Unser Arbeitsmarkt brummt!

So wenig Arbeitslose wie noch nie in einem Monat Mai der letzten 20 Jahre - Azubis gefragt

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So niedrig war die Arbeitslosenquote in den vergangenen 20 Jahren noch nie in einem Monat Mai: Im Landkreis Rosenheim liegt sie aktuell bei 2,3 Prozent (April 2,5 Prozent)! Die Zahl der Arbeitslosen für den Landkreis beträgt insgesamt 3 242 Personen. Hiervon sind 1 825 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 143 weniger als im Vormonat! Die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur, Dr. Nicole Cujai, kann wie schon in den vergangenen drei Monaten auch im Mai über eine immer bessere Lage auf dem Arbeitsmarkt berichten …

„Die Anzahl der Arbeitslosen ist im Betrachtungszeitraum vom 13. April bis 15. Mai (Stichtag) um 370 auf 7 590 Personen gesunken (430 weniger als im Mai 2016). Das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf nun 2,6 Prozent“, erklärt Cujai und ordnet den Wert im Zeitvergleich ein: „Während die Arbeitslosenquote 2005, als das Sozialgesetzbuch II eingeführt wurde, im Monatsvergleich noch bei 6,3 Prozent lag, können wir nun das vierte Jahr in Folge im Mai eine Erwerbslosenquote von weniger als drei Prozent verbuchen.“

Die Agenturleiterin weiter: „Unser Arbeitsmarkt brummt und eine Eintrübung ist nicht in Sicht. So haben auch die meisten Betriebe, die in witterungsabhängigen Außenberufen wie dem Garten-, Hoch- oder Tiefbau, oder im Hotel- und Gaststättengewerbe tätig sind, ihre Beschäftigten, die sie saisonbedingt ausgestellt haben, inzwischen wieder eingestellt.

Die gute Lage wird dadurch unterstrichen, dass die vorwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen im Agenturbezirk dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im Mai 1 100 neue offene Stellen gemeldet haben. Aktuell stehen 4 520 vakante Arbeitsplätzen zur Verfügung, so viele wie noch nie (plus 200 gegenüber April; 750 mehr als im Mai 2016). 4 190 der Stellenangebote sind sozialversicherungspflichtig und 4 370 davon sofort zu besetzen.“

Cujai gibt jedoch zu bedenken, dass leider nicht alle Personengruppen gleichermaßen von der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitieren: „Einerseits klagen immer mehr Firmen, dass sie bei der Stellenbesetzung häufig nicht mehr auf eine ausreichende Anzahl an geeigneten Bewerbern zurückgreifen können. Andererseits kommen gerade ältere Arbeitnehmer und Langzeitarbeitslose bei der Stellenbesetzung oft nicht zum Zuge. Dabei gibt es Unterstützungsmöglichkeiten wie den sogenannten Eingliederungszuschuss (EGZ), das Förderprogramm WeGebAU für die Qualifizierung direkt am Arbeitsplatz, oder das ESF-Programm (europäischer Sozialfonds).

Interessierte Firmen erhalten Auskünfte bei den jeweiligen Jobcentern, oder beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Gerne können Sie sich auch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 melden. Arbeitnehmer können sich direkt an ihren Berater wenden und finden auch unter www.arbeitsagentur.de Informationen.“

Ein kurzer Blick auf den Ausbildungsmarkt zeigt, dass es nach wie vor Jugendliche gibt, die nach einer Lehrstelle schauen und im Gegenzug weiterhin viele Betriebe händeringend nach Auszubildenden suchen.

Die Agenturleiterin dazu: „Ich kann mir vorstellen, dass durch die sehr gut besuchte Ausbildungsmesse IHKjobfit, bei der auch die Agentur für Arbeit Jugendliche und ihre Eltern beraten hat sowie die eigenen Ausbildungs- und Studienplätze präsentiert und Interessierte bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unterstützt hat, weitere Lehrverträge zustande gekommen sind. Wer nach wie vor einen Ausbildungsplatz braucht, kann sich gerne unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 bei der Agentur für Arbeit melden und einen Termin mit der Berufsberatung vereinbaren. Die Experten können Ihnen Lehrstellen nennen, die noch heuer zu besetzen sind und wertvolle Tipps für Bewerbungsunterlagen und die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche geben.“

Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (Vormonat: 4,6 Prozent). Derzeit sind 1 539 Bürger ohne Arbeit, 38 weniger als im Vormonat. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringert sich die Arbeitslosigkeit um 55 auf 653 Personen. Für 886 arbeitslose SGB II-Kunden, 17 mehr als im April, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 440 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 900 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 417 arbeitslose SGB II-Kunden, 27 weniger als im April. Insgesamt betreut das Jobcenter 3 829 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 3 007 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Mai eine Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent auf (Vormonat: 2,4 Prozent). Das entspricht 1 606 beschäftigungslosen Bürgern. Davon sind 1 128 Männer und Frauen, 40 weniger als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 478 Personen (entspricht der Anzahl vom April) sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 114 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 693 sogenannten Bedarfsgemein-schaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 203 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 2,3 Prozent (Vormonat: 2,5 Prozent) entspricht. Davon sind 713 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 102 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 490 Arbeitslose, 15 weniger als im April, registriert. Insgesamt betreut das Jobcenter 1 317 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 050 sogenannten Bedarfs-gemeinschaften leben.

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