War’s das mit dem Sommer 2014?

Kommendes Wochenende wird ziemlich herbstlich

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wetterDer Sommer 2014 war bisher ziemlich abwechslungsreich und spektakulär. Schon vor einigen Wochen prägte das Wetterportal wetter.net den Begriff „Tropensommer“. Die Luft war nämlich oftmals so schwül, wie in den Tropen. Auch die immer wieder auftretenden Gewitter brachten analog zu den Tropen heftige Regenfälle. Jetzt steht das erste richtig herbstliche Wochenende bevor, meint unser Wetterexperte Dominik Jung.

Immer wieder und über das ganze Land verteilt brachte dieser Sommer heftige Gewitter mit zahlreichen Schäden, dabei traf es aber nicht jeden. Aber: der Sommer 2014 brachte auch spürbar höhere Temperaturen als im langjährigen Mittel. Von Anfang Juni bis jetzt liegen die durchschnittlichen Temperaturen rund 1,4 Grad über den langjährigen Mittelwerten.

Zu nass bedeutet also in diesem Fall nicht zwangsläufig auch zu kühl. Auch mit Sonne hat der Sommer nicht gespart. Der Juni brachte ein Sonnenplus von 15 Prozent, der Juli immerhin noch von knapp zehn Prozent.

Die schwül-warme und gewittrige Wetterlage schien festgefahren. Doch dann kam am vergangenen Wochenende ex-Hurrikan Bertha und dieser hat wie angekündigt die Großwetterlage auf den Kopf gestellt und den Tropensommer von einem auf den anderen Augenblick einfach abgeschaltet. Die Temperaturen sind teilweise um mehr als 10 Grad gefallen. Die 30-Grad-Marke wurde in dieser Woche nirgendwo mehr erreicht.

„Ganz im Gegenteil. Nun steht uns offenbar sogar schon ein richtig herbstliches Wochenende vor der Tür. Vom Hochsommer sind wir sehr weit entfernt und ob der dieses Jahr noch mal wieder kommt, ist mehr als fraglich“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Das merken wir vor allen Dingen in der Nacht und am frühen Morgen. Die Nächte der letzten Wochen waren oftmals zum Schlafen sehr unangenehm. Es war schwül und selbst nachts lagen die Werte um oder sogar leicht über 20 Grad. Man spricht dann von einer tropischen Nacht. Nun ist aber alles anders.

Am kommenden Sonntagmorgen können wir uns flächendeckend auf Frühwerte zwischen 7 und 12 Grad einstellen. Selbst am Tag wird nur noch selten die 20-Grad-Marke überschritten. Wer zum Wandern in Österreich oder der Schweiz ist, der könnte es in höher gelegenen Alpentälern sogar mit Bodenfrost zu tun bekommen.

Wetter.net hatte dieses „Sommerloch“ schon vor rund einer Woche angekündigt und es schlägt nun voll zu. Nach den aktuellen Berechnungen dauert das kühle, zweitweise nasse und windige Wetter nicht nur am Wochenende, sondern auch die gesamte nächste Woche an. Besonders nass könnte es demnach an den Küsten von Nord- und Ostsee werden, die bisher in diesem Sommer eher vom Sommer bevorzugt waren. Doch damit scheint nun Schluss zu sein.

„Ein Urlaub an den Küste wird in den nächsten Tagen zu einer richtig herbstlich-kühlen und feuchten Angelegenheit. Wer Strand mit Sonne und Wärme möchte, der muss ans Mittelmeer reisen. Die großen Reiseveranstalter wird das aktuelle Wetter freuen“ so Wetterexperte Jung.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage im Detail:

Freitag: 15 bis 23 Grad, erst freundlich, später aus Südwesten Regen und Schauer die sich über das ganze Land ausbreiten

Samstag: 17 bis 22 Grad, überall Schauer, im Süden auch längere Zeit Regen

Sonntag: 17 bis 23 Grad, vielfach freundlich, immer wieder scheint die Sonne, Ausnahme: im Nordwesten gibt es viele Wolken und immer wieder fällt an der Nordsee Regen

Montag: 16 bis 22 Grad, Schauerwetter im ganzen Land, südlich des Mains freundlich, Richtung Küste dagegen viele Wolken und immer wieder Schauer, an der See sehr windig

Dienstag: 16 bis 20 Grad, teils Sonne, teils Wolken und ab und zu Schauer, an der Küste windig

Mittwoch: 17 bis 24 Grad, an der See weiterhin Schauerwetter, sonst immer wieder Sonnenschein und weitgehend trocken

Donnerstag: 16 bis 20 Grad, im Norden weiter schaurig, sonst scheint oft die Sonne

Freitag: 16 bis 20 Grad, meist freundlich, aber ziemlich kühl

 

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