„Tempis“ weckt Interesse der Politik

Landtagsabgeordneter Otto Lederer zu Gast beim Inn-Salzach-Klinikum

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Im Juli 2017 wurde das kbo-Inn-Salzach-Klinikum in das Telemedizinische Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung – kurz „Tempis“ – aufgenommen (wir berichteten) Auch Landtagsabgeordneter Otto Lederer nahm sich Zeit, sich das Projekt vor Ort erklären zu lassen. Von Chefarzt Dr. Thorleif Etgen erfuhr er, dass das vom kbo-Klinikum angeschaffte Gerät zwei wichtige Komponenten erfülle.

Zum einen könne mittels Videoübertragung eine Ferndiagnose von Experten aus Harlaching oder Regensburg gestellt werden. Noch wichtiger sei allerdings, da das kbo-Inn-Salzach-Klinikum selbst eine Stroke Unit mit entsprechend ausgebildeten Schlaganfall-Experten vorhält, die Möglichkeit, auf schnellem Wege Bilder an Kooperationskliniken übertragen zu können.

Weil spezielle Operationen nur an großen Zentren angeboten werden könnten, sei die Vernetzung unter den Kliniken wichtiger denn je. Unter anderem dadurch habe sich die Versorgung in den letzten Jahren extrem verbessert. Geschäftsführer Dr. Theodor Danzl und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Peter Zwanzger freuten sich, dass sich die Politik so für das Thema interessiert. Das zeige, wie wichtig es ist, regional und zeitnah die optimale Versorgung für die Bevölkerung bereitzuhalten.

„Ich finde es großartig, dass das kbo-Inn-Salzach-Klinikum in diese Technik investiert“, beteuerte Otto Lederer. Während Schlaganfall-Betroffene früher zum Tod oder zu lebenslanger Pflege verurteilt waren, könne man ihnen heute ein normales Leben ermöglichen, wenn der Schlaganfall möglichst schnell erkannt und behandelt werde. Die Vorteile, die die Medizin bringt, auf ganz Bayern zu verteilen, sei deshalb auch Anliegen der Regierung, erläuterte Lederer. „Wir versuchen, das vom Freistaat Bayern zu unterstützen – durch entsprechende Förderung, aber auch durch Ausbau der Breitband-Technik.“

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