Starkes Team in sehr harter Begegnung

Basket: Bundesliga-Damen gewinnen auch in Freiburg

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AnneWasserburg – „Solche Partien sind gefährlich“, hatte Trainer Sebastian Wernthaler vor der Partie am Samstag noch gesagt. Und er behielt recht. In einer unglaublich harten Begegnung siegte in der Damen-Basketball-Bundesliga der TSV Wasserburg auswärts über äußerst starke Eisvögel vom USC Freiburg mit 83:77 (36:33). Damit führen Wasserburgs Damen mit sechzehn Siegen, vierzehn davon in Folge, die Bundesliga-Tabelle an und setzen weiterhin neue Maßstäbe – Respekt!

Verfolger Rhein-Main-Baskets auf Rang zwei, hält seit Wochen einen Sechs-Punkte-Abstand zum amtierenden Deutschen Meister, für den nicht nur die Titelverteidigung, sondern auch der Pokal der DBBL die erklärten Saisonziele sind.

Für den USC Freiburg ging es am gestrigen Samstag aber um ein anderes Ziel. Im Breisgau steht das Erreichen der PlayOffs auf dem Spiel und so hatte der Verein noch vor einigen Spieltagen kräftig investiert und mit den US-Amerikanerinnen Brittany Spears und Bianca Simmons sowie der Französin Soana Lucet drei Top-Spielerinnen verpflichtet. Sie sollten dem Team nicht nur zur Teilnahme an den Finalspielen verhelfen, sondern konkret auch dem deutschen Meister eine Niederlage beibringen.

Mit verletzungsbedingten Ausfällen hatten beide Teams gleichermaßen ein Handicap. Während bei Wasserburg Vera Perostiyska und Rebecca Thoresen nicht auflaufen konnten, fehlten bei Freiburg Ilka Hoffmann, die aufgrund einer Fraktur für die restliche Saison ausfällt, sowie die jüngst verpflichtete Spears. Mit einem vergleichsweise kleinen Kader von nur acht Spielerinnen war das Wasserburger Team nach Freiburg gereist.

Die Zuschauer in der Freiburger Uni-Sporthalle bekamen nicht nur eine spannende Begegnung auf Augenhöhe präsentiert, sondern auch ein Spiel, dass mit harten Bandagen gekämpft wurde. Schon das erste Viertel war geprägt von einer ganzen Serie Freiburger Fouls unter dem heimischen Korb. Oftmals ließ sich die Wasserburger Offense nur dadurch stoppen.

Das bescherte allein im ersten Spielabschnitt den Damen vom Inn vierzehn Freiwürfe. Zwölf davon konnten Emma Cannon, Stina Barnert, Melissa Jeltema und Tiina Sten verwandeln. Freiburg zog aber mit Treffern der Französin Lucet, Bianca Simmons und Brooke Williams mit, was zu einem ausgeglichenen 22:20 aus Wasserburger Sicht führte.

Auch im zweiten Viertel musste der der TSV hart kämpfen, um zum Zuge zu kommen. Die Freiburger Defense war schwer damit beschäftigt unter dem eigenen Korb Centerin Emma Cannon in die Zange zu nehmen. Nicht selten waren dafür drei Spielerinnen notwendig. Freiburg verteidigte hart und aggressiv. Und so gelang es den Wasserburgerinnen auch bis zu Halbzeitpause nicht, sich entscheidend vom Gastgeber abzusetzen (36:33).

Im dritten Viertel zog das Spiel nochmals mehr an Härte auf beiden Seiten an. Freiburgs Soana Lucet und Wasserburgs Emma Cannon lieferten sich mehr und mehr Duelle unter dem eigenen wie dem gegnerischen Korb. Wasserburg punktete mit Teamleistung, setzte auf schnelle kurze und präzise Pässe um die Freiburger Defense herum. Die Gastgeberinnen ihrerseits blieben dank vieler schöner Einzelaktionen im Rennen. Nur mühsam konnte der amtierende deutsche Meister nach dreißig gespielten Minuten eine Führung herstellen, die den Ausgangspunkt dafür bilden sollte, diese Partie sicher nach Hause zu bringen (59:48).

Kurzfristig gelang es dem TSV Wasserburg sich sogar mal einen Vorsprung von 15 Punkten in der 33. Minute herauszuarbeiten. Aber Freiburg punktete immer wieder mit glanzvollen Einzelleistungen und kam so immer wieder an den Kontrahenten heran und somit auch ins Spiel.

Zuletzt war es die solide und stabile Mannschaftsleistung der Wasserburger Damen, die ein Aufkeimen von Hoffnung bei den Freiburger Fans nicht zuließ. Auch mit einem kleinen gut rotierenden Kader kann man diesem Team momentan nur wenig entgegen setzen. Jetzt, kurz vor den Playoffs hat der tief besetzte Kader zu einer Geschlossenheit gefunden, die im Hinblick auf die erklärten Saison-Ziele mehr als vielversprechend ist.

Es spielten: Emma Cannon (22 Punkte), Anne Breitreiner (unser Foto – 18), Svenja Brunckhorst (15), Melissa Jeltema (13), Tiina Sten (9), Stephanie Wagner (4), Sina Barnert (2) und Martina Dover. – mjv

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