Pro Bahn: „Altstadtbahn nicht gestorben“

50 Besucher bei Info-Veranstaltung in den Wasserburger Paulanerstuben

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„30 Jahre Blockade beenden. Der Kampf für die Altstadtbahn ist nicht vorbei“ – unter diesem Motto lud „Pro Bahn“ zu einer Informationsveranstaltung zum Stand der Altstadtbahn ein. Gut 50 Besucher waren dieser Einladung gefolgt und sahen sich den Lichtbildvortrag des Hauptredners Norbert Moy an. 

Moy ist Vorsitzender des „Pro-Bahn“-Bezirksverbandes Oberbayern und in dieser Funktion Mitglied des Konsortiums, das sich vergeblich um die Übernahme der Altstadtbahn von der Stadt Wasserburg beworben hatte.

Moy gab zunächst einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Filzenexpress, also die Bahn von Wasserburg in Richtung Ebersberg beziehungsweise München. In den 80-er Jahren noch von der Stilllegung bedroht, werde sie seit Ende 2014 von frühmorgens bis spätabends im Stundentakt bedient. Seit 2015 könne die Bahn bis Reitmehring mit MVV-Tickets benutzt werden. Ergebnis dieser Entwicklung sei, „dass seit Ende 2014 die Fahrgastzahlen etwa auf das 2,5-fache angestiegen sind“.

Laut Moy ist die Altstadtbahn die natürliche Verlängerung des Filzenexpress in das Mittelzentrum Stadt Wasserburg hinein. Der Umsteigezwang in Reitmehring bewirke, dass viele Fahrgäste aus und in die Altstadt doch lieber das Auto benutzten. Die Altstadtbahn würde viele Autofahrer zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel bewegen. Dies bestätige auch das Gutachten, welches die Stadt Wasserburg 2009 bei der Firma GEVAS in Auftrag gegeben habe, um eine Entscheidungsgrundlage für die Altstadtbahn zu erhalten. „Allerdings bewertete das GEVAS-Gutachten die mögliche Reaktivierung mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von nur 0,25. Liegt dieser Wert unter ein, so sind der öffentlichen Hand Investitionen nicht erlaubt.“

Moy beleuchtete das Gutsachten in aller Ausführlichkeit. Dabei zeigte er die Schwachstellen auf: So werde beispielsweise der Nutzen kleingerechnet, indem bei der Verkehrsverlagerung nur von der kurzen Streckenlänge der Altstadtbahn ausgegangen werde. „Dass die meisten Pendler aber nicht nur nach Reitmehring, sondern nach Ebersberg, Grafing oder München wollen und daher weitere Strecken mit der Bahn statt mit dem Auto zurücklegen, bleibt mit dieser Rechnung unberücksichtigt.“

Moy: „Dafür wurden anderseits die Betriebs- und Unterhaltskosten der Altstadtbahn kräftig hochgerechnet. Mit realistischen Annahmen für die Streckenlänge der Verkehrsverlagerung und die jährlichen Kosten konnte Moy einen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,9 herleiten. Und das, obwohl er weitere Annahmen des Gutachtens beibehalten hat wie etwa die unrealistisch niedrigen Fahrgastprognosen.“

Von einem so hohen Faktor könnten die Planer des zweiten S-Bahn-Tunnels in München nur träumen. Dort erreiche man mit Mühe den Wert von 1,05, obwohl man alle erdenklichen günstigen Annahmen zugrunde lege. „Aber in München will man halt mehrheitlich die zweite Stammstrecke, während in Wasserburg die Altstadtbahn einem großen Industriebetrieb im Wege ist.“

Moy erklärte aber, er sei zuversichtlich, dass der anhängige Rechtsstreit letztendlich beim Bundesverwaltungsgericht in seinem Sinne entschieden werde. Wie nötig die Altstadtbahn sei, könne jeder Fahrgast erleben, der bequem von München her bis Reitmehring anreist, aber für die letzten vier Kilometer in die Stadt hinein wegen dem Umstieg 32 Minuten brauche. BM

 

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34 Gedanken zu „Pro Bahn: „Altstadtbahn nicht gestorben“

  1. von wegen 32 Minuten von Reimaring bis WS-City, der Bus braucht bis zum Busbahnhof koane 10 Minuten. Und: ma kon ois schee (K-N-Faktor1,9) oder schlecht (K-N-Faktor0,25) rechnen, je nach Bedarf… ;-/
    Trau keiner Statistik die Du ned selber gfälscht hast 😉

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    1. Richtig: trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast – und Meggle, Stadt und Dieter trauen eben dem Gefas-Gutachten.
      Wenn man zur reinen Fahrzeit des Stadtbusses auch noch richtigerweise die Umsteigezeit dazurechnet, dann stimmen die 32 Minuten übrigens auch wieder.

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      1. ..auch falsch! Ich trau eben keiner Statistik, ich fahr selbst mit Bahn und Bus und brauch incl. Umsteigezeit von ca. 1 Minute vom Zug zum Bus ca. 10 Minuten zum Busbahnhof. Natürlich kann man das auch wieder negativ auswerten: wenn der Zug Verspätung hat, kann es sein dass der Stadtbus bereits die Fliege gemacht hat und man auf den nächsten warten muss, usw., usw., usw..
        LANGWEILIG!!

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        1. Es sind – wenn alles planmäßig läuft – ca. 5 Minuten Umsteigezeit von den Zügen aus Rosenheim/Mühldorf zum Stadtbus. Die Züge aus München kommen früher, meistens ca. 10 Minuten, manchmal mehr – so ganz gerade ist der Stundentakt ja immer noch nicht. Morgens sind die Umsteigezeiten von Bus auf die Züge teilweise sogar länger. Wie und wann Sie auf eine Minute Umsteigezeit kommen können, bleibt Ihr kleines Geheimnis.

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          1. Die umsteigezeit hast du mit der altstadtbahn genauso. Warten auf zug aus münchen.mphldorf.rosenheim müsste die dann genauso. Also braucht man dann auch 30min von reitmehring bis in due altstadt wie der moy und innleitn so schön hier als negativpunkt gegenüber dem stadtbusa aufführen. Und dann noch das umsteigen von der altstadt in den bus bis zum burgerfeld das dauert ja auch nochmal 15min
            Dann brauch i von reitmehring bis ins burgerfeld 45min. Super 👌

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          2. Sag ich doch: Diese Diskussion ist langweilig, weil sich nix bewegt und die oidn Gleis‘ de nächsten 30 Jahr‘ a no do liegn wos jetz liegn! Trotzdem ein Beispiel für die Oberschlauen: Bin am Mittwoch abend um 18:47 aus Richtung MUC in WS(Bahnhof) gelandet, bin 20 Meter zum Bus gegangen (nicht gelaufen) der gerade einfuhr. Kurz drauf fuhr der Bus ab in Richtung WS-City mit den ganzen Haltestationen unterwegs. Vllt. hat er auch die eine oder andere ausgelassen, jedenfalls bin ich noch vor 19:00 am Busbahnhof ausgestiegen. Und jeder Oberschlaumeier, der a bissl rechnen kann, weiß jetzt daß des ned vui mehr als10 Minuten waren. Basta…

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        2. Die 1 Minute gibt es genau bei drei Zügen am Tag. Ansonsten heißt es 20 Minuten warten.

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  2. Das ist eine niemals endende Geschichte.
    Schade um die verschwendete Zeit.
    In der Altstadt ist sowieso kein Platz mehr für die Bahn. Wo soll die denn halten? Parkplätze sind jetzt schon Mangelware. Wenn die Parkplätze an der Rampe auch noch weg fallen würden wegen der Bahn, dann ist die Stadt tot.
    Wer kommt denn dann noch zum Einkaufen. Und wenn sie ausserhalb vom Tunnel hält, dann ist die Bahn nur eine reine Touristenattraktion wie z.B. die in Dampflok in Prien. Dafür ist der Kosten Nutzen Faktor sicher zu gering. Irgendwann muß man das Thema doch mal sterben lassen.
    Ausser Spesen nix gewesen lautet es hier.

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  3. Macht doch einen Radweg draus, denn einen richtig schönen von Reitmehring nach Wasserburg gibt es eh nicht.
    Besonders attraktiv auch für ältere Leute, denen der Stadtberg zu steil ist.
    So wäre jeden geholfen, denn die Strecke würde ja wieder benutzt werden und Radeln ist gesünder als ein Dieselmotor.
    Geld würde es natürlich auch weniger kosten.

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    1. Des is moi a sehr guade Idee!

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    2. Zum Bericht von Radler.Währe auch dafür für einen Radweg.Der derzeitige Weg (oberhalb der Staustufe bis Attl) ist zum größten Teil für Fußgänger,Radfahrer und Kinderwägen sehr beengt.

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    3. Die Alternativen für die Altstadtbahntrasse sind Bahnbetrieb oder gar nichts. Nur eine Bahnstrecke hat dort Bestandsschutz, weil sie schon lange vor dem jetzt ausgewiesenen FFH-Gebiet da war. Auf der Altstadtbahntrasse ist sonst grundsätzlich gar keine andere zivile Nutzung genehmigungsfähig, sei es Radweg, Gehweg, Rodelbahn oder was auch immer,. Warum? Weil dort ein FFH-Gebiet ausgewiesen wurde, mit Zustimmung von Bürgermeister und Stadtrat zu Wasserburg.

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  4. a Reimeringa

    Erst wenn der Bahnübergang in Reitmehring gemacht ist,
    sollte man über die
    Altstadtbahn weiter diskutieren. Also ca.2040.
    BER lässt grüssen.

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  5. Was mich mal interessieren würde…
    Wenn der Zug im Stundentakt bis in die Altstadt fährt (also 1x rein und 1x raus pro Stunde) muss zwangsläufig der Bahnübergang in Reitmehring zusätzlich 2 x pro Stunde geschlossen werden.
    Was sagen eigentlich unsere Rettungskräfte zu diesem Thema?
    Da ich als Berufspendler jeden Tag das Vergnügen habe, am Bahnübergang (Reitmehring) stehen zu „dürfen“ könnte ich bereits, Notarzt, Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei mit Blaulicht wartend am Bahnübergang bestaunen.
    Wie schon geschrieben, ich bin Berufspendler und nicht jeder Pendler kommt aus der Altstadt und muss nach Ebersberg, Grafing oder München.

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    1. Mit anderen Worten: sie trauen dem Konsortium, das von den Altstadtbahngegnern gerne als ein trauriges kleines Häuflein ewiggestriger Laien und Träumer ohne finanzielle Mittel und ohne Kompetenz dargestellt wird, also zu, trotz aller Widerstände aus der örtlichen und überörtlichen Politik die Altstadtbahn schneller zu reaktivieren, als dass das von unseren Steuermilliarden finanzierte Staatliche Bauamt mit Heerscharen von hochqualifizierten Mitarbeitern und der vollen Rückendeckung aus Politik und Wirtschaft die lange ersehnte und geplante Höhenfreilegung am Bahnübergang Reitmehring hinkriegt?
      Ich glaube, da könnten sie durchaus Recht behalten.

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  6. Steht ja oben schön drin. “ in münchen will man die zweite stammstrecke“ was interessiert mich als wasserburger was münchen bei uns will? Genau einen feuchten sch…ß!

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  7. 50 Besucher, genau die Anzahl die dann die Bahn nutzen würde. Die wiederum mit dem Auto zum Bahnhof Stadt fahren und 1 Stunde einen Parkplatz suchen. Gleich mit dem Bus nach Reitmehring geht bestimmt schneller.

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  8. Die Beschäftigung mit dem Thema „Bahn“ scheint für viele einen obsessiven Charakter angenommen zu haben. Motto: Der gute Mensch fährt Bahn, der böse sitzt noch im Auto.
    Dazu mal folgendes: Neulich habe ich mal wieder gegen 23 Uhr, wie so viele Male schon zuvor, meine Lebenszeit vor den geschlossenen Schranken verschwendet. Als dann endlich der Zug daherwackelte, saß drinnen gerade mal eine (!) Nase.
    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Da werden hunderte Tonnen durch die Gegend gedieselt (woanders werden die Dieselautos mittlerweile aus den Städten verbannt), um einen Menschen zu bewegen!!!
    Und auch tagsüber oder zu Stoßzeiten herrscht in den Zügen übersichtliche Leere…
    Und hier wird ernsthaft über Kosten-Nutzen-Faktoren diskutiert???

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    1. Haargenau ganz genau so, mit eben diesen Argumenten haben vor rund 20 Jahren schon irgendwelche Checker argumentiert, die am liebstn die Bahnlinie von Ebersberg nach Wasserburg und am besten gleich noch die von Rosenheim nach Mühldorf stilllegen wollten. Schon damals haben denen teilweise die gleichen Pro Bahner dagegen geredet, die sich heute für die Altstadtbahn einsetzen.
      Auch wenn es Ihrer subjektiven Checkerwahrnehmung bislang entgangen ist: der ehemals totgesagte, von der Einstellung bedrohte Abschnitt Ebersberg – Reitmehring ist heute das Musterbeispiel für eine gelungene Attraktivitätssteigerung für Bahnstrecken im ländlichen Raum. Die „übersichtliche Leere“ in den Zügen sieht so aus, dass im Berufsverkehr ab Steinhöring bis München nur noch Stehplätze frei sind.
      Und jetzt, lieber Checker, errechnen Sie uns doch bitte mal den Kosten-Nutzen-Faktor der letzten 20 m Straßenerschließung zu ihrem Haus.

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    2. da wären wir wieder bei der Statistik: es könnten unter Umständen mehr sein (proBahn), aber auch weniger(GEVAS)….

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    3. Schon mal überlegt, wie viele Tonnen durch die Landschaft gedieselt und gebenzint werden, weil Leute wie Sie den ganzen Tag jeweils alleine in ihrem Auto durch die Landschaft düsen? Sorry, aber diesen Vergleich verlieren Sie!

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      1. Haben Sie sich schon mal übrlegt, wer die Zeit und den Willen hat, alleine, oder auch zu mehreren „den ganzen Tag … durch die Landschaft zu düsen“? Paketzusteller, Brummifahrer und Vertreter machen das aus Berufsgründen auf der Strasse, Lokführer auf der Schiene. Der grosse Rest der Bevölkerung ist froh, wenn er möglichst wenig Zeit unterwegs verbringt!

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        1. Haben Sie schon mal in die Autos reingeschaut, die auf unseren Straßen unterwegs sind? In den meisten sitzt nur einer. Es ging um den Vergleich Personen pro Tonne Fahrzeug, und da gewinnt der ÖPNV ohne jede Frage gegenüber dem Autoverkehr auf unseren Straßen.

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  9. haubelinchen

    Wie würde das eigentlich mit den Haltestellen funktionieren?
    Gabersee Landschaftsweg Innhöhe
    Bitte um Aufklärung der Bahn Befürworter

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  10. Herr Moy , nehmen sie Ihre Millionen und kaufen sich eine Bahn in „Hinterdupfing“ ! Lesen Sie die Berichte nicht in der Wasserburger Stimme,
    oder ignorieren Sie alles? Das Bayrische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wird sich freuen , mit was für Leuten sie sich abgeben muss, die nur ihre Ideologie und nicht die Umwelt,die Natur und die Artenvielfalt vertritt. Denn Ihnen scheint es egal zu sein was alles zerstört wird.Auf den Widerstand freue ich mich schon heute. Ich sag nur „Wackersdorf“, mehr soag i ned ! Haben wir keine anderen Probleme?

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  11. Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

    Zum Bericht von Radler.Währe auch dafür für einen Radweg.Der derzeitige Weg (oberhalb der Staustufe bis Attl) ist zum größten Teil für Fußgänger,Radfahrer und Kinderwägen sehr beengt.

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    1. Wenn es nach vielen Leute hier geht, soll alles so bleiben wie es ist.Aber es steht doch wohl ausser Diskussion , daß der Verkehr mehr und mehr zunehmen wird.Das kann dann eine Kleinstadt mit beengter Infrastruktur nicht mehr schaffen.Wer entspannt im öffentlichen Nahverkehr kommt, keine Parkplatzprobleme (zB am Wochenende Rentner, Familien ohne Auto )werden gerne in unser schönes Wasserburg kommen wollen.Ich fahre sehr oft mit dem MVV-Gesamznetzticket von München nach WS.Und ich muss sagen, vom Ostbahnhof bis WS in knapp 50 Minuten ist ein sehr guter Wert, schafft man mit Auto im Berufsverkehr aber nicht.Nervig nur die Wartezeit von knapp 20 Minuten auf den dann teils überfüllten Bus nach WS-Stadt, der sich am Busbahnhof einen Stellplatz zu Schulstosszeiten erkämpfen muss.Wer auf die Auto Kennzeichen am P & R Platz schaut, merkt , dass viele TSèr oder MÜ`er vertreten sind, also auch die umliegenden Gemeinden profitieren von der Bahn.-Ich versteh nicht, dass so viele gegen eine Altstadtbahn sind,
      es wertet die Stadt weiter auf und bringt Menschen in die Stadt ( Gruppen, Rentner oder Familien mit wenig Einkommen(also ohne Auto).)Ich denke Autofahrer haben wir hier schon genug.Die ganze Stadt ist zu Stosszeiten rappelvoll und überfüllt, auch mit Bussen , die das ganze noch weiter verschlimmern.

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      1. Und wo wollen Sie an der Innhöhe in den Zug einsteigen?

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      2. a oberbayer

        Hallo INNHÖHE,
        ich verstehe den Zusammenhang mit den Traunsteinern und Mühldorfern nicht.
        Könnten Sie mir bitte erklären, wie die München-Pendler aus TS und MÜ durch eine Altstadtbahn provirieren würden?
        Danke!

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        1. Über die Verkehrslage zum Schulschuss brauchen wir hier nicht zu sprechen.
          Ich denke jeder kennt das Problem.
          Viel zu viele Personen, Busse und PKW’s auf viel zu engen Raum.
          Wie „a oberbayer” schon schrieb… was hat das mit Traunsteinern und Mühldorfern zu tun?
          Für viele Einwohner aus besagten Landkreisen ist Wasserburg schlicht und einfach gesagt der nächste Ort mit Einkaufsmöglichkeiten bzw. ihre Arbeitsstätte.
          Wo sollten Einwohner aus z.B. Haag (LK Mühldorf), Frabertsham (LK Traunstein) oder wo auch immer sie her kommen überhaupt in die Bahn einsteigen?
          Da finde ich das „Problem“ mit dem Nummernschild „M-“ schon viel schlimmer.
          Mal von den Parkkünstler auf 2 Rädern rund um den Rathausplatz abgesehen.
          Niemand aus Ebersberg oder München würde nach Wasserburg zum „Shoppen“ fahren, aber aus Wasserburg nach München…???
          Zum Schluss sein noch angemerkt: Wer mit seinem Porsche Cayenne in die Altstadt zum Bio Markt fährt, wird / würde auch nicht mit der Bahn fahren.

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  12. Manuel Michaelis

    Könnte man nicht endlich einfach mal eine Bürgerbefragung zum Thema Altstadtbahn machen? Natürlich nur unter den Menschen, die in Wasserburg leben – nicht so einen Beschiss wie damals die Umfrage wegen der Motorradfahrer…
    Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit dagegen wäre und dann wüssten eventuelle Investoren auch gleich, woran sie sind und das leidige Thema wäre endlich vom Tisch.

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    1. Eventuellen Investoren wäre es vermutlich egal, selbst wenn 99% der hiesigen Wohnbevölkerung gegen die Altstadtbahn wären. Aus Investorensicht wäre nur interessant, ob irgendwann die erforderliche Anzahl an Fahrgästen erreicht wird, ab der vom Freistaat Bayern Fahrleistungen auf der Strecke bestellt werden – ob diese Fahrgäste dann Wasserburger sind, die Richtung München fahren oder Auswärtige, die nach Wasserburg wollen, ist völlig egal.
      Anders gesagt: es geht um die korrekten Anwendung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes, nach welchem der Erhalt von Eisenbahninfrastruktur Vorrang vor der Stilllegung hat. Direkte Demokratie ist eine schöne Sache, aber ob die vorübergehend ausgesprochene Stilllegung nach dem Gesetz rechtmäßig war oder nicht, ist eine Sache, die aus gutem Grund von Gerichten zu entscheiden ist.

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      1. Ich sage nur Reaktivierung der Bahnstrecke: Neu-Ulm nach Weißenhorn. Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Altomünster.Ich möchte noch anmerken, dass sicherlich alle die sich hier, natürlich besserwisserisch und mit allen Argumenten bewaffnet gegen die Altstadtbahn wehren, allesamt Autofahrer sind und nicht die Bahn oder den Bus benützen, und was man eh nicht braucht kann man auch verteufeln´oder schlechtreden .Eine gute Infrastruktur , und dazu gehört auch die Bahn wird in Zukunft immer bedeutsamer werden, aber in Deutschland wird alles über Jahre blockiert, Planungsverfahren dauern länger als woanders dann schon gebaut wird .Und Schlussendlich wird doch gebaut, natürlich teurer als jemals geplant. Mich nervt diese deutsche Nörgelei .Irgendwer stört sich immer an irgendetwas. Experten hier ohne Ende.

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        1. Neu-Ulm Weißenhorn
          Streckenlänge 9,8 km, 5 Haltepunkte
          Streckenführung freies Land

          Reitmehring Wasserburg Altstadt
          Streckenlänge 4,2 km, 2 Haltepunkte
          Streckenführung Inndamm

          „Eine gute Infrastruktur, und dazu gehört auch die Bahn, wird in Zukunft immer bedeutsamer werden“ ja, das ist richtig.
          Nur wird eine „Altstadtbahn“ das Problem nicht lösen.
          Hierzu bedarf es mehr als nur 4 km Bummelzug.

          Ja, ich bin Autofahrer und Pendler.
          1) in den ländlichen Gegenden fährt oft kein Bus (außer Schulbus)
          2) an meinem Arbeitsplatz (einfache Stecke 40 km) gibt es weder Zug, S-Bahn noch U-Bahn Anschluss
          3) entgegen Ihrer Aussage fahre ich auch gerne mal mit dem Zug nach München zum Shoppen.
          Wie viele Personen aus der Altstadt bzw. aus dem Umfeld die mit dem Rad an den Altstadtbahnhof fahren könnten sollte es laut Ihrem Gutachten den geben?

          Denn parken kann man ja mit dem verteufelten PKW in der Altstadt bzw. Reitmehring nicht bzw. dann nicht mehr.
          Für mich und meine Fahrgemeinschaft ist das schlichtweg unmöglich.
          Und wie oben schon geschrieben wurde, nicht jeder muss nach Ebersberg, Grafing oder München.

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