Spektakuläre Einsätze in Wasserburg

Ein Arbeitsunfall beim Badria, eine gesperrte Stadt und 24 Tonnen Stahl, die rutschten

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Im Laufe des gestrigen Mittwoch-Nachmittags kam es zu einigen spektakulären Einsätzen im Bereich der Polizei Wasserburg, heißt es heute am Donnerstag-Vormittag. Der Schwertransport ausgehend von der Wasserburger Firma Burkhart (unser Foto – wir berichteten ausführlich) sei dabei nur ein Beispiel. Zuerst habe eine Streife der Polizei zum Wasserburger Badria ausrücken müssen. Dort hatte es einen Arbeitsunfall gegeben.

Bei Schneidearbeiten hatte sich ein Mitarbeiter mit einer Kettensäge in den Unterarm geschnitten. Er wollte ursprünglich einen Holzbalken halten, während ein anderer ansetzte, ihn abzuschneiden. Dabei kam der Balken ins Rutschen, der Geschädigte wollte nachgreifen und kam in das Blatt der Kettensäge. Zwischenzeitlich wurde ein Rettungshubschrauber alarmiert, dieser konnte zum Glück abbestellt werden, sagt die Polizei heute, da die Verletzungen gravierend, aber nicht lebensbedrohlich waren.

Der Mann wurde ins Wasserburger Krankenhaus gebracht. Der Dank gehe an dieser Stelle an den schnell vor Ort eingetroffenen Rettungswagen samt Besatzung, die dem Mann beste Erste Hilfe leisten konnte.

Weiter ging es mit genanntem Schwertransport ausgehend von der Essig-Firma Burkhart in Wasserburg.

Auf Grund der Firmenauflösung wurden riesige Kessel über die Rampe in Richtung B15 transportiert. Die Serpentinen und beide Kreisverkehre in Gabersee mussten gesperrt werden, um die beiden Kolosse gefahrenlos auf ihre weitere Reise zu schicken. Kurz nach Soyen wurden die Schwertransporte der Waldkraiburger Polizei übergeben.

Kurz nach der Übergabe auf Höhe Altensee meldete sich ein Lkw-Fahrer samt Sattelzug. Als wäre die zuvor gesperrte Stadt nicht schon heftig genug, musste nun kurz die B15 gesperrt werden und der Verkehr wurde wieder lahm gelegt. Grund war eine ungesicherte Ladung.

Der Fahrer aus Tschechien musste in der Kolonnenfahrt hinter dem Schwertransportern stark bremsen, dabei kam seine Ladung ins Rutschen. Es handelte sich dabei um 24 Tonnen Stahlplatten, die durch die Bordwand des Aufliegers stießen und an der Bordwand des Führerhauses aufprallten.

Der Fahrer kann von Glück reden, dass er nicht verletzt wurde. Bei dem Vorfall wurden Hydraulikschläuche des Sattelanhängers beschädigt und zum Teil abgetrennt. Der Sattelzug ließ sich nur sehr langsam von der B15 entfernen.

Dem Fahrer wurde noch vor Ort seine unvorschriftsmäßige Ladung vorgehalten und per Bußgeld geahndet.

Foto: John Cater

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