Parkmoral lässt zu wünschen übrig

Herbstfest Rosenheim: So manches Auto am Abschlepphaken - Schon viele Wiesnverbote

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Den gestrigen Sonntag prägten auf dem Rosenheimer Herbstfest überwiegend Familien und Trachtler, die gemeinsam fröhlich das Erntedankfest feierten. Der Rosenheimer Wettergott zeigte sich gnädig und gönnte zumindest beim traditionellen Festzug dem Regen eine kleine Pause. Die Wiesnwache musste nur selten einschreiten, ein insgesamt ruhiger und entspannter Tag aus Sicht der Polizei. Allerdings lässt die Parkmoral etwas zu wünschen übrig und der ein oder andere Festbesucher fand sein Auto am Abschlepphaken wieder.

Wer sich die Gebühren für das Parkhaus sparen will oder den kürzesten Weg aufs Festgelände sucht, sollte sich genau überlegen, wo er seinen fahrbaren Untersatz abstellen möchte. Rettungswege, Behindertenparkplätze sowie Feuerwehranfahrtszonen sind unbedingt freizuhalten und werden konsequent freigeschleppt.

Dies mussten zwischenzeitlich 19 Verkehrsteilnehmer erfahren (gesamte Wiesn 2016: ’nur‘ zwölf), die neben dem Strafzettel auch noch die Abschleppkosten zu bezahlen haben.

Ring frei dachten sich zunächst mehrere „Gaudi-Boxer“, die sich auf Höhe des Kettenkarussells gegenseitig mit Boxhandschuhen bearbeiteten. Zum Glück stellte sich alles nur als Spaß heraus und die Wiesnwache übernahm kurzerhand die Funktion des Ringrichters. Durch werfen des Handtuches fand der Kampf jedoch ein vorzeitiges Ende.

Auch in diesem Jahr sind Luftballone der Renner auf dem Rosenheimer Herbstfest. Jedoch sollten die fliegenden Mitbringsel auch bezahlt werden. Ein 18-jähriger Raublinger nutzte die Gunst des unbeobachteten Moments und bediente sich kostenlos an einem Luftballonstand. Die Rechnung machte der Bursch jedoch ohne die Wiesnwache, die den Diebstahl genau beobachtete.

„I am from Austria“ oder genauer gesagt Innsbruck kam ein 33-Jähriger Festbesucher, der nicht nur legale Rauchwaren dabei hatte. Im Rahmen einer Personenkontrolle wurden bei dem Mann geringe Mengen Cannabis aufgefunden und sichergestellt. Gegen den Österreicher wurde Anzeige wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet.

Wiesnverbote werden nicht zum Spaß ausgesprochen und bedeuten ein Betretungsverbot des Festgeländes für die gesamten restlichen Herbstfesttage. So sollen aufgefallene Störenfriede und Streitsüchtige vom friedlichen Volksfest ferngehalten werden. 73 Wiesnverbote (gesamte Wiesn 2016: 85) sprachen die Beamten bisher aus und kontrollieren auch deren Einhaltung. Völlig unbelehrbar scheinen acht junge Männer zu sein, die am Wochenende trotz des Hausverbotes wieder auf dem Festgelände angetroffen wurden. Sie erwarten Anzeigen wegen Hausfriedensbruch.

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