Unbändiger Kampfgeist und Siegeswillen!

Eishockey: Morgen treten die Starbulls in Ravensburg an

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StarubullsRosenheim – Am morgigen Donnerstag um 20 Uhr beschließen die Starbulls ihr Oktoberprogramm, mit dem schwierigen Auswärtsspiel in Ravensburg. Spricht man allgemeinhin immer vom goldenen Oktober, so trifft dies auf die Starbulls im vollen Umfang zu. Golden ist sie wahrlich, die Momentaufnahme für die Mangfallstädter, hat man doch von der Tabellenspitze eine glänzende Aussicht auf das darunter liegende Tableau. Auch wenn dieser Umstand zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Saison nicht entscheidend ist, so gibt diese Tabellenführung in der DEL2 doch ein gehöriges Maß an Selbstvertrauen.

Den kann das Team von Franz Steer auch gut gebrauchen, denn die Erringung dieser expliziten Position hat doch einiges an Kraft gekostet. Nicht nur die englischen Wochen haben ihre Spuren hinterlassen, sondern vor allem auch einmal die Tatsache, dass man seit Wochen mit vielen Ausfällen zu kämpfen hat. Phasenweise standen dem Rosenheimer Übungsleiter sieben Stammspieler nicht zur Verfügung – kaum einmal, dass eine Sturmreihe in der gleichen Besetzung wie im Spiel zuvor auflaufen konnte.

Kompensiert wurde das Ganze durch einem unbändigen Kampfgeist und Siegeswillen der Grün-Weißen, die immerhin ihre letzten drei Partien in Reihe gewinnen und dabei mit Bietigheim, Landshut und Heilbronn drei Mannschaften bezwingen konnten, die noch im Vorfeld der Saison als die Meisterschaftskandidaten schlechthin angesehen worden sind.

Eine sehr schwierige Aufgabe

In dieser Situation müssen die Starbulls zum schwierigen Auswärtsspiel beim Tabellenvierten in Ravensburg antreten und haben somit den nächsten Hochkaräter vor dem Schläger. Ungewöhnlich ist dabei nicht nur der Donnerstag als Spieltermin, sondern auch die Heimstärke des Gegners. Außer am ersten Spieltag, als die Towerstars vom Aufsteiger Bad Nauheim mit 1:4 kalt erwischt wurden, gewannen die Oberschwaben ihre nächsten sieben Heimauftritte in Folge.

Das macht die Mannschaft von Trainer Petri Kujala, nach dem EV Landshut, zum bisher zweitstärksten Heimteam der Liga. So stark die Oberschwaben sich zu Hause präsentieren, so schwach agieren sie derzeit auswärts. Starke Auftritte vor eigenem Publikum folgten zuletzt schlechte Leistungen in der Fremde. So verloren die Blau-Weißen erst jüngst ihre Partie bei den Lausitzer Füchsen mit 3:6 und erste Unmutsbekundungen wurden im Umfeld laut, die der Mannschaft mangelnde Einstellung vorwerfen. Zu deutlich sind die Unterschiede zwischen Heim- und Auswärtsspielen.

Auch mit der Disziplin scheint es momentan nicht allzu weit her zur sein. Mit 334 Strafmininuten hat das Kujala-Team so viele Strafen gesammelt wie keine andere Mannschaft in der Liga. Dazu beigetragen hat sicherlich auch das letzte Match in der Lausitz, in dem sich u.a. Brian Maloney seine dritte Spieldauer-Disziplinarstrafe in der laufenden Saison abgeholt hatte und folgerichtig am Donnerstag gegen die Starbulls gesperrt sein wird. Mit Maloney wird den Towerstars der nach Justin Kelly zweitbeste Scorer des Teams fehlen. Ein empfindlicher Qualitätsverlust, der nicht so ohne weiteres zu kompensieren sein wird. Mit Christopher Oravec fällt dazu seit Wochen ein weiterer Akteur aus, der zu den Stützen der Mannschaft zu zählen ist.

Pasi oder Frederic?

Nicht nur die Starbulls haben also mit personellen Sorgen zu kämpfen, wobei sich die Situation langsam zu entspannen scheint. Mit ziemlicher Sicherheit wird mit Maximilian Hofbauer endlich auch wieder ein dritter Mittelstürmer zu Verfügung stehen, der so schmerzlich vermisst wurde. Auch Kim Staal und Shawn Weller machen gute Fortschritte und trainieren bereits wieder mit. Ob es allerdings schon für einen Einsatz reicht steht noch nicht fest. Ebenfalls noch nicht entschieden ist, wer am Donnerstagabend zwischen den Holmen stehen wird. Mit Pasi Häkkinen und Frederic Cloutier stehen Franz Steer momentan zwei gesunde und auch fitte Alternativen zur Verfügung.

Die Zeit von Frederic Cloutier im Dress der Starbulls neigt sich indes seinem Ende zu, denn der Vertrag läuft am 16. November aus. Wohin es den Franko- Kanadier ziehen wird, steht bis dato noch nicht fest, er soll aber mehrere Angebote vorliegen haben.
Auch wenn die Aufgabe in Ravensburg nicht schwieriger sein könnte, so rechnen sich die oberbayerischen Eishockeyspieler auch dort etwas aus. Die Regenerationsabteilung hat natürlich momentan Hochkonjunktur, aber was dies betrifft, dürfte wohl kein Zweitligist so gut aufgestellt sein wie der Altmeister aus Rosenheim.

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