Verdienstkreuz für Gabriele Gründl

Vorsitzende der „dsai" in Schnaitsee erhält hohe Auszeichnung des Bundes

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Die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland erhielt jetzt Gabriele Gründl. Für die Vorsitzende der „dsai“, der Patientenorganisation für angeborene Immundefekte mit Sitz in Schnaitsee, gab es dieser Tage das Bundesverdienstkreuz am Bande. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr unermüdliches Engagement im Bereich angeborener Immundefekte von Staatsministerin Melanie Huml überreicht.

1991 gegründet, macht sich die „dsai“ seitüber 25 Jahren stark für Menschen mit einem angeborenen Immundefekt. Sie hilft Patienten und Angehörigen dabei, mit der Krankheit besser umgehen zu können, pflegt ein umfangreiches Netzwerk und setzt sich mit großangelegten Kampagnen dafür ein, dass die seltene Krankheit rechtzeitig diagnostiziert und angemessen behandelt wird.

Für Gründerin Gabriele Gründl ist die „dsai“ auch eine ganz persönliche Herzensangelegenheit: „Bei meinem Sohn Mario wurde im Alter von 14 Monaten rein zufällig ein Immundefekt diagnostiziert. Der Weg zu dieser Diagnose hat ganze elf Monate gedauert, drei davon hat er im Krankenhaus verbracht“, erzählt sie.

Da seinerzeit keine Ansprechpartner mit ähnlichen Erfahrungen zur Verfügung standen, entschloss sie sich, einen Verein für Betroffene zu gründen, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. „Durch die Vereinstätigkeit ist deutlich geworden, dass die meisten Patienten einen steinigen Weg mit Schmerzen, Sorgen und Ängsten hinter sich
haben, bevor die Diagnose Immundefekt erfolgt. Mein Engagement steht vor dem Hintergrund, anderen diesen Leidensweg zu ersparen.“

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