Schule in damaliger Zeit

„Als es noch Überg'legte und das Tatzensteckerl gab": Vortrag in Gars

Ein amüsanter Vortrag wartet im Garser Pfarrheim auf die Zuhörer am Dienstag, 14. März – erzählt wird darüber, wie das allgemeine Schulwesen in Bayern 1803 eingeführt wurde! Die schlechte Bezahlung der oftmals unzureichend ausgebildeten „Schulmeister“ und die Ehelosigkeit der „Schulfräuleins“ stehen genau so im Mittelpunkt, wie die verschiedenen, hoch interessanten Schulformen der damaligen Zeit …

Das Thema des Abends lautet konkret: „Schule damals – als es noch Überg’legte und das Tatzensteckerl gab“.

Referent ist Leonhard Biermaier vom Verein für Brauchtumspflege Erharting e.V.

Hierbei wurde unterschieden von der „Werktagsschule“ – vergleichbar mit der heutigen Grund- und Mittelschule – und der „Feiertagsschule“, die für eine Hof- oder Geschäftsübernahme und zur Verehelichung als Voraussetzung galt.

Die sonntäglichen „Christenlehren“ in der Kirche waren ein weiteres, wichtiges Mosaikteilchen im schulischen Alltag des 19. Jahrhunderts.

Schulstrafen wie „Eckerlstehen“ oder die „Eselsbank“ bis hin zum „Nachsitzen“ über die Mittagszeit bei Wasser und Brot prägten ebenfalls den Schulalltag vor etwa 150 Jahren.

Der Vortrag findet am Dienstag, 14. März, um 19.30 Uhr im Pfarrheim Gars am Inn statt.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Der Referent würde sich aber sehr über Spenden für die Kinderkrebshilfe BALU freuen.

Veranstalter ist das Kasterl Kunterbunt von Christl Schwarzenbeck – in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf.

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Ein Gedanke zu „Schule in damaliger Zeit

  1. Nicht nur vor 150 Jahren wurden die Kinder mit Tatzensteckerl gezüchtigt. Auch vor 50 Jahren haben wir von einer Religionslehrerin oder Pfarrer oder Kaplan regelmäßig das Lineal auf die Finger bekommen. Oder wir wurden immer wieder an unseren kurzen Haaren hochgezogen.

    Da gehts mir durch Mark und Bein, wenn ich da lesen muss, dass der Referent vom Verein für Brauchtumspflege einen Vortrag hält.

    Was dieses sensible Thema mit Brauchtumspflege zu tun hat, ich weiss es nicht.
    Herbert Hof

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