Samstag, 18 Uhr: Innkaufhaus ist leer

Eine letzte Bilanz mit Geschäftsführerin Moana Bolfeta - Gibt es ein Zukunftsmodell?

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„Wir sind sehr zufrieden mit dem Räumungsverkauf. Das Innkaufhaus, wie es bisher bestand, ist Geschichte.“ Am heutigen Samstag gingen um 18 Uhr die Lichter aus. Die letzten Kunden verließen das Traditions-Kaufhaus im Herzen der Wasserburger Altstadt. Zeit für eine kurze Bilanz mit der ehemaligen Geschäftsführerin, Moana Bolfeta: „Ich danke allen, die mit mir diesen Weg gegangen sind. Die Schließung war unausweichlich. Ich bin extrem dankbar für meine Mitarbeiter, die mir bis zum Schluss unglaublich toll zur Seite gestanden sind. Und ich danke allen Kunden, die uns über Jahre die Treue gehalten haben.“


Am 24. Juni hatte Bolfeta in der Wasserburger Stimme das Aus für das Kaufhaus bekanntgegeben – ein Erdbeben für den Wasserburger Einzelhandel. Der Internethandel und sinkende Umsatzzahlen waren der Hauptgrund für die Schließung. „Letztlich haben die Kunden das so entschieden“, sagt Bolfeta und richtet gleich einen Appell an die Wasserburger: „Was immer jetzt ins Innkaufhaus einzieht, wie immer sich der Einzelhandel entwickelt – ich kann den Menschen in der Stadt und im Umland nur bitten: Geht in unsere wunderschöne, attraktive Stadt zum Einkaufen. Das ist ein echtes Erlebnis. Die Wasserburger entscheiden selbst über ihre Stadt.“

Noch ist nicht ganz klar, wie es mit dem Kaufhaus künftig weitergeht  – allerdings gibt es dem Vernehmen nach konkrete Interessenten. Ein junges, frisches Kaufhaus-Konzept mit mehr Event-Charakter und einem Touch Innkaufhaus-Nostalgie ist in Planung und soll schon bald in der Ledererzeile Einzug halten. Wir berichten weiter …

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3 Gedanken zu „Samstag, 18 Uhr: Innkaufhaus ist leer

  1. Sauerundnichtlustig

    Ach die Kunden haben es entschieden?? Wenn ich als Geschäftsführerin seit Jahren „starken Umsatzrückgang“ merke – mach ich mir Gedanken und ÄNDERE was! Das geschah bei Ihnen aber nicht! Also nichts das die Kunden merkten! Gleicher Look: Die sehr ansprechenden Unterhosen der Firma Sch… stehen neben dem Eingang – das seit x Jahren. Man kann nicht Jahr um Jahr nichts ändern und dann auf die bösen Wasserburger schimpfen. Ich könnte hier noch einiges aufzählen, aber das spar ich mir. (…) (Anmerkung: Von der Redaktion gekürzt)

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    1. „Die reinste Form des Wahnsinns ist es alles beim alten zu belassen und zu hoffen das sich etwas ändert“ Albert Einstein.

      Wenn Gewinn gemacht wird ist es der findige Unternehmer, wenn Verlust gemacht wird sind es die doofen Kunden, im Jahr 2016 hat man natürlich keine Chance mehr als 0815 Kaufhaus zu überleben.

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  2. Eine Beyer Anni kann sich Stillstand leisten, das ist Kult, sonst niemand in der Stadt! Den Mitarbeitern die besten Wünsche und trotz allen Frohe Weihnachen

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