Sportabzeichen: Reform soll Schub bringen

BLSV ehrte in Wasserburg die aktivsten Vereine und Sportler

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Kreisvorsitzender Walter Mayr und Sportabzeichenreferent Michael Eimansberger (von links) ehrten gemeinsam mit weiteren BLSV-Funktionären in Wasserburg langjährige Sportabzeichenabsolventen.

Kreisvorsitzender Walter Mayr und Sportabzeichenreferent Michael Eimansberger (von links) ehrten gemeinsam mit weiteren BLSV-Funktionären in Wasserburg langjährige Sportabzeichenabsolventen.

Wasserburg / Landkreis – Das 100-jährige Bestehen und die Reform des Deutschen Sportabzeichens standen im Mittelpunkt der  Sportabzeichen-Ehrung, zu der der Rosenheimer Kreisverband des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) gemeinsam mit dem TSV Wasserburg in die Badriahalle geladen hatte. Pünktlich zum runden Geburtstag wurde das Sportabzeichen als Fitnesstest für Jedermann nach sportwissenschaftlichen Kriterien umfassend neu gestaltet. Im Rahmen einer Fortbildung informierte BLSV-Sportabzeichenreferent Michael Eimansberger die Prüfer aus den Vereinen und Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim über den neuen Leistungskatalog.

Die höchste Auszeichnung im Breitensport gibt es ab sofort in den drei Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold, wobei Grundfähigkeiten aus den vier Disziplingruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination geprüft werden. Zudem müssen die Absolventen ihre Schwimmfähigkeit nachweisen. Außerdem wurden die Altersgruppen im Kinder- und Jugendbereich um die Gruppe der Sechs- bis Sieben-Jährigen ergänzt, auch im Seniorenbereich kamen neue Altersklassen dazu.

Das Abzeichen ist jetzt attraktiver, zeitgemäßer und wieder stärker als Leistungsabzeichen positioniert und stärkt die Sportvereine. Das Bayerische Sportleistungsabzeichen (BSLA) wurde im Zuge der Reform allerdings abgeschafft, da das neue Deutsche Sportabzeichen einige wesentliche Elemente des BSLA übernommen hat. Michael Eimansberger und der BLSV-Kreisvorsitzende Walter Mayr hoffen, dass die Verjüngungskur Früchte trägt und der große Sportkreis Rosenheim nun wieder einen Schub bekommt, nachdem in den vergangenen Jahren die Zahl der abgelegten Sportabzeichen in der Region insbesondere in den Schulen deutlich zurückging, 2012 lag sie bei 1067 Abzeichen.

Bei der feierlichen Ehrung lobte Eimansberger jedoch ausdrücklich das Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim und die Michael-Ende-Mittelschule in Raubling, die im vergangenen Jahr zu den bayernweit aktivsten Schulen zählten. Auch viele Vereine ermuntern ihre Mitglieder zum Ablegen des Leistungsabzeichens. Spitzenreiter bei den Großvereinen mit mehr als 1500 Mitgliedern war 2012 wie auch schon im Jahr zuvor wieder der TSV Wasserburg vor dem TuS Prien und dem TuS 1862 Bad Aibling. Bei den mittelgroßen Vereinen mit 500 bis 1500 Mitgliedern war der SV Amerang vor dem PTSV Rosenheim und dem SV Bad Feilnbach.

Den ersten Platz bei den kleinen Vereinen holte sich der Skiclub Westerndorf St. Peter vor dem SV Achenmühle und dem BRSV Rosenheim, der jedoch seinen Schwerpunkt auf Behindertensportabzeichen legt. Ein besonderes Highlight war natürlich auch wieder die Ehrung von langjährigen Sportabzeichenabsolventen. So hat Josef Obermaier vom TSV Hohenthann bereits 50 Mal das Deutsche Sportabzeichen abgelegt – eine breitensportliche Höchstleistung, zumal dies jeweils nur einmal pro Jahr möglich ist. Das gleiche gilt aber auch für Manfred Benkel (TSV Brannenburg) mit 45, Erna Gruber (TuS Raubling) mit 30, Rosemarie Furtner (SV Riedering) und Christoph Heinzl (Skiclub Westerndorf) mit je 25 erfolgreichen Nachweisen. Letztmalig 2012 haben das Bayerische Sportleistungsabzeichen zum 35. Mal Luise Kauer (TSV Brannenburg) und Hermann Eggerl (SV Schlossberg-Stephanskirchen) abgelegt, jeweils 30 Mal Annemarie Pauker, Alfred Schiller und Dr. Reinhard Pürner (SV Schlossberg-Stephanskirchen) sowie Erich Schmid (SV Riedering). Das Abzeichen für 25-malige Wiederholung erhielten Peter Unterseher (SV Achenmühle) und Prof. Dr. Hilmar Mund (TSV Brannenburg).

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