So viele offene Stellen wie noch nie

Der Arbeitsmarkt im Juli - 1200 Azubi-Stellen noch unbesetzt im Agenturbereich

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Der Landkreis Rosenheim hat weiterhin mit 2,3 Prozent eine sehr niedrige Arbeitslosenquote. Sie hat sich im Juli im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr nicht verändert. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt bei 3 233 Betroffenen (1 754 Männer und 1 479 Frauen). Von der Gesamtzahl sind 1 865 bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 86 mehr als im Vormonat.

Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 368 arbeitslose SGB II-Kunden, 17 weniger als im Juni diesen Jahres. Insgesamt betreut das Jobcenter 3 864 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2 995 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Ein Blick auf den Stellenmarkt: Im Betrachtungszeitraum haben Betriebe 1 210 vakante Arbeitsplätze im ganzen Agenturbereich neu gemeldet, 1 160 davon sozialversicherungspflichtig. Die Anzahl der offenen Stellen hat sich damit um 60 auf nun 4 750 erhöht und ist so hoch wie noch nie.

Die meisten Angebote gibt es im Verkauf (570), in den Medizinischen Gesundheitsberufen (320), bei Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen (300) und im Bereich Verkehr und Logistik (300).

„Wir freuen uns, dass die Anzahl der Arbeitslosen von Juni auf Juli nahezu unverändert geblieben ist. Zum Stichtag am 13. Juli waren in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, 7 430 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar 40 Betroffene mehr als im Vormonat, gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist jedoch ein Minus von 320 Arbeitslosen zu verzeichnen, was die Aufnahmefähigkeit unseres regionalen Arbeitsmarktes erneut unterstreicht“, sagt Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur.

Die Arbeitslosenquote bleibt mit 2,5 Prozent auf dem historisch niedrigen Niveau des Vormonats, das zuletzt in den achtziger und Anfang der neunziger Jahre erreicht wurde. Die Quote liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vergleichsmonats des Vorjahres. „Besonders positiv ist, dass bei allen Personengruppen (Männer, Frauen, Arbeitnehmer unter 25 Jahre und ältere Arbeitnehmer, Ausländer) im Vorjahresvergleich ein Rückgang zu verzeichnen ist“, sagt die Agenturleiterin.

Bei den Jüngeren unter 25 Jahren beträgt die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent. Sie übersteigt damit den Vormonatswert um 0,4 Prozentpunkte und liegt auf Vorjahresniveau.

Insgesamt waren im Betrachtungszeitraum vom 14. Juni bis zum 13. Juli 930 junge Menschen bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Das sind 140 mehr als im Vormonat und zehn weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Die Agenturleiterin dazu: „Jugendarbeitslosigkeit ist und bleibt ein wichtiges Thema. Viele junge Menschen schließen aktuell ihre Berufsausbildung ab, und nicht jeder wird von seinem Lehrbetrieb in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Die Agentur für Arbeit hatte deshalb eine gut besuchte Job- und Ausbildungsmesse für junge Menschen veranstaltet, um diese auf der Suche nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu unterstützen.

Die Kollegen haben mit den jungen Menschen über deren berufliche Situation und die Bewerbungsunterlagen gesprochen und ihnen zahlreiche Angebote mitgegeben. Hoffentlich finden so Betriebe die Fachkraft, nach der sie schon lange suchen, und/oder noch einen passenden Auszubildenden für heuer.“

Im Juli waren bei der Agentur für Arbeit Rosenheim noch 950 junge Menschen als Bewerber für Ausbildungsplätze gemeldet. Dem gegenüber standen 1 200 unbesetzte Lehrstellen. Die meisten Angebote gab es noch im Verkauf (220), für Köche (70), Metzger und Bäcker (60) sowie in den Bereichen Medizinische Gesundheitsberufe (60) (u.a. Medizinische Fachangestellte, Medizinisch-technische Berufe, Gesundheits- und Krankenpflege), Lager und Postzustellung (40) und Versicherungs-/Finanzdienstleistungen (40).

Cujai dazu: „Jugendliche, welche örtlich und in ihrem Berufswunsch flexibel sind, finden noch ein Angebot an unbesetzten Ausbildungsstellen. Es ist bewiesen, dass Fachkräfte viermal seltener arbeitslos werden als Hilfskräfte. Sie finden schneller eine neue Stelle und haben deutlich häufiger ein unbefristetes und längerfristiges Arbeitsverhältnis. Vereinbaren Sie unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 einen Termin mit der Berufsberatung, oder schicken Sie eine E-Mail an Rosenheim.berufsberatung@arbeitsagentur.de.“

Im Berichtszeitraum haben sich 2 550 Personen neu oder erneut bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Dem gegenüber stehen in dem Zeitraum 2 510 Abmeldungen.

Insgesamt waren im Juli 2 290 Männer und 2 080 Frauen im Rechtskreis SGB III bei der Agentur für Arbeit, die die Hauptagentur in Rosenheim sowie Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen umfasst, gemeldet. 1 670 Männer und 1 390 Frauen waren im Rechtskreis SGB II bei den Jobcentern in Stadt und Landkreis Rosenheim, im Jobcenter Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, sowie im Jobcenter des Landkreises Miesbach (Optionskommune) als arbeitslos registriert.

Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich im Vergleich zum Vormonat und dem Vorjahr ein Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent.
Derzeit sind 1 470 Bürger (783 Männer und 687 Frauen) ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat die Anzahl um 43 auf 688 Betroffene. Für 782 arbeitslose SGB II-Kunden, 83 weniger als im Juni, ist das Jobcenter Rosenheim-Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 449 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 897 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Juli eine Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent aus. Der Wert liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats- und um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis beträgt 1 512 (808 Männer und 704 Frauen). Von der Gesamtzahl sind 1 082 in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet, 18 weniger als vor einem Monat. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 108 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 681 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 214 Bürger ohne Erwerbstätigkeit. Es errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent. Der Wert ist um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat und um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Von den 1 214 Arbeitslosen (618 Männer und 596 Frauen) sind 733 bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 74 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Bei diesem Jobcenter sind 481 Arbeitslose, 17 weniger als im Juni gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 1 248 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 992 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

 

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