Starbulls geben Sieg noch aus der Hand …

Gestern gegen Erzrivale Landshut ein bitteres 3:4 daheim vor fast 4500 Zuschauern

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EishockWie bitter war das denn: Erst eine 4:5 Niederlage in Landshut und jetzt gestern am Abend eine 3:4 Niederlage zuhause! Die Starbulls Rosenheim bleiben in der in der zweiten deutschen Eishockeyliga gegen den niederbayerischen Erzrivalen punktlos. Dennoch sahen die 4421 Zuschauer (!) im Rosenheimer Kathrein-Stadion ein spannendes und intensives Derby, das hielt, was es versprochen hatte. Schnelles, schnörkeloses, körperbetontes Eishockey. Das Spiel lebte von der Spannung. Im ersten Drittel …

… hatten beide Mannschaften zwei große Chancen, die Torhüter Patrick Ehelechner und Tyler Weiman hielten aber stand. Die erste Strafe im Spiel brachte dann auch das erste Tor. Starbulls-Stürmer Sergio Somma hatte sich schön gegen zwei Landshuter durchgesetzt, wurde aber alleine vor Tyler Weiman von hinten gefoult. Den fälligen Penalty verwandelte Somma eiskalt und erwischte Weiman mit einem trockenen und ansatzlosen Schuss auf dessen linker Seite.

Im zweiten Drittel kam Landshut besser aus der Kabine, Andreas Gawlik fälschte einen Schlagschuss von der linken Seite der blauen Linie ins Tor von Patrick Ehelechner ab. Dann hatten die Starbulls Rosenheim 60 Sekunden die Möglichkeit, im 5:3 Überzahl wieder in Führung zu gehen. Die Minute verstrich und es gab keinen Treffer.

Die Landshuter luden Rosenheim aber nochmals ein, direkt nach Ablauf der 5:3 Überzahl holte sich Kyle Doyle die nächste Zwei-Minuten-Strafe und Rosenheim war wieder mit zwei Mann mehr auf dem Eis.

Diesmal nutzten die Starbulls die nummerische Überlegenheit. In der 38. Minute traf Mario Trabucco bei 5:3 Überzahl mit einer Direktabnahme zum 2:1, dann, ebenfalls in der 38., erzielte Simon Fischhaber auch per One-Timer das 3:1.
Landshut kam aber nochmal ran, kurz vor Ende des zweiten Drittels traf Peter Baumgartner in Überzahl zum 2:3 aus Landshuter Sicht.

Das dritte Drittel ging dann schwungvoll los, Landshut hatte leichtes Übergewicht. Und daraus resultierte auch der 3:3 Ausgleich. Andreas Gawlik schoss Micky Rohner von der blauen Linie bei 5:3 Überzahl an den Rücken, der Rosenheimer Verteidiger lenkte den Puck unglücklich ins eigene Tor.

Rosenheim setzte aber nach. In der 51. Minute hatte Sergio Somma gleich zweimal die Chance zur Führung. Zunächst schoß er knapp übers Tor, dann scheiterte er an Goalie Weiman, der irgendwie auf dem Boden liegend den Lupfer von Somma festhalten konnte.

Landshut bestrafte die mangelnde Chancenauswertung prompt, in der 52. Minute nutzte Kyle Doyle einen Stellungsfehler von Starbulls-Torwart Patrick Ehelechner und traf zum 4:3 für den EVL.

Rosenheim drückte zwar noch und nahm kurz vor Schluß auch den Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, zwingende Chancen ergaben sich aber nicht mehr.

Trainer Franz Steer war nach dem Spiel angefressen. Die Gegentore hätten nicht fallen dürfen. Beim Landshuter Ausgleichstreffer hätte seine Mannschaft einfach die Scheibe klären müssen, warum dies nicht geschah, sei ihm ein Rätsel. Ansonsten hätten zwei sehr starke, taktisch gut trainierte Mannschaften gegeneinander gespielt. Landshut sei cleverer gewesen und habe die Rosenheimer Fehler eiskalt genutzt. Zu Neuzugang Stephen Schultz sagte Steer, er habe heute gute Ansätze gezeigt, mehr könne man noch nicht sagen.

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