„Schon damals drohte er mit Bluttat“

Mörder von Rott überfiel 2010 Tankstelle in Wasserburg - Augenzeuge berichtet

Der Mörder von Rott – er hat eine lange kriminelle Vorgeschichte (wir berichteten). Schon vor sieben Jahren machte er auf sich aufmerksam. Damals überfiel er eine Tankstelle in Wasserburg. Mit einer Halloween-Maske vermummt drang er an einem Nachmittag im März 2010 in den Shop der Tankstelle ein, schoss in die Luft und verlangte Geld. Dem beherzten Einsatz des Tankstellenbesitzers und weiterer Helfer war es zu verdanken, dass er mit seiner Beute nicht entkam. Sie konnten den Täter überwältigen und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. „Er hat schon damals mit einer Bluttat gedroht“, …

… erinnert sich ein Augenzeuge von damals. „Während er überwältigt wurde, hat er uns aufs Übelste mit Drohungen eingedeckt, mit Worten, die heute immer noch schlimme Bilder in mir hervorrufen und in meinen Ohren nachklingen. Ich will das gar nicht zu deutlich beschreiben“, so der Zeuge. 

Der Mörder von Rott, der damals 18 Jahre alt war, wurde nach dem Überfall wegen räuberischer Erpressung verurteilt und wegen einer psychischen Erkrankung in Gabersee untergebracht. Seit einem Freigang am 4. Februar war er dort – wie bereits berichtet – abgängig und per Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben.

Er befinde sich jetzt in einer besonders gesicherten Einrichtung.

Auf Anfrage der Wasserburger Stimme erklärte heute der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern, Stefan Sonntag, man habe sofort nach dem 4. Februar, als der Mann in Gabersee als abgängig gemeldet worden war, mit der umfangreichen Suche nach dem Flüchtigen begonnen. „Alle Verwandten und Bekannten wurden aufgesucht, das gesamte Umfeld Kontrollen unterzogen. Leider hatten wir nicht die geringste Querverbindung zu der Wohnung der jungen Frau aus Rott, von deren Umfeld aus der 25-Jährige schließlich den Doppelmord begangen hat.“

Zur Unterbringung und den Umständen der Flucht aus Gabersee könne er keine Auskünfte erteilen, so Sonntag. „Das ist nicht Sache der Polizei.“