Tabellen-Spitze verteidigt

Erst im letzten Viertel starke Rhein-Main-Baskets niedergerungen

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basketballWasserburg – Die Erwartungen an beide Mannschaften an diesem siebten Spieltag waren hoch. Schließlich traf der Tabellenerste TSV Wasserburg im Auswärtsspiel am Samstag auf den Zweitplatzierten, den man erst eine Woche zuvor von der Tabellenspitze verdrängt hatte. Als absolutes Spitzenspiel der DBBL wurde diese Begegnung angekündigt und die Erwartungen an die Spielerinnen auf beiden Seiten waren dem entsprechend hoch. Am Ende jedoch hatten die Damen aus Wasserburg die Nase vorne. Sie triumphierten mit 82:72 (40:38) über einen über weite Teile ebenbürtigen Gegner und verteidigten somit die Tabellen-Spitze.

Schon in der vergangenen Saison wurde das Team von Trainer Bastian Wernthaler nur mit einem äußerst knappen Sieg im vierten Playoff-Finalspiel deutscher Meister. Spielerin Stephanie Wagner wollte das damals mit den Rhein-Main-Baskets verhindern. Nun stand sie ihrem früheren Team in der vertrauten Georg-Sehring-Halle das erste Mal im Wasserburger Trikot gegenüber.

Mit Emma Cannon, Svenja Brunckhorts, Anne Breitreiner, Tiina Sten und Stina Barnert ging Coach Wernthaler zu Beginn ins Rennen. Doch die Fünf taten sich schwer gegen eine Langener Mannschaft, die zunächst befreit aufspielte und den Ton angab. So hinkten die Wasserburgerinnen den Rhein-Main-Baskets immer ein bis zwei Körbe im ersten Viertel hinterher. Schon nach drei gespielten Minuten nahm der TSV die erste Auszeit. Auch der folgende Einsatz von Steffi Wagner und Melissa Jeltema brachte nicht den gewünschten Erfolg. Den ersten Spielabschnitt musste man mit 17:21 an die Gastgeberinnen abgeben.

Wie nah beide Mannschaften beieinander lagen zeigten dann vor allem der zweite sowie der dritte Spielabschnitt. Beide Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Den anfänglichen Rückstand glich Wasserburg in der 13. Spielminute aus (23:23). Danach schafften es die Innstädterinnen in den folgenden Minuten aber nicht, sich von den Gastgeberinnen abzusetzen. Einen gelegentlichen Vorsprung von zwei bis drei Punkten glichen die Rhein-Main-Baskets immer wieder aus. Zur Halbzeit führte Wasserburg lediglich mit zwei Punkten (40:38). Am Ende des dritten Drittels hatten diesen die Damen aus Langen aber schon wieder egalisiert (54:54). Dafür zeigten sich auf Seite der Gastgeberinnen hauptsächlich die Spielerinnen Denise Beliveau (20 Punkte), Alyssa Karel (17) und Pia Dietrich (13) verantwortlich.

Der Gleichstand zog sich noch bis über die Hälfte des letzten Viertels hin, bevor es das Team von Basian Wernthaler nach einem erfolgreichen Dreier von Melissa Jeltema und zwei verwandelten Freiwürfen von Tiina Sten erstmals schaffte mit sechs Punkten in Führung zu gehen. Neben diesen beiden waren an der von da an zunehmenden Wasserburger Führung auch Emma Cannon und Stina Barnert beteiligt. Barnert allerdings musste sich nach ihrem fünften Foul die restlichen Minuten von der Bank ansehen.

Letzten Endes musste sich aber das Team von Klaus Günther Mewes der individuellen Klasse von Wasserburg beugen. Hier war das Durchhaltevermögen in einer äußerst kräftezehrenden Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe letzten Endes größer. Insgesamt vier Wasserburgerinnen gelang es zudem zweistellig zu punkten.

Ausruhen ist für das Team von Trainer Bastian Wernthaler und Assist-Coach Wanda Guyton aber nicht angesagt. Schon am Mittwoch empfängt man in der heimischen Badriahalle um 19.30 Uhr im Eurocup-Spiel den Basket Landes aus Frankreich.

Es spielten Emma Cannon (18 Punkte), Stina Barnert (18), Tiina Sten (17), Melissa Jeltema (14), Svenja Brunckhorst (9), Stephanie Wagner (4), Anne Breitreiner (2), Martina Dover und Rebecca Thoresen. – mjv

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