Von Platz eins bis vier ist alles möglich

Zwei Heimspiele für die Starbulls Rosenheim

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LOGO NEGATIVRosenheim – Mit einem Doppelheimspiel-Wochenende geht das Mammutprogramm für Rosenheims Eishockeyspieler zu Ende. Den Auftakt macht am Freitag ab 19.30 Uhr das Spiel gegen Aufsteiger Bad Nauheim, am Sonntag ab 18 Uhr ist dann der Tabellendritte Bremerhaven zu Gast im Kathreinstadion. Derweilen gibt es Anlass zur Hoffnung, denn mit Kim Staal, Fabian Zick und Max Renner könnten drei Akteure wieder in den zuletzt arg dezimierten Kader der Starbulls zurückkehren. Tobias Thalhammer fällt auch weiterhin aus.

Ein höchst unterschiedliches Programm wartet als an diesem Wochenende auf die Starbulls und beide Aufgaben haben es durchaus in sich. Während der zuletzt stark formverbesserte Aufsteiger aus Bad Nauheim noch mit aller Macht um die Teilnahme an der Play- off Runde kämpft, hat Bremerhaven sogar die Chance an die Tabellenspitze vorzudringen. Die Pinguins spielen an diesem Wochenende nämlich gegen die beiden vor ihnen platzierten Teams aus Landshut und Rosenheim, bei nur noch zwei Punkten Rückstand.

Eng geht es zu in der Spitzengruppe der DEL2, denn zwischen dem Tabellenführer und Platz sieben sind genau acht Punkte Abstand. Bei noch acht zu absolvierenden Spielen in der Hauptrunde kann sich hier noch einiges ändern. Die Starbulls haben es am letzten Spieltag versäumt die alleinige Tabellenführung zu übernehmen durch die 3:6-Auswärtsniederlage in Dresden, mit der Rosenheims Übungsleiter Franz Steer so gar nicht einverstanden war. „Mit der Niederlage kann ich leben, nicht aber mit der Art und Weise wie diese zustande gekommen ist“, so Franz Steer zwei Tage nach diesem Misserfolg.

Vor allem das Spiel in Unterzahl hat Steer so überhaupt nicht gefallen, kein Wunder, denn fünf Treffer in Unterzahl ist für das vormals beste Unterzahlteam der Liga doch sehr ungewöhnlich. „Ich habe meinen Spielern genaue Instruktionen mitgegeben, wie sich zu verhalten haben, nur sie haben sich nicht daran gehalten“, so Steer weiter. Trotzdem lobte er auch wieder den Kampfgeist seiner Mannschaft, die immerhin zweimal einen Rückstand aufholen konnte.

Auch war er nicht einverstanden mit der einseitigen Verteilung der Strafzeiten und den zwei 10- Minuten Strafen gegen Tyler McNeely, welche zu einem Spielausschluss des Kanadiers geführt hatte. Auch wäre äußerst zweifelhaft gewesen, ob der vierte Treffer der Dresdner überhaupt die Torlinie überquert gehabt hätte. Franz Steer kündigte auf alle Fälle eine harte Aussprache mit seinen Spielern an und wird ihnen bei einer Videoanalyse noch einmal genau die gemachten Fehler aufzeigen. Die sollten sich nämlich nicht wiederholen, denn nach diesem Wochenende ist für die Oberbayern sowohl die Tabellenführung als auch der vierte Platz möglich.

Aufsteiger Rote Teufel Bad Nauheim machte erst vor kurzem von sich reden, als man für Außenstehende überraschend Frank Carnevale als Trainer mit sofortiger Wirkung beurlaubte. Über die genauen Gründe wollte man eigentlich Stillschweigen bewahren, jedoch sah sich der Club wegen der aufgekommenen Unruhe im Umfeld des Vereins schließlich doch veranlasst ein Statement abzugeben, dass für nicht minder Aufsehen gesorgt hatte. So soll Carnevale u.a. ständig Nachverpflichtungen gefordert haben und auch der Umgangston mit Spielern und Vorgesetzten wäre nicht angemessen gewesen.

Auch hätte der Ex- Coach den Hessen ein Ultimatum gesetzt bezüglich einer Vertragsverlängerung mit deutlich besseren Bezügen. Hier entschloss sich die GmbH kurzerhand Carnevale den Laufpass zu geben und setzten den sportlichen Direktor Daniel Heinrizi als Interimstrainer ein. Immerhin konnten die Roten Teufel mit Heinrizi an der Bande ihre letzten beiden Matches gewinnen. Am Dienstag sprang sogar ein 7:2 gegen Weißwasser, immerhin den ärgsten Konkurrenten um Platz acht, heraus.

Damit ist der Rückstand auf die Lausitzer auf vier Punkte zusammengeschmolzen, bei einem Spiel weniger. Das ist definitiv machbar. Und so geben sich die Wetterauer auch entsprechend kämpferisch und wollen sich keinesfalls schon vorher geschlagen geben. Die Bilanz mit den Starbulls spricht mit 2:1 Siegen, bzw. mit 7:2 Punkten klar für die Oberbayern. 2:3 n.V., 2:0 und 4:1 lauteten die bisherigen Ergebnisse aus Sicht der Innstädter.

Ein echtes Spitzenduell erwartet die Starbulls hingegen am Sonntag. Die Fischtown Pinguins haben sich heimlich, still und leise zu einem Aspiranten um die Poleposition in der DEL2 gemausert und können an diesem Wochenende sogar die Tabellenführung übernehmen. Voraussetzung wäre ein Sieg heute gegen Landshut bei gleichzeitiger Niederlage der Starbulls gegen Bad Nauheim.

Dabei hat die Mannschaft von Mike Stewart große Aufstellungsprobleme, denn mit Marian Dejdar, Patrik Beck und Mark Kosick fehlen gleich drei Akteure verletzungsbedingt, während hingegen Andrew McPherson sogar wegen einer erhaltenen Matchstrafe sieben Spiele gesperrt wurde. Für Aufsehen sorgte die Nachverpflichtung von Brock Hooton. Der ehemalige Schwenninger führte sich hervorragend ein und kann in seinen bisher elf Einsätzen auf stolze 15 Scorerpunkte verweisen. Die Bilanz mit den Starbulls spricht mit 2:1 Siegen, bzw. 6:3 Punkten für die Oberbayern. 3:2, 3:4 n.V., 3:2 n.P. aus Sicht der Starbulls lauteten die bisherigen Ergebnisse.

Da wird einiges geboten sein und Spannung ist garantiert.

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