„Teamsport“ auf dem Frühlingsfest

Sie helfen gemeinsam: Der Wiesn-Sanitätsdienst stellt sich vor

Wasserburg, zweiter Frühlingsfest-Freitag, 18 Uhr: Schichtbeginn der ehrenamtlichen Helfer des brandneuen Sanitäts-Dienstes. Norbert Pache, Bereitschaftsleitung des BRK in Wasserburg und Christian Widauer, Einsatzleiter der Johanniter, bereiten das fünfköpfige Team der „Wiesn-Wache“ auf den bevorstehenden Abend vor. Zu rund 30 Einsätzen wurden die Ersthelfer in der bisherigen Frühlingsfestzeit gerufen.

Unser Foto oben von links: Norbert Pache, Dominik Pache, Regina Bayer, Peter Peischl, Kathi Frank, Stefan Berndt, Tobias Reich

Egal, ob es darum geht, ein Pflaster aufzukleben oder einen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen – das Team, das aus ehrenamtlichen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes und der Johanniter besteht, ist jederzeit sofort zur Stelle.

Ein erhöhtes Gefahrenpotenzial durch den großen Besucherandrang machte einen Sanitätsdienst dieser Art heuer dringend notwendig: „In diesem Jahr wurde erstmals die Anforderung der Stadt an uns gestellt, eine Gefährdungsanalyse zu erstellen und dementsprechend die benötigte Anzahl an Personal zur Verfügung zu stellen“, erklärt Widauer (unten rechts). In den letzten Jahren waren Ehrenamtliche des BRK im „Glückshafen“ für kleinere Unfälle zur Stelle gewesen – dies könne laut den erfahrenen Rettern die heutigen Anforderungen längst nicht mehr abdecken.

An den Werktagen wurden pro Schicht drei Helfer ab 18 Uhr abbestellt, zu den geballteren Zeiten wie am Wochenende sind fünf Einsatzkräfte in zwei Schichten rund um die Uhr im Einsatz.

„Offiziell halten wir uns an die Öffnungszeiten des Festzeltes und des Platzes. Aber wenn viel los ist, können die Schichten schon einmal lang werden“, so Pache (oben links).

Die Einsätze der Sanitäter hielten sich bisher zum Glück großteils in Grenzen. Pache: „Meistens müssen wir Pflaster aufkleben – auf aufgeschlagene Knie oder auf Blasen an den Füßen der Damen. Auch Schnittverletzungen und Ähnliches behandeln wir – nur bei größeren Notfällen, zum Beispiel einem Herzinfarkt, übernehmen wir die Erstversorgung. Den Abtransport ins Krankenhaus übernimmt dann der Rettungsdienst.“

Das Schönste für die Helfer: „Unsere Arbeit hier ist Teamsport! Wir mischen die Einsatzgruppen mit Mitgliedern des BRK und der Johanniter, man kommt mit neuen Leuten ins Gespräch und lernt, interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Das bringt uns als Hilfskräfte weiter und macht vor allem richtig viel Spaß!“

Der Sanitätsdienst auf dem Frühlingsfest gilt als Zusatz, um „kleinere“ Notfälle abfangen und somit die hauptamtlichen Rettungskräfte zu entlasten. Dennoch steht die „Wiesn-Wache“ immer mit der Leitstelle in Kontakt – wenn ein Gast auf dem Frühlingsfest die 112 wählt, wird umgehend Kontakt mit den Helfern vor Ort hergestellt. Bei Unfällen oder gesundheitlichen Problemen können Gäste sich jederzeit gerne an die Helfer im Sanitätscontainer links von den Toiletten hinter der Wiesn-Alm wenden.

HF

 

 

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