Uneinholbar: So stark wie der FC Bayern!

Basket-Damen mit Kantersieg gegen schärfsten Liga-Konkurrenten

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BasketWasserburg – Was die Wasserburger Basket-Damen mit dem FC Bayern München gemeinsam haben? Ja klar, ihre Überlegenheit! Die erste Bundesliga im Damen-Basketball dominieren sie ebenso stark, wie die Begegnung gestern beim vermeintlich schärfsten Liga-Konkurrenten zeigte – den Rhein-Main-Baskets. Mit 94:55 (47:27) unterstrich am 18. Spieltag der amtierende deutsche Meister seinen Anspruch auf den nächsten Titel und steht bis zu den Playoffs uneinholbar auf dem ersten Tabellenrang!

Über vierzig Minuten gaben Wasserburgs Damen bei dieser Begegnung den Ton an, demonstrierten von der ersten bis zur letzten Minute ihre Stärke und schoben so noch einmal zwei Punkte in der Tabelle zwischen sich und die Rhein-Main-Baskets aus Langen. Als Team liefen die Innstädterinnen zur Höchstleistung auf und ausgerechnet Ex-Rhein-Main-Spielerin Stephanie Wagner brachte gegen ihren ehemaligen Verein die ersten Punkte für den TSV auf die Anzeigetafel.

Und vor allem Centerin Emma Cannon beeindruckte an diesem Nachmittag nicht nur ihren Trainer. Bastian Wernthaler, der in den vergangenen Spielen die Spitzenleistungen seiner Centerin vermisste, meinte im Anschluss an das Spiel nur trocken: „Das war nötig!“. Cannon machte das Parkett der Badria-Halle zu ihrer Showbühne und brachte in den 37 Minuten, in denen sie übermächtig präsent agierte stolze 32 Punkte auf das Wasserburger Punktekonto. 22 Rebounds brachten ihr stehende Ovationen der Wasserburger Fans.

Eine herausragende Verteidigung und druckvolle Konsequenz im eigenen Angriff schienen an diesem Nachmittag das Rezept gegen die Gäste aus Hessen zu sein. „ Die Motivation ist in solchen Spielen deutlich höher. Man sieht, dass da die Mannschaft noch einen Gang hochschalten kann“, kommentierte Coach Wernthaler die Leistung seiner Mannschaft im Anschluss. „ Wir haben heute vor allem in der Offensive sehr gut gespielt und hart verteidigt. So kann es weitergehen.“

Und in der Tat war es die Wasserburger Defense, die die Angriffe der Rhein-Main-Baskets nicht zu einem konsequenten Abschluss kommen ließen. Auf der anderen Seite bekamen die Gäste Centerin Emma Cannon unter ihrem eigenen Korb partout nicht in den Griff. Schon das erste Viertel verlief zu Gunsten der Wasserburgerinnen (26:17). Danach schienen die Hessinnen kurzfristig nochmal das Spiel kontrollieren zu wollen. Doch mit einem 15:3-Lauf im zweiten Viertel schaffte der TSV schon ein moderates Polster zum Verfolger. Mit zwanzig Punkten Vorsprung (47:27) ging es in die Halbzeitpause und fünfzehn Minuten später machten Wasserburgs Damen genau da weiter, wo sie aufgehört hatten.

Sie machten auch im anschließenden dritten Viertel acht Punkte mehr als die Gäste und so war es beim Stand von 69:41 zum Beginn des Schlussviertels aus Langener Sicht nicht mehr möglich, diese Partie doch noch zu wenden.

Trainer Wernthaler nahm drei Minuten vor dem Ende der Begegnung fast den gesamten ersten Kader vom Parkett und brachte die Nachwuchsspielerinnen Miriam Zeller, Lena Kaup und Tanja Lehnert ins Spiel, die zusammen mit Stina Barnert und Tiina Sten den Vorsprung von bis dahin vierzig Punkten erfolgreich verwalteten. Zeller bedankte sich mit einem Dreier dafür und auch Kaup trug mit einem erfolgreichen Korbleger noch zum Wasserburger Punktekonto bei.

Am Ende gab es einen über die gesamte Partie überlegenen Sieger, der sich vor heimischem Publikum mal wieder so richtig feiern ließ. Und auf der anderen Seite enttäuschte Rhein-Main-Baskets, die sich bei dieser Begegnung sicherlich mehr erhofft hatten.

Es spielten: Emma Cannon (32 Punkte), Melissa Jeltema (15), Stephanie Wagner (11), Anne Breitreiner (8), Martina Dover (8), Svenja Brunckhorst (7), Stina Barnert (6), Miriam Zeller (3), Tiina Sten (2), Tanja Lehnert (2) und Lena Kaup. – mjv

Unser Bild: Der letzte Korb zum Endstand. – Foto: Karlheinz Rieger

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