Rosenheim: Trotz Regenpause keine Entwarnung

In Wasserburg hat sich die Situation entspannt - Pegel sinken

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Hochwasserschutz für Wasserburger Optimisten ... gefunden von unserem Leser p-wolf

Hochwasserschutz für Wasserburger Optimisten … gefunden von unserem Leser p-wolf

Rosenheim/Wasserburg – Die Pegel an der Mangfall sinken, das Risiko eines Dammbruches in Kolbermoor ist damit aber nicht geringer geworden. In Feldolling ist der Wasserstand seit Mitternacht um 19 Zentimeter zurückgegangen, an der Mangfallbrücke in Willing um 10 Zentimeter. „Das ist“, so sagte es Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim in der Lagebesprechung der Führungsgruppe Katastrophenschutz, „nicht viel“. Wasserburg scheint hingegen mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein – die Feuerwehren und Hilfskräfte sorgten mit unermüdlichem Einsatz dafür, dass die meisten Füße in der Stadt trocken blieben.

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Aktuell ist die Lage am Damm in Kolbermoor stabil, ein Bruch ist aber auch in einigen Stunden noch möglich. Aufgrund der gesperrten Straßen wird es im Berufsverkehr Probleme geben. Die einzige Möglichkeit von Bad Aibling nach Rosenheim zu kommen, ist derzeit über Großkarolinenfeld. In Rosenheim ist die Evakuierung des Stadtteils Oberwöhr abgeschlossen. In den Straßen steht das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch. Rund 170 Personen wurden in Sicherheit gebracht, rund die Hälfte davon mit Hilfe von Booten. In einem Haus gab es eine Gasexplosion, das ausströmende Gas konnte inzwischen abgestellt werden. Der Damm des Auerbaches, er ist für ein 100-jähriges Hochwasser ausgelegt, verhinderte eine Überschwemmung des Stadtteils Aisingerwies.

Trotzdem wird in diesem Bereich inzwischen vorsorglich ebenfalls evakuiert. Auch im Bereich der Kunstmühle laufen die Evakuierungen. Der Bahnverkehr auf den Strecken von und nach Rosenheim ist weiterhin unterbrochen. Bevor die Züge wieder rollen können, müssen sämtliche Strecken überprüft werden. Es muss sicher sein, dass kein Gleis unterspült wurde. Erfreuliches wird aus Wasserburg gemeldet. Die Lage am Inn entspannt sich und die Sperre der Innbrücke wurde aufgehoben.

Der Führungsgruppe Katastrophenschutz wurde bis jetzt keine verletzte Person gemeldet. Sie rät dringend, Keller und Tiefgaragen zu meiden. Die Einsatzkräfte erhalten weiterhin Unterstützung aus den benachbarten Regionen. Das THW hat Kräfte aus Füssen und Kaufbeuren im Einsatz. Einsatzzüge aus Kempten und Neumarkt bei Amberg sind auf dem Weg. Etwa 15 Prozent aller bayerischen THW-Helfer sind in Stadt und Landkreis Rosenheim beschäftigt. Auch 57 Bundeswehrsoldaten helfen beim Füllen von Sandsäcken.

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