„Rot-Rot-Grün – dann gute Nacht, Deutschland“

Der Bürgermeister in Rott und seine Gedanken, was die Zukunft bringen möge

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Das wäre das Schlimmste – eine rot-rot-grüne Bundesregierung. Das sagte Bürgermeister Marinus Schaber beim Neujahrsempfang der Unternehmer in Rott (wir berichteten bereits mehrmals) mit deutlichen Worten im Gasthaus Stechl. Zudem zog er Bilanz und blickte für seine Gemeinde voraus: Was die Zukunft wohl bringen werde? Auf jeden Fall bringe sie für Rott Ende Mai den neuen Rewe-Markt im Ortszentrum und in der ersten Hälfte 2018 dann wohl zudem einen Discounter. Das Acht-Millionen-Projekt Schul-Sanierung werde …

… voran schreiten und solle 2021 abgeschlossen sein. Ein neues Unternehmen aus Raubling – Schwerpunkt Teflon-Beschichtungen – werde sich ansiedeln in Rott und auch das Thema Radwege-Netz schnitt Schaber an.

Tatkraft und Zusammenhalt – sehr schätze er das große Miteinander von der Wirtschaft und der Politik, es heiße den Standort Rott weiter zu stärken. Und ohne die vielen Ehrenamtlichen gehe in einer Gemeinde ohnehin nichts mehr, auch dafür bedankte sich Schaber herzlichst – von der Rotter Tafel über alle Vereine bis hin zur örtlichen Feuerwehr.

Bundespolitisch fand der parteilose Marinus Schaber besonders klare Worte – siehe oben – gerade auch zum Thema Asyl. Der Zustrom müsse definitiv begrenzt werden, so seine Forderung. In Rott selbst würden derzeit 55 Menschen mit Flüchtlings-Hintergrund leben (wir berichteten bereits). Man dürfe die Kommunen nicht weiter überfordern, sagte Schaber mit Blick auf seine Kollegen im Landkreis – ohne die moralischen Aufgaben zu vernachlässigen. Überhaupt gehe es viel mehr um die menschlichen Werte in unserem Land. Und die, die die Regeln hier bei uns nicht beachten, müssten rigoros das Land verlassen, forderte Schaber eindringlich.

Große Sorgen bereite ihm die Art der Umgangsformen der Menschen ganz grundsätzlich bei uns – vor allem in der Anonymität des Internets. Die Schwelle der Scham sei so sehr gesunken – Menschen würden auf das Übelste beschimpft. Es liege an uns allen, dem entgegen zu steuern und dringend Einhalt zu gebieten …

Foto: Renate Drax

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3 Gedanken zu „„Rot-Rot-Grün – dann gute Nacht, Deutschland“

  1. Solche Äußerungen dürfen nicht unkommentiert bleiben, diese Bemerkung sei mir daher erlaubt:

    Dass ein Bürgermeister in offizieller Ausübung seines Amtes als Redner bei einem Empfang in seiner Gemeinde derart über andere Parteien schimpft und sich Parolen von Populisten zu eigen macht oder von „Gute Nacht, Deutschland“ spricht, ist für mich absolut undemokratisch und daher hoch problematisch.

    Von Kommunalpolitikern vor Ort erwarte ich mir eine überparteiliche, konstruktive Arbeit und Vertretung der Kommune nach außen hin.

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    1. Sehe ich genauso.

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  2. Für mich hört sich dass eher nach Kommunistenhatz alter Schule an. Es genügt nur ein Blick auf die Reallohnentwicklung gegenüber dem Verbraucherpeisindex seit 2000. Auch die Aufschlüsselung wer von der Reallohnentwicklung am meisten profitiert hat ist interessant, da stellt man eine deutliche Verteilung nach oben fest. Unlängst wurden Zahlen veröffentlicht, wieviel Menschen in Deutschland von Altersarmut betroffen sein werden, wenn sie nicht deutlich mehr als 10 Euro pro Stunde in über 40 Jahren verdienen. Und und und… Unter Schröder kam ja überhaupt nichts mehr ordentliches zustande, man nenne nur die Zulassung von Hedgefonds und der deutliche Ausbau des Niedriglohnsektors (nur um mal zwei Beispiele zu nennen). Schröders Politik war wie wir wissen folglich die Geburtsstunde der Linken. Die nachfolgenden Koalitionen machten munter weiter. Was soll also eine Regierung unter Rot-Rot-Grün schlechter machen? Das wird schwierig und gute Nacht, Deutschland, naja, billiger Populismus. Aber der scheint ja grundsätzlich wieder in Mode zu sein.

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