Was die Großeltern noch konnten

Zum Brauchtum vergangener Zeiten - Diesmal: Honigbienen züchten!

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Beim Bauern Milch holen, Socken stopfen, ein Feld mit der Hand pflügen – Oma und Opa wussten sich noch selbst zu helfen! ,,Was die Großeltern noch konnten“, so heißt unser Serie rund um die Handwerkskünste, Bräuche und Gepflogenheiten der Generation der Großeltern. Heute geht es um Anton Horn aus Griesstätt, der seit rund 50 Jahren selbst Bienen züchtet und schmackhaften Honig produziert.

Vor rund 50 Jahren war Anton Horn aus Zufall mit der Imkerei in Berührung gekommen: „Ein Freund von mir hatte damals einen Schwarm in Kornberg entdeckt. Bis dahin hatte ich mit Bienen noch nichts am Hut – doch dann hab ich mir eine Schachtel besorgt und bald meine ersten zwei Völker besessen.“

 

 

 

Von da an hatte den Griesstätter das Imker-Fieber gepackt: Zuerst kaufte er sich ein Bienenhäuschen für zehn Völker (Bild oben), dann einen umgebauten Bauwagen (Bild links) und schließlich ein kleines Grundstück für ein Bienenhaus. Zwischenzeitlich besaß er über 40 starke Bienenvölker und war 30 Jahre lang in der Vorstandschaft des Imkervereins Griestätt.

 

 

 

 

 

Fürsorglich blieb Horn immer auf dem neuesten Stand, was die Pflege seiner gelb-schwarzen Tierchen betraf: „Ich bin irgendwann auf erweiterbare Beuten umgestiegen, damit mir meine Völker nicht schwärmen. Gegen Varoa-Milbenbefall habe ich verschiedene Methoden ausprobiert, zum Beispiel den sogenannten Mite-Zapper. Am effektivsten ist hier immer noch Ameisensäure auf einem Fließ, darunter ein zweites Tuch zum Auffangen.“ Die sogenannten erweiterbaren Beuten (das Bienenhaus) brauchte Horn, da bei einem Bienenschwarm – genau wie bei einer Familie – irgendwann ein Teil ausziehen muss, wenn es zu viele werden. Die umherschwirrenden Bienenfamilien bauen sich meist dort einen Unterschlupf, wo sie ungern gesehen sind – zum Beispiel in Dachvorsprüngen oder mitten in der Altstadt.

 

Mittlerweile hat Horn seinen Bienenbestand wieder etwas verkleinert. Noch immer pflegt er rund zehn starke Völker – einen Teil davon im Bienenhaus in Streifl bei Griesstätt (Bild unten) und zwei im eigenen Garten. Jetzt im Frühling beginnt für die kleinen Summer die Bestäubungszeit.

 

 

Und wie schmeckt der hausgemachte Honig? „Der Honig meiner Bienen ist ein feiner, süßer Mischhonig. Mit einem holzigen Waldaroma und der Süße vom Springkraut – perfekt fürs Honigbrot!“ HF

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