Paukenschlag in Griesstätt: Pauker gibt auf

Der Bürgermeister nach geheimer Sitzung: „Ende August ist für mich Schluss"

image_pdfimage_print

Beschuldigungen im Gemeinderat, öffentliche Diskussion um sein Amt, Ärger mit der Verwaltung – für Griesstätts Bürgermeister Stefan Pauker hat das im Sommer ein Ende. Telefonisch teilte das Gemeindeoberhaupt heute der Wasserburger Stimme mit, dass für ihn am 31. August Schluss ist. „Bei der nichtöffentlichen Sitzung am Mittwoch haben wir uns geeinigt, dass ich meine ehrenamtliche Tätigkeit als Bürgermeister aufgebe. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Seit Monaten war Pauker in der Schusslinie, es kriselt im Rathaus (wir berichteten). Mit einer Gemeindebroschüre hatte alles angefangen, über die Nutzung seines Dienstwagens war öffentlich diskutiert worden und auch mit der Verwaltung lief nicht alles reibungslos. Den Diskussionen um seine Person setzt Pauker jetzt mit dem Rücktritt ein Ende.

Lesen Sie auch:

Was ist nur in Griesstätt los, Herr Pauker?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

14 Gedanken zu „Paukenschlag in Griesstätt: Pauker gibt auf

  1. Externer Betrachter

    Ich durfte Herrn Pauker als ruhigen, sachlichen Mann kennenlernen, der garantiert nicht böswillig zum Schaden der Gemeinde, sondern für Griesstätt und die Bürger gehandelt hat. Für ihn ist das ein mutiger, konsequenter Schritt – nicht zuletzt auch zum Schutz seiner Familie. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Es ist aber erschreckend, auf welchem Niveau gegen den Bürgermeister über Wochen (trotz öffentlich eingestandenen Fehlern) vorgegangen wurde. Für Griesstätt ist der Rücktritt nicht nur in der Außenwirkung ein Desaster. Auch muss man sich jetzt die Frage stellen, wer in dieser verfahrenen Situation überhaupt noch freiwillig als Nachfolger/-in kandidieren möchte.

    234

    35
    Antworten
  2. Immer schön auf die Leute eindreschen die sich Ehrenamtlich engagieren, wenns so weiter geht haben wir in ein paar Jahren reihenweise Gemeinden ohne genug Räte oder Bürgermeister…

    203

    28
    Antworten
    1. Och, genug Profilneurotiker wird’s immer geben. Und gottseidank auch genug Leute, die tatsächlich in ihrem Dorf was sinnvolles tun wollen. Vor leeren Sitzungssälen brauch keinem bange zu sein.

      0

      4
      Antworten
  3. Endlich, endlich ist er zurückgetreten!

    Und jetzt nehmen ihn alle in Schutz, das Mitleid ist groß und alle schimpfen auf den Gemeinderat? Vorrangig auf alle aus der CSU (die nicht die Mehrheit hat)? Wer zählen kann, erkennt ganz klar, dass auch seine eigene Fraktion nicht mehr hinter ihm steht.

    Sich jetzt selbst als den Unschuldigen, ungerecht Behandelten hinzustellen schlägt dem Fass wirklich den Boden aus.
    Das Beste für Griesstätt wollte er? Aber immer aus seiner Sicht, natürlich.

    Warum werden wohl solche Themen wie diese Broschüre in öffentliche Sitzungen gezogen. Vermutlich weil sie nur die Spitze des Eisberges darstellen!
    Wenn keiner (Gemeinderat wie Verwaltung) mehr mit ihm zusammenarbeiten will wie er es selber sagt, liegt die Vermutung schon sehr nah, dass man mit Herrn Pauker einfach nicht zusammenarbeiten kann.

    Hoffentlich kann endlich Ruhe einkehren und wieder sachlich miteinander geredet werden. Und hoffentlich sehen auch die Griesstätter, dass Griesstätt bis zum 31.08 noch einen Bürgermeister hat, der weder Politiker ist noch das Zeug zur Führungskraft hat.

    54

    95
    Antworten
  4. Also diese aktionen mit alles oeffentlich in der zeitung auszutragen ist ein hohn fuer die Gemeinde! Wirklich zum Fremdschämen! Kuemmert jetzt euch mal wieder um die belange der buerger und lasst hr. Pauker in frieden! Ihr “ beitlschneider“ ihr! Ihr die restlichen gemeinderaete macht euch wirklich laecherlich!

    149

    37
    Antworten
  5. -siehe Wochenendezeitung 25./26.03.17, Seite 20, letzter Satz vom Artikel „Stefan Pauker zieht Schlussstrich“-

    Anscheinend bestimmt seit neusten der Gemeinderat in der Gemeinde Griesstätt den Bürgermeister. Genauso wie ein paar von ihnen entschieden haben das Pauker weg muss.
    Jetzt stellt sich die Frage, wenn ein paar aus dem Gemeinderat, dass alles selber entscheiden -nicht mehr die Bürger- wer die Kosten der neuen Wahl wieder tragen muss? Etwa die paar „Bestimmer“ aus dem Gemeinderat, sowie es Pauker aus eigener Tasche bei der Broschüre gemacht hat (Anmerkung am Rande: einige der Gemeinderäte die die Broschüre kritisieren haben ihre eigene Werbung in der Broschüre)

    Nein, natürlich wir Bürger!

    101

    19
    Antworten
  6. Es ist vollbracht!!!

    Der von uns Gemeindebuergern ,zwar knapp, gewählter Bürgermeister Pauker wurde von den Gemeinderäten gestürzt!
    Nach vielen Intrigen und Absprachen ist es endlich gelungen ihn zum Rücktritt zu zwingen!!
    Diese unmenschliche Schlammschlachten haben den BM Pauker und seiner Familie sehr schwer geschadet, aber auch die Gemeinde lächerlich gemacht, sollte auch nur ein Funken Anstand bei den Gemeinderäten vorhanden sein, so sollten sie auch zurücktreten.
    Wie schäbig ist es von einem 2.Buergermeister noch vor der Beerdigung des 1.Bm seinen Hut in den Wahlkampf zu werfen.
    Wir glauben ein neuer erste Bürgermeister sollte bestimmt nicht aus den Kreise der amtierenden Gemeinderäte aufgestellt werden, eine „rote Socke“ wäre wohl das letzte das man der Gemeinde antun könnte.!!!!

    127

    28
    Antworten
  7. Ich würde sagen, die Griesstätter brauchen sich keine Sorgen um die Kosten einer neuen Wahl machen… Da soll halt der Gemeinderat einen bestimmen, der’s macht und dann werds a bestimmt der Grechte wern…

    19

    34
    Antworten
    1. Doch, sollten sie – sie zahlen schließlich auch. Für das Privileg, ihren Bürgermeister selber wählen zu dürfen. So weit kommt’s noch, dass mir ein Gemeinderat vorschreibt, wer mein Häuptling ist. Das darf nur die Mehrheit meiner Mitbürger. So geht Direktwahl in der Demokratie nun mal. Und auch wenn es sich manchmal verdammt so anfühlt: Noch leben wir nicht in einer Bananenrepublik.

      14

      0
      Antworten
  8. Auf welchem Niveau wir denn hier bitteschön über ebenfalls gewählte Mitbürger geredet und gehetzt? Die haben übrigens auch alle Familien hier. Und arbeiten hier und haben Partner, die hier arbeiten und Kinder..

    Und was für Unwahrheiten hier veröffentlicht werden. In Bayern ist es rechtlich überhaupt nicht möglich einen Bürgermeister einfach so zu „stürzen“. Fragt da von euch einer mal nach warum das die letzten Wochen so gelaufen ist? Was den Gemeinderat dazu bewogen hat so zu handeln? Nein. Da wird nun auf eine Partei und ein paar „Bestimmer“ geschimpft. Schaut euch doch die Protokolle an! Wer da was sagt und wofür abstimmt. Auch die Schwarzen, aber die anderen auch alle.
    Möglicherweise blieb ihnen allen nichts mehr übrig, war und ist das das Beste für die Gemeinde? Und diese unselige Broschüre: es geht doch nicht um die Broschüre an sich. Die fanden doch anscheinend alle gut. Da geht’s doch um die Vorgehensweise, wie er das angeht und durchpeitscht und im Nachhinein das ganze Ausmaß rauskommt. Und zum Schluss soll dann bezahlt werden.

    Die Gemeinderäte werden jetzt als die Königsmörder dargestellt und die Rolle, die Bürgermeister Pauker gespielt haben muss? Auch mal hinterfragen.
    Jede Geschichte hat 2 Seiten.
    Warum meldet er sich am Tag nach dem ersten öffentlichen Gegenwind krank?
    Wer zieht die Sache denn jetz auf persönlicher Ebene in die Öffentlichkeit? Interessante Vorgehensweise am Tag vor einer „geheimen“ Sitzung damit selber an die Presse zu gehen. Offenbar sinnbildlich für seine Amtszeit. Lauter Alleingänge. Um was geht’s? Um seine Person.
    Und sein Leid klagen. Dass ihm Dinge zu seinen Ungunsten „ausgelegt“ wurden? Dass er Gemeinderat und Verwaltung öffentlich schlecht macht. Bezeichnend ist doch, dass keiner eine Mediation wollte. Da kann doch die Kommunikation nicht erst seit kurzer Zeit schwierig sein.

    52

    53
    Antworten
  9. Heinrich@binder

    Schade für Griesstätt. Herr Pauker hätte den „Aufstand“ gleich (wie Erdogan) niederschlagen müssen.

    8

    37
    Antworten
    1. Wow – geh mal in den Keller und hol das Niveau wieder hoch! Wir leben nicht mehr in Adolfs Zeiten.

      27

      1
      Antworten
      1. Na wenn Sie Frau Sommer und Konsorten fragen, hätte die bestimmt nichts dagegen.

        4

        9
        Antworten
  10. Unbekannter

    Hoch lebe Altburgermeister Meier!!! So was wär nie in seiner Amtszeit passiert. Oder? Er war ein Glücksfall für Griesstätt und hat unser Gemeindewohl immer als höchste Priorität gehabt. Es wird schwierig, so einen wiederzufinden!

    1

    5
    Antworten