heimischen Badria-Halle. Es ist eine fast schon undankbare Rolle, die das Team von Wasserburgs Trainer Bastian Wernthaler derzeit einnimmt: immer die des Favoriten. Egal auf welchen Gegner die Mannschaft auf Bundesebene trifft, man erwartet einen sicheren Sieg. So schien es um so überraschender, dass zu Beginn der Partie gegen den Herner TC die Gäste in Führung gingen. Erstmal …

Es dauerte fünfzehn Minuten, bis sich der heißeste Anwärter auf den Pokal der DBBL das Spiel zu eigen machte. Herne führte auf dem Wasserburger Parkett in der 9. Minute bereits mit acht Zählern (11:19) und auch nach dem ersten Viertel trennte Wasserburg eine Sechs-Punkte Distanz von den kraftvoll agierenden Westfälinnen. Vor allem deren Spielerinnen wie die Aufbauspielerin Quenice Davis (15 Punkte), Centerin Lisa Koop (12) und Flügelspielerin Katarina Flaserova (12) ließen  ein ums andere Mal die Wasserburger Defense im Regen stehen. Zudem gelang den Innstädterinnen zu selten der konsequente Abschluss des eigenen Angriffs.

Dieser Vorsprung zog sich auch noch bis in die Mitte des zweiten Viertels hinein, ehe die Wasserburger Rakete dann endlich zündete. Was folgte war ein 18:2-Run der Gastgeberinnen, der nicht nur die deutliche Führung zur Halbzeit brachte (40:30), sondern auch den Spielfluss der Hernerinnen stoppte. Plötzlich war es das Spiel der Wasserburgerinnen und auch die über 500 Fans in der Badria-Halle waren wieder wach.

„Wir haben uns da selber rausgezogen“, resümiert Bastian Wernthaler diesen Spielabschnitt. „In der zweiten Halbzeit haben wir spielerisch überzeugen können.“ Und so war dieser Sieg keinen Einzelleistungen geschuldet, sondern dem gesamten Team anzurechnen.

Fünf Spielerinnen punkteten zweistellig, hervorzuheben wäre lediglich Centerin Emma Cannon (unser Foto), die neben ihren 17 erzielten Punkten stolze 19 Rebounds auf ihrem Konto verbuchen konnte.

In der zweiten Hälfte demonstrierte der deutsche Meister dann nicht nur seine Überlegenheit, sondern unterstrich noch einmal den Grund, warum man seit Wochen mit Abstand die Bundesliga-Tabelle anführt. Mit 25 Punkten kurz vor Ende des dritten Viertels hatten sich die Damen vom TSV einen Vorsprung herausgearbeitet, den es im letzten Viertel nur noch zu verwalten galt. Wernthaler brachte die gesamte Bank aufs Parkett und auch Wasserburgs Neuzugang Breanna Brock gab mit vier Punkten seinen Einstand.

Es spielten: Emma Cannon (17 Punkte), Anne Breitreiner (16), Melissa Jeltema (13), Stephanie Wagner (13), Martina Dover (10), Tiina Sten (7), Breanna Brock (4), Svenja Brunckhorst (2), Rebecca Thoresen (1), Lena Kaup (1), Verena Wernthaler und Lena Aß. – mjv

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