War Mangfall-Katastrophe Wasserburgs Rettung?

Feuerwehr und WFV raten zur Wachsamkeit

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(kr) Hochwasser SonntagRiesenglück für Wasserburg. Die Altstadt blieb beim jüngsten Hochwasser zum Großteil verschont, die Schäden hielten sich – auch Dank des großen Engagements der Einsatzkräfte – im Rahmen. Ganz anders in Kolbermoor und Rosenheim. Dort richtete die Mangfall Millionenschäden an. War das die Rettung für Wasserburg?

„Könnte sein“, sagt Thomas Rothmaier, Sprecher der Wasserburger Wehr. „Der Pegel des Inn wäre sicher noch ein gutes Stück angestiegen, hätte es in Kolbermoor und Rosenheim nicht diese gewaltigen Ausuferungen der Mangfall gegeben. Dann hätte der Zufluss seine ganze Wasserlast an den Inn abgeben. Wir hatten also Glück.“ Die Feuerwehr rate besonders den Anwohner der Altstadt, sich bei ähnlichen Katastrophenlagen rund um die Uhr zu informieren, wie die Entwicklung des Pegelstandes ist. „Ab 6,70 Meter wird’s kritisch. Steigt der Inn dann noch schnell, ist es durchaus ratsam, alles Wichtige aus dem Keller zu holen, denn bei acht Metern schwappt das Wasser über.“

Baggern für mehr Platz: Das nächste Hochwasser kommt bestimmt: Foto: KR

Baggern für mehr Platz: Das nächste Hochwasser kommt bestimmt: Foto: KR

Dessen ungeachtet habe sich der Hochwasser-Einsatzplan, den alle verantwortlichen Stellen nach dem großen Hochwasser von 2005 ausgearbeitet hatten, sehr bewährt. „Wir waren rasch an allen Brennpunkten, konnten alle Probleme zeitnah abarbeiten“, so Rothmaier. Insgesamt sei der Einsatz diesmal perfekt verlaufen. „Was uns besonders gefreut hat, war die Unterstützung durch die Bevölkerung. Die Leute haben uns mit Brotzeit versorgt. Das war toll.“ Es hätte sogar Freiwillige gegeben, die in der Küche der Feuerwehr für die Einsatzkräfte gekocht hätten. „Wir sagen ein herzliches Danke dafür.“

„Wir hatten doch ziemliches Glück“, meint auch Christine Deliano, die Hochwasser-Beauftragte des Wasserburger Wirtschafts-Förderungs-Verbands (WFV). In einem Schreiben an die Mitglieder rät sie deshalb auch zur Wachsamkeit: „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser.“ Aus diesem Grund sollten Geschäfts- wie Privatleute unbedingt prüfen, ob sie eine Elementarversicherung für ihre Gebäude abgeschlossen hätten, die auch Hochwasserschaden beinhalte. „Bei einer echten Katastrophe kann ein Hochwasserschaden sehr schnell existenzbedrohend sein.“

Grundsätzlich sei so eine Versicherung für Wasserburger Gebäude möglich. „Außerdem besteht die Möglichkeit, das Haus oder Geschäft grundwasserfest zu verbauen. Nicht zu vergessen sind die Pumpen für den Keller.“

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