So viele offene Stellen wie noch nie!

Landkreis hat mit 2,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk

image_pdfimage_print

Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 2,9 Prozent (Vorjahr 3,0 Prozent) die niedrigste Arbeitslosenquote im ganzen Agenturbezirk! Die Zahl der Arbeitslosen für den Landkreis liegt bei insgesamt 4 009 Personen – mit den Zahlen des Jobcenters. Es sind 2 575 Männer und Frauen derzeit bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 27 weniger als im Vormonat. „Wir freuen uns, dass wir einen Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen …

… im Agentur-Bereich auf 9 770 Betroffene zu verzeichnen haben. Das ist eher untypisch, da wir in diesem Monat normalerweise einen Anstieg der Arbeitslosigkeit haben. Die positive Entwicklung bestätigt die Aufnahmefähigkeit unseres guten Arbeitsmarktes, was auch durch die hohe Anzahl der bei der Agentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen bestätigt wird.

Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat bei 3,4 Prozent und ist damit so niedrig wie noch nie in einem Monat Februar (Vergleichsmonat des Vorjahres: 3,5 Prozent)“, sagt Michael Vontra, stellvertretender Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur.

„Insgesamt waren am 13. Februar, dem statistischen Zähltag, 310 Personen weniger arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Unüblich ist für diese Jahreszeit der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (SGB II):

Hier waren im Februar 420 Personen weniger arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahrs, wohingegen im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III (SGB III) ein Anstieg der Betroffenen um 110 Personen zu verzeichnen war. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Agentur für Arbeit (Bereich SGB III) nun in der Arbeitsvermittlung diejenigen Kunden betreut, die aufstockend zum Arbeitslosengeld I auch Arbeitslosengeld II beziehen“, so Vontra. „Diese Kunden wurden bisher durch die Jobcenter betreut, weshalb ein Vorjahresvergleich nur eingeschränkt möglich ist.“

Der stellvertretende Agenturleiter weiter zum Rückgang der Arbeitslosigkeit: „Einige Firmen mit Beschäftigten in den Außenberufen haben die Arbeit schon wieder aufgenommen, oder nach Abbau von Überstunden und/oder Kurzurlaub direkt weiter gearbeitet. Ich höre von unseren Vermittlungsfachkräften, die die Arbeitslosen aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe betreuen, dass sie, seit wir mildere Temperaturen haben, täglich Abmeldungen in Arbeit erhalten. Ich bin deshalb optimistisch, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich im kommenden Berichtsmonat (Mitte Februar bis Mitte März) weiter deutlich zurückgehen wird.“

Der Februar war wie schon in den vergangenen Jahren bei den An- und Abmeldungen der Arbeitslosen ein sehr dynamischer Monat:

Im Betrachtungszeitraum vom 13. Januar bis zum 13. Februar haben sich 3 280 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 700 weniger als im Vormonat, jedoch 60 Betroffene mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig haben sich in diesem Zeitraum 3 310 Männer und Frauen wieder bei der Agentur für Arbeit abgemeldet, 1 050 mehr als im Vormonat und 320 mehr als im Februar 2016.
Auch die Stellensituation hat sich insgesamt positiv entwickelt:

Unternehmen haben im Februar 1 230 offene Stellen neu bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 120 mehr als im Vormonat. Insgesamt waren im Februar 4 250 offene Stellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet, so viele wie noch nie. 3 920 davon sind sozialversicherungspflichtig, 3 840 der ausgeschriebenen Arbeitsplätze sind sofort zu besetzen. Viele der Stellenausschreibungen können direkt in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de abgerufen werden.

Auf Personengruppen bezogen waren 1 025 Arbeitslose, die bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentren gemeldet waren, jünger als 25 Jahre, 65 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres und 60 Personen mehr als im Januar.

Michael Vontra dazu: „Junge Menschen arbeiten häufig in den Branchen, die noch von der Winterarbeitslosigkeit betroffen sind. Zudem enden Ausbildungen mit einer Dauer von zweieinhalb und von dreieinhalb Jahren im Februar. Außerdem gibt es Ausbildungsabbrecher, die dann häufig zweigleisig fahren: Sie sind bei der Agentur für Arbeit einerseits in der Berufsberatung gemeldet und suchen nach einem neuen Ausbildungsplatz.

Andererseits arbeiten unsere Fachkräfte aus der Arbeitsvermittlung mit ihnen zusammen und unterstützen sie bei der Stellensuche. Wir möchten diese jungen Menschen bestmöglich unterstützen und auch an die Betriebe appellieren, ihnen berufliche Perspektiven zu bieten. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf die Woche der Ausbildung vom 27. bis zum 31. März aufmerksam machen.

Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne werden wir Arbeitgebern, jungen Menschen und Lehrern unter anderem die Chancen und Vorzüge einer Berufsausbildung aufzeigen. Dabei möchte ich auch auf die vielseitigen Unterstützungsmöglichkeiten seitens der Agentur für Arbeit, beispielsweise die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) oder die assistierte Ausbildung (AsA) hinweisen.

Interessierte Arbeitgeber können unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 einen Termin mit unserem Arbeitgeberservice vereinbaren, wir kommen auch gerne in Ihren Betrieb und beraten. Jugendliche können unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 einen Termin mit einem Berufsberater vereinbaren. Melden Sie sich schnell. Es lohnt sich! Denn wir haben auch für dieses Jahr noch einige Ausbildungsplätze zu besetzen.

Auf die Personengruppen bezogen waren im Februar 4 010 Männer und 2 340 Frauen im Rechtskreis SGB III bei der Agentur für Arbeit, die die Hauptagentur in Rosenheim sowie Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen umfasst, und 1 860 Männer und 1 560 Frauen im Rechtskreis SGB II bei den Jobcentern in Stadt und Landkreis Rosenheim, im Jobcenter Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, sowie im Jobcenter des Landkreises Miesbach (Optionskommune) arbeitslos gemeldet.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent (Vorjahr 5,6 Prozent). Derzeit sind 1 750 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Anzahl der Arbeitslosen um 24 auf 870 Personen. Für 880 arbeitslose SGB II-Kunden, 55 weniger als im Januar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 286 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 785 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Rosenheim – siehe ganz oben. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 434 arbeitslose SGB II-Kunden, 3 mehr als im Januar. Insgesamt betreut das Jobcenter 3 685 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2 920 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Februar eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent) aus. Das entspricht 2 241 beschäftigungslosen Bürgern, davon sind 1 662, 8 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 579 Betroffene (31 weniger als im Januar) sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 068 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 664 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 768 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 3,4 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent) entspricht. Davon sind 1 240 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 70 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld-Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 528 Arbeitslose, 10 mehr als im Januar, gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 1 323 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 045 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.