Pistole steckte im Hosenbund

... ein Schlagring blitzte aus der Türablage - Pkw mit Rumänen gestoppt

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Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem das Polizeipräsidium nicht irgendeine Festnahme mitteilt, bei der eine Person bewaffnet in der Region unterwegs war. Diesmal stoppte die Bundespolizei zufällig ein mit vier Männern besetztes Fahrzeug mit deutscher Zulassung. Das Ergebnis der Kontrolle: Drei von vier rumänischen Insassen wurden vorläufig festgenommen, eine Pistole und ein Schlagring sicher gestellt. Bei der Überprüfung des 22-jährigen Fahrers zeigte sich per Polizeicomputer, dass der junge Mann von der Staatsanwaltschaft in Ingolstadt mit Haftbefehl gesucht wurde.

Wegen Diebstahls und unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs war der Rumäne zu Geldstrafen in einer Höhe von insgesamt rund 4.000 Euro verurteilt worden. Seine Justizschulden hatte er bislang jedoch nicht beglichen. Da er auch bei der Kontrolle nicht in der Lage war, die geforderte Summe zu zahlen, wurde er ins Gefängnis nach Traunstein gebracht. Dort muss er eine 180-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.

Bei der genaueren Überprüfung der Mitreisenden im Fond des Wagens stellten die Beamten fest, dass im Hosenbund des 25-jährigen Begleiters eine Schreckschusswaffe steckte. Einen Nachweis, die Pistole in Deutschland führen zu dürfen, konnte er nicht erbringen.

Zusätzlich zur geladenen und schussbereiten Waffe fanden die Bundespolizisten in der Türablage einen Schlagring. Beide Waffen wurden sichergestellt und der Mann vorläufig festgenommen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er seine Reise fortsetzen. Wegen seiner Verstöße gegen das Waffengesetz muss er voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren rechnen.

Auch der Beifahrer war kein unbeschriebenes Blatt. Nachdem der verurteilte Straftäter als Fahrer ausfiel, wollte er sich hinters Steuer setzen. Ehe er die Kontrollstelle der Bundespolizei verlassen durfte, überprüften die Beamten noch seinen Führerschein. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem vorgezeigten Dokument um eine Fälschung handelte.

Der rumänische Staatsangehörige wird sich wegen Urkundenfälschung verantworten müssen. Seine Heimreise musste er jedoch ohne Auto antreten.

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4 Gedanken zu „Pistole steckte im Hosenbund

  1. Es ist unfassbar, fast jeden Tag kommt so eine Nachricht.
    Warum wundert mich das nicht, dass die Menschen Fremden gegenüber immer misstrauischer werden?

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    1. Ehm liebe Aneohnerin, bei den letzten Berichten in der Wasserburger Stimme zu diesem Thema wurde die Nationalität meist nicht genannt, also ist davon auszugehen dass es Deutsche in diesen Fällen waren. Werden sie den Deutschen gegenüber auch misstrauischer oder definieren sie das Wort „Fremde“ so wie ich, d.h. dass sind Menschen die ich nicht personlich kenne, hat aber ergo nix mit Hautfarbe, Kultur, Religion, Sozialisation etc. zutun.
      Falls ein Zeitungsartikel sie aber tatsächlich so stark verunsichert dass sie physisch und psychisch eine deutliche Verschlechterung ihrer Angstsymptomatiken verspüre rate ich ihnen einen Therapeuten aufzusuchen.

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      1. Intrassanter finde ich die Formolierung „das die Menschen Fremden gegenüber…“ soll das jetzt heisen, dass Fremde keine Menschen sind?

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  2. Hallo Prof. Heine,
    ich komme leider nicht aus der Medizin.
    Könnten Sie mir bitte erklären was ich unter einer „physischen Verschlechterung einer Angstsymptomatiken“ zu verstehen habe?

    Gruß und vielen Dank im Voraus

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