Riesenärger bei den Aibdogs!

Eishockey: Nach zwei verlorenen Spielen gegen Freising sprechen Fans von „Skandal"

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aibdogs Seit dem vergangenen Wochenende ist es allen klar: Der Eishockey-Gott wohnt nicht in Bad Aibling, geschweige denn, dass er hier schon mal auf Kur war. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass die Aibdogs nach einem nervenaufreibenden Wochenende und zwei Spielen gegen Freising statt mit fünf oder gar sechs Punkten nun mit einem mageren Pünktchen dastehen? Für die meisten Zuschauer in der Aiblinger Eishalle war die Erklärung am Sonntagabend schnell gefunden: Der Schiedsrichter war schuld!

Und dieses Mal hat der Standard-Vorwurf sogar zumindest teilweise seine Berechtigung. Denn zwei haarsträubende Schiedsrichter-Entscheidungen zwangen die Aiblinger Eishockey-Mannschaft am Sonntag noch ins Penalty-Schießen, das sie gegen Freising dann verloren. Das Spiel ging mit 7:6 an die Freisinger.

Zu den angesprochenen Szenen: Zum einen lag der Puck frei vor der Freisinger Torlinie, und die Aiblinger mussten nur noch einschieben. Doch ein Pfiff des Schiedsrichters annullierte das Tor – seiner Meinung nach war schon vorab die Hand des Torwarts drauf.

Der zweite Aufreger des Abends war dann eine klare Fehlentscheidung: Der EHC Bad Aibling schoss ein reguläres Tor, doch die Schiedsrichter hatten es im Gegensatz zu den anwesenden Zuschauern erst gar nicht gesehen.

Aiblings Trainer Manuel Kofler nimmt die Referees trotz allem Ärger in Schutz: „Das macht ja niemand absichtlich. Und der Schiedsrichter hat sich anschließend bei mir sogar entschuldigt und zugegeben, dass er das Tor einfach nicht gesehen hat.“

Koflers Beherrschtheit ist beachtlich, denn schon zwei Tage zuvor, im ersten Spiel gegen Freising machte ein umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung alle Punkte-Hoffnungen der Aibdogs zunichte. Ein Penalty der Aiblinger, der auch zu einem Tor führte, musste wiederholt werden. Grund: Es wäre ein nicht berechtigter Schütze gewesen. Nur konnte der zuvor gefoulte Spieler nicht mehr antreten, da er sich bei dem Foul verletzt hatte. Die Aiblinger wechselten also regelkonform.

Half nichts: Der wiederholte Penalty ging nicht rein, Bad Aibling verlor am Freitag in Freising mit 2:4.

Bei allem „hätte, wäre, wenn“ behalten die Landesligisten aus der Kurstadt die Köpfe oben. Manuel Kofler gibt sich realistisch: „Proteste beim Verband werden da wenig Aussicht auf Erfolg haben. Wir konzentrieren uns auf die kommenden Spiele, die alle sehr schwer werden, und müssen die Punkte dann eben da holen.“

Dann holt er tief Luft und sagt: „Allerdings ist es bei so einer kurzen Saison schon ein Riesenunterschied, ob man fünf, sechs Punkte auf dem Konto hat – oder eben wie wir jetzt einen …“

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