Tiefer Einblick in die Altenpflege

Altenheim St. Konrad in Wasserburg öffnet seine Türen für die nächste Generation

Zwei Klassen der Beruflichen Oberschule Wasserburg waren kürzlich zu einem dreitägigen Workshop mit dem Thema „Soziale Begleitung, Alltagsbegleitung und Altenpflege im Caritas Altenheim St. Konrad“ eingeladen. An diesen drei Tagen hatten über  40 Schüler die Möglichkeit,  sich in die Situation des an Demenz erkrankten Bewohners einzufühlen und sich in die Rolle eines Altenpflegers zu versetzen.

Monika Abt, Dozentin in der Altenpflegeschule in Altenhohenau, gab den Schülern theoretisches Wissen über die Demenz. Durch die Unterstützung von Anna Arndt, Leiterin der Sozialen Begleitung im Caritas Altenheim, war es den Schülern möglich, sich die täglichen Aktivitäten des Bewohners anzusehen und praktische Fragen beantwortet zu bekommen.

Sehr spannend fanden die Schüler die Demenzsimulationsanzüge. Erst bei der Eigenerprobung des Simulationsanzuges merkten sie, wie schwierig es ist, mit den tauben und ermüdeten Händen zu bezahlen und sich Butterbrot zu schmieren. Durch die Gewichtsmanschetten war der Gang erschwert und das Hörvermögen wurde durch Ohrstöpsel vermindert.

Alexander Schmid, der Pflegedienstleiter des Hauses, stellte Pflegehilfsmittel zur Verfügung. So war es Eva Schneider, Dozentin an der FOS/BOS Schule , möglich den Schülern praktische Tätigkeiten der Altenpflege vorführen und ausprobieren zu lassen, zum beispiel  Blutdruck messen, sich in das Bett eines Bewohners zu legen und sich pflegen zu lassen, durch das Haus mit einem Rollstuhl zu fahren oder einen Transfer vom Stuhl in das Bett auszuprobieren.

Franz Bachleitner, Heimleiter des Hauses, der alle Beteiligten begrüßte, äußerte Offenheit und die Bereitschaft, Praktikanten im Altenheim St. Konrad aufzunehmen. Er wünscht sich, noch mehr junge und motivierte Mitarbeiter für das Haus zu gewinnen. Seine Tür steht dafür immer offen.

Text und Fotos: Anna Arndt

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