Vor Zwangsheirat geflohen

Mutter wollte ihre Tochter vor Ehe retten - Falsche Papiere lagen auf Bus-Toilette

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Die Bundespolizei in Rosenheim hat gestern zwei Afrikanerinnen in einem Reisebus festgenommen. Mutter und Tochter aus Somalia verfügten nicht über die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik, heißt es heute. Wie sich herausgestellt habe, war die Mutter mit dem Mädchen offenbar vor deren Zwangsheirat geflohen.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Beiden beim Einstieg in den Bus in Italien offenbar Dokumente vorgezeigt hatten. Daraufhin durchsuchten die Beamten den Bus. In der Bordtoilette fanden sie mehrere italienische Ausweise mit Lichtbildern der Frauen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich dabei um Fälschungen handelt.

In der Rosenheimer Dienststelle berichtete die 43-Jährige, dass ihre Tochter in Somalia mit einem deutlich älteren Mann verheiratet werden sollte. Deshalb hätten sie ihre Heimat verlassen. Die Dokumente und Bustickets für die Fahrt nach Deutschland, hatte die Mutter offenbar für 600 Euro in Italien gekauft.

Die somalischen Staatsangehörigen baten bei der Bundespolizei um Schutz. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

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