Seltene Wasserburger Stadtansicht

Städtisches Museum erwirbt Radierung von Theobald Schmögner

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objekt_kZum Herbstbeginn stellt das Museum Wasserburg diesen Monat eine Radierung des Österreichers Theobald Schmögner (1911-1978) vor, die die Stadt erst vor kurzem neu erworben hat. Die vom Künstler handsignierte Radierung zeigt eine Ansicht der Innfront vom Ziehweg aus. Der Blick des Betrachters schweift über das herbstliche Ufer und den grauen Inn. Im Zentrum des Bildes stehen die deutlich erkennbare, rotbraune Innbrücke und das Brucktor.

Geschickt setzt Theobald Schmögner in seiner Radierung freie Flächen ein: So setzt er etwa das Brucktor in Szene, welches sich als einzige Häuserfassade in dem ansonsten nicht kolorierten Inn spiegelt, oder lässt die Stadtsilhouette in einem angedeuteten Nebel verschwinden. Durch die übrigen, überwiegend in Blautönen gehaltenen Fassaden wird ein herbstlicher, fast schon melancholisch wirkender Eindruck erweckt, der durch die Formreduktion der Gebäude noch verstärkt wird.

Theobald Schmögner zählt zur österreichischen Avantgarde nach 1945. Bekannt wurde er jedoch nicht durch seine seltenen Stadtansichten, sondern vor allem durch seine abstrakten Gemälde. Als Mitglied der Künstlergruppe „Der Kreis“ und des „Art Club“ fertigte der experimentierfreudige Künstler darüber hinaus Skulpturen, Collagen und Pastelle an. Schmögners Werke wurden unter anderem im Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, im Tiroler Kunstpavillon sowie im Ausstellungshaus der Wiener Secession ausgestellt. Heute befinden sie sich im Linzer Museum Lentos, im Kunstmuseum Albertina in Wien als auch in den Städtischen Sammlungen München.

 

Abbildung: Theobald Schmögner: Wasserburg/Inn, Radierung. Inv.-Nr.: 1183

 

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