„Stolz auf die Mannschaft“

Trotz 57:54 über Miskolc: Aus im Eurocup für Wasserburg

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basketballAm Ende hat es für die Basketball-Damen nicht ganz für die nächste Runde im FIBA-Eurocup gereicht. Doch mit dem 57:54-Sieg (31:23) am gestrigen Donnerstag über Aluinvent Miskolc (Ungarn) gaben sie nochmal in der Badria-Halle eine eindrucksvolle Vorstellung ab.

„Heute bin ich sehr stolz auf die Mannschaft“, hört man von Trainer Bastian Wernthaler. Dabei ging die Mannschaft mit einem Handicap aufs Parkett. Die erste Aufbauspielerin Stina Barnert musste sich vor wenigen Tagen einer Operation unterziehen und fiel aus. Im Training hatte sie sich einen Leistenbruch zugezogen. Und auch Svenja Brunckhorst war nach einer Magen-Darm-Erkrankung noch nicht vollständig genesen. Im dritten Viertel knickte dann schließlich auch noch Martina Dover mit dem Fuß um. Keine guten Voraussetzungen, doch die Mannschaft gab nicht nur alles, sondern brachte über weite Teile Höchstleistung am Limit und war dabei den starken ungarischen Gästen immer eine Nasenlänge voraus.

Schade, dass nur etwa 400 Fans den Weg in die Badria-Halle gefunden hatten. Die feuerten dafür umso lauter ihr Team an und bekamen zur Belohnung wahrscheinlich eines der besten Spiele der bisherigen Saison zu sehen. Zwar vermisste man an diesem Abend Anne Breitreiners Zauber-Dreier, doch sie machte das mit 15 Punkten locker wett, war sogar Top-Scorerin des Abends. Team Kollegin Emma Cannon brachte 14 Punkte auf die Anzeigentafel und verzeichnete dreizehn Rebounds. Was aber alle Wasserburger Spielerinnen an diesem Abend einte, war der unbedingte Wille, dieses Match für sich zu entscheiden.

Schon das erste Viertel entschied der TSV für sich (14:12). Als die Wasserburgerinnen ihren Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf neun Zähler ausbauten, keimte das erste Mal Hoffnung bei den eingefleischten Fans. Würden sie das kleine Wunder doch noch war machen. Zum Erreichen der nächsten Runde des Eurocups wäre ein 17-Punkte-Sieg nötig gewesen. Doch nach der Halbzeitpause kamen die Innstädterinnen nicht so recht in die Hufe. Gerade mal zwei Punkte in den ersten sechs Minuten gab es auf das Wasserburger Konto. Miskolc bedankte sich mit dreizehn Zählern. Grund für Bastian Wernthaler und Assist-Coach Wanda Guyton mehrere Auszeiten in Anspruch zu nehmen. Mit 40:36 ging es dann ins letzte Drittel.

Der Schlagabtausch zwischen zwei ebenbürtigen Kontrahenten setzte sich während der letzten zehn Minuten fort. In der 35. Minute gelang den Gästen der Ausgleich zum 47:47. Mit einigem Hin und Her hatte der Ausgleich bestand bis zur letzten Minute (52:52). Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen und die Gastgeberinnen zogen mit fünf Punkten davon. Selbst ein erfolgreicher Treffer von Wasserburgs Ex-Spielerin Brittany Raven für Miskolc in der letzten Sekunde konnte den Heimsieg nicht mehr verhindern.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zu schlecht getroffen um das Spiel hoch zu gewinnen“, resümiert Coach Wernthaler die Partie. „Doch insgesamt waren wir dieses Jahr beim Eurocup wesentlich näher dran als im vergangenen Jahr.“

Es spielten: Anne Breitreiner (15 Punkte), Emma Cannon (14), Rebecca Thoresen (9), Stephanie Wagner (6), Svenja Brunckhorst (5), Martina Dover (2), Melissa Jeltema (2), Tiina Sten (2) und Iva Roglic (2) – mjv

 

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