Starker Auswärts-Sieg über starken Herner TC

Basketball-Bundesliga: Wasserburg gewinnt 83:70

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basketballDer Herner TC war stark, Wasserburg aber war stärker. In einer harten Auswärtspartie siegte das Team von Trainer Bastian Wernthaler überzeugend mit 83:70 (43:36). Auch durch viele Fouls ließ sich der amtierende Deutsche Meister und Tabellenführer nicht aufhalten und demonstrierte einmal mehr seine absolute Vormachtstellung in der Basketball-Bundesliga der Damen.

In dem Spiel gegen den Herner TC ging es nicht um weitere Punkte, die eine gute Platzierung in den Playoffs bieten sollten. Hier zeigten die Damen vom Inn, dass für sie auf dem Weg zur Titelverteidigung nur Siege zählen. Das bekam auch der Herner TC am vergangenen Samstag zu spüren. Das Team von Marek Piotrowski gab alles und bot dem TSV Wasserburg im ersten Viertel Paroli.

Ausgeglichene erste zehn Minuten entschieden die Nordrhein-Westfälinnen durch Treffer von Quenice Davis, Lisa Koop und Hannah Tuomi sogar für sich (22:27). Der druckvolle Wasserburger Angriff ließ sich aber oftmals nur durch ein Foul stoppen, was nicht nur eine hohe Foulbelastung für die Gastgeberinnen zufolge hatte. In jedem Viertel zog der Herner TC schon bald jeweils das fünfte Team-Foul. Dies wiederum brachte für den TSV Wasserburg viele Freiwürfe, die die Damen aus Bayern für sich nutzen konnten. „Offensiv haben wir das ganze Spiel sehr ordentlich gespielt“, so das Fazit des Wasserburger Trainers. „83 Punkte in fremder Halle, da kann man nicht motzen. In der Verteidigung müssen wir aber über die 40 Minuten noch konsequenter spielen.“

Vor allem Wasserburgs Centerin Emma Cannon brachte in der ersten Halbzeit in ihrem nicht einmal zwölf Minuten dauernden Einsatz zwölf Punkte auf die Anzeigentafel. Von ihrer Knieverletzung bemerkte man an diesem Abend nichts mehr. Zwei Wochen lang war sie deshalb neben dem eigentlichen Training im Therapie-Zentrum von Hans Friedl erfolgreich zur Behandlung gewesen. Ebenso Stina Barnert, die sich nach ihrer Leistenbruch-OP dort wieder vollständig rehabilitiert hat und in dieser Partie ebenfalls dreizehnfach punktete.

Coach Wernthaler benötigte in der ersten Hälfte nicht eine Auszeit, warum auch? Er gab auch im zweiten Viertel allen Spielerinnen genügend Spielzeit und rotierte über den gesamten mitgereisten Kader.

Eine Chance gab es für Wasserburgs Neuzugang Vera Atanasova Perostiyska aus Bulgarien. Sie ist die bereits dritte Vertretung für die durch Kreuzbandriss verletzte Anita Teilane, die nach der erfolgreichen Operation im Orthopädie-Zentrum Rosenheim bei Mannschaftsarzt Dr. Oliver Braunsperger nun auf schnelle Genesung hofft. Vera Perostiyska bekam von Coach Wernthaler über sechzehn Minuten Zeit, sich gut zu präsentieren und sich mit dem Wasserburger Spiel schon einmal vertraut zu machen. „Vera hat nur einmal gestern mit trainiert“, beurteilt Wernthaler deren ersten Auftritt. „Sie hat den Basketball-Sport verstanden. Sie bewegt sich sehr gut, verteidigt gut, sie hat Erfahrung und weiß was sie tut. Das ist genau die Spielerin, die wir gesucht haben.“ Nach der zweiten Halbzeit hatte sich das Wasserburger Team das Spiel zu Eigen gemacht (43:36).

Es dauerte aber noch bis zur 27. Minute bis der Abstand auf die Gastgeberinnen zweistellig war und so das nötige Polster da war, um diese Punkte sicher nach Hause zu bringen. Nach gespielten dreißig Minuten hatte Wernthaler noch nicht eine Auszeit benötigt (66:57).

Ähnlich gestaltete sich das Schlussviertel. Die Damen vom TSV wollten die Führung nicht nur verwalten. Sie setzen ihrerseits mit 17:13 Punkten noch eins gegen die Damen aus Herne drauf, die ihrerseits zu keiner Zeit das Spiel aufgaben. Zwei Minuten vor der Schlusssirene zogen die Gastgeberinnen zum vierten Mal das fünfte Team-Foul, was Wasserburg noch das eine ums andere Mal für die eigene Statistik nutzen konnte.

Es spielten Emma Cannon (22 Punkte), Stephanie Wagner (13), Stina Barnert (13), Svenja Brunckhorst (11), Melissa Jeltema (8), Tiina Sten (6), Rebecca Thoresen (6), Martina Dover (2) und Vera Perostiyska (2).       MJV

 

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