Parkgebühren ja, aber nicht sofort

Gestern im Haupt- und Finanzausschuss: Beratung über Wasserburger Parkhäuser

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Sind Wasserburgs Parkhäuser bald komplett kostenpflichtig? Über diesen Antrag der SPD-Fraktion diskutierte der Haupt- und Finanzausschuss im Rathaus am gestrigen Dienstag. In einem sind sich die Stadträte dabei einig: Die Parkgebühr wird kommen. Nun geht es darum, die Details abzuklären. Die Gebührenpflicht soll allerdings erst …

… am 1. Januar 2018 eingeführt werden, da heuer noch Umbauten am Parkhaus am Kellerberg (Foto)  anstehen.

„Heute geht es nicht um Details, sondern um die Klärung der Fragen, die mit dem Beschluss einhergehen.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Michael Kölbl die Diskussion rund um die Erhebung der Parkgebühren. Er schlug vor, Verkehrsplaner Robert Ulzhöfer in weitere Besprechungen zur Thematik mit einzubeziehen.

Folgende Rahmenbedingungen sind zunächst zu klären: Werden Parkscheinautomaten und Schranken eingeführt? Verursachen Gebühren mehr Parksuchverkehr in die Altstadt? Sollen Kurzzeit-Parkzonen eingeführt werden und inwiefern sind diese regulierbar? Wie wird die Gebührenpflicht von Langzeit-Parkern geregelt? Wie wird eine „lange Parkzeit“ definiert? Und – der wohl interessanteste Aspekt – wie viel soll das Parken kosten?

„Aus bisherigen Diskussionen ist hervorgegangen, dass eine lange Parkzeit eine Spanne von zwei bis zehn Stunden beschreibt“, erklärte Kölbl. Er betonte außerdem, dass sich die Gebühren für die Parkhäuser auf maximal ein bis zwei Euro pro Tag belaufen werden.

So äußerten sich die Ausschussmitglieder zum Thema:

Oliver Winter (CSU): „Wir plädieren besonders für Dauer-Parkgebühren, weil andere Regelungen zu mehr Parksuchverkehr in der Altstadt führen könnten. Angesichts der Haushaltslage darf es nicht sein, dass Autofahrer ihre Garagen aufgeben, verkaufen oder vermieten und dann ihr Fahrzeug kostenlos in einem überdachten, öffentlichen Gebäude unterstellen. Deshalb darf die Dauer-Parkgebühr auch nicht billiger sein, als eine private Garage. Eine simple Lösung mit Parkscheinautomat und Schranke ist auch ohne Überwachung finanziell lösbar.“

Werner Gartner (SPD): „Wir sind uns alle einig, dass etwas an der Parksituation verändert werden muss. Jedoch möchte ich deutlich betonen, dass sich die Nutzer der Parkhäuser nicht an etwaigen Baukosten beteiligen müssen, sondern an den laufenden Betriebskosten.“

Edith Stürmlinger (Bürgerforum): „Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, möchte aber dringend davor warnen, einen Schnellschuss abzugeben. Wir haben im Grunde genommen ein gut funktionierendes System und müssen bedenken, dass jede Veränderung an dem System eine Konsequenz nach sich ziehen kann. Irgendwo schnell eine Schranke hinzustellen, macht also keinen Sinn. Das gesamte Konzept muss gut durchdacht werden.“

Markus Hoeft (Bündnis 90 / Die Grünen): „Einen Verkehrsplaner in die Thematik mit einzubeziehen, empfinde ich als sinnvoll. Wichtig ist, die Erhebung der Gebühren nicht losgelöst vom Parkraum-Bewirtschaftungskonzept zu betreiben. Auch müssen natürlich anfallende Folgekosten mit beachtet und eingerechnet werden.“

Wolfgang Janeczka (SPD): „Die SPD-Fraktion freut sich, schon seit zwei Jahren mit dieser Thematik auf dem richtigen Weg gewesen zu sein. Jetzt. da auch die Ergebnisse vom ISEK vorliegen, sind wir uns alle einig, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Gebühren einzuführen. Natürlich wird diese Entscheidung nicht bei allen auf Verständnis stoßen, aber durch die Einbeziehung des Verkehrsplaners können wichtige Aspekte geklärt werden.“

Elisabeth Fischer (CSU): „Die Umbaumaßnahmen am Parkhaus im Sommer verschaffen uns das perfekte Zeitfenster, um jetzt das Konzept gut durchdacht planen zu können. Die Gebühren dann Anfang 2018 einzuführen, erscheint mir als sehr sinnvoll.“

Als Ergebnis der Diskussion beauftragte die Verwaltung die Entwicklung eines Konzepts zur Gebührenerhebung in Parkhäusern einstimmig. Die Erhebung soll ab dem 1. Januar 2018 in Kraft treten, eine Schrankenlösung wird vom Ausschuss bevorzugt. Es soll darüber diskutiert werden, Monats- oder Jahreskarten einzuführen und eine maßvolle Gebühr für langfristige Parker zu erheben. Verkehrsplaner Robert Ulzhöfer wird in die Thematik mit eingebunden werden und bisher nicht bewirtschaftete Parkflächen – wie unter der Rampe – sollen berücksichtigt werden. HF

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27 Gedanken zu „Parkgebühren ja, aber nicht sofort

  1. Ich Stimme dem Stadtrat voll zu,zu erst denken dann handeln bzw. Umsetzung.

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  2. Ein Wasserburger

    Parkgebühren? Klares Ja! Und für wen? Natürlich für alle! Vor allem angesichts der angedachten nur moderaten Höhe für Tagestickets absolut angebracht und zumutbar. Deshalb wird kein einziges Geschäft in der Altstadt zumachen müssen! Und irgendwie muss ja schließlich auch der Unterhalt der Parkhäuser langfristig finanziert werden.

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    1. Sehe ich grundsätzlich genauso. Und wenn man es geschickt macht, könnten die Geschäfte, Cafes und Restaurants sogar davon profitieren. Man könnte ja z.B. für jede 10 € Umsatz die man in der Stadt macht einen gewissen Nachlass auf die Parkgebühren gewähren. Technisch wäre das sicher machbar.

      Für die Leute, die berufsbedingt einen Parkplatz benötigen, für die könnte man doch eine Art „Job-Ticket“ einführen. Bis zu 44€ im Monat kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern steuerfrei als Sachbezug zukommen lassen. Wäre evtl. ein Denkansatz das auf diese weise zu regeln.

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  3. Ich habe meinen Arbeitsplatz in der Altstadt, wohne aber 15km außerhalb. Ich hoffe, dass bei einer Lösung auch an Leute wie mich gedacht wird, die wir dann erhöhte Ausgaben (20, 30, oder 40€ monatlich?) haben werden. Ich parke stets im Parkhaus, sehe dort allerdings „Dauerparker“ stehen – die aus meiner Sicht im Parkhaus nichts zu suchen haben.

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    1. Diese Dauerparker werden in aller Regel Altstadtbewohner sein. Also genau die Leute, die bisher mit ihren Steuergeldern den Unterhalt der Parkhäuser wesentlich mitfinanziert haben. Und auf genau diejenigen zeigen jetzt Sie, die Sie ihren Einkommenssteueranteil (und ggf. auch Grundsteuer) 15 km außerhalb entrichten, mit dem Finger und sprechen ihnen das Recht ab, in den von ihnen mitfinanzierten Parkhäusern zu stehen?
      Ich finde, nicht nur die Stadt sollte sich für regelmäßige Nutzer (seien es nun Anwohner oder täglich von auswärts einpendelnde) etwas einfallen lassen. Auch die Nutzer selber könnten bei dieser Gelegenheit mal ihr eigenes Verhalten hinterfragen drüber nachdenken, wie sie den Aufwand minimieren und sich so künftig Geld sparen können. Z.B durch die Gründung von Fahrgemeinschaften, Mitfahrzentralen oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (die ins Umland dringend ausgebaut werden müssten). Wird natürlich nicht für jeden eine realistische Option sein, aber doch für viele. Durch die gebührenfreien Parkhäuser war es nur bisher einfach zu bequem, um sich über etwas unbequemere Alternativen ernsthaft Gedanken zu machen.

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  4. Altstadtbewohnerin

    Parkgebühr schön und gut. Aber bitte auch an die Altstadtbewohner denken die aktuell keine Garage haben, weil gar nicht genügend vorhanden sind. Hier sollte eine wirklich vernünftige Regelung gefunden werden.

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    1. Die Parkgebühren sind seit langem überfällig. Zwei Parkhäuser ohne Parkgebühren aber die Grundsteuer mal wieder erhöhen. Da passt doch irgendwas nicht.
      Sie als Altstadtbewohnerin können sich ja dann ein Monats- bzw. Jahresticket für die Parkhäuser kaufen. Ein gratis überdachter Parkplatz ist halt kein Selbstverständnis.

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      1. Sicherlich sind Parkgebühren für öffentliche Parkhäuser zum Unterhalt sinnvoll und langfristig auch unumgänglich. Für Altstadbewohner die schon einmal einen Stellplatz für 12.782 Euro bei der Stadt abgelöst haben, dafür aber keine gesicherte Parkmöglichkeit erhalten haben sollte eine Monats- oder Jahresgebühr nicht mehr besonder hoch sein.

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    2. Das Ladensterben in Wasserburg ist doch schon im vollen Gange – ich verstehe nicht, dass die Stadt jetzt auch noch einen der letzten Standortvorteile einfach so aufgibt. Wo gibt es das schließlich sonst noch in Bayern? Kostenloses Parken. Ist doch super für die Stadt. Unerlaubte Dauerparker könnte man dagegen heute schon einfach mit einem Strafzettel zur Besinnung bringen.

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      1. Ich steh grad auf dem Schlauch. Parkgebühren pro Tag maximal ein bis zwei Euro? Dafür kann ich ja am Gries nicht mal zwei Stunden parken!?!

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  5. Ich kann die Diskussion um die Gebühren ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. In beiden Parkhäusern gibt es eine Kurzparkzone und eine Langparkzone. Dauerparker (d. h. solche, die länger als 24 h parken) könnten problemlos zur Kasse gebeten werden, indem man Strafzettel verteilt. Was aber offensichtlich nicht passiert und die notorischen Dauerparker natürlich auch wissen. Wäre es nicht erst mal sinnvoll, die geltenden Regelungen durchzusetzen, bevor man an neue Regelungen denkt? Ich bin übrigens Mieter einer Garage im Kellerberg und muss mich immer wieder wundern, dass rund ein Viertel der Mietstellplätze offensichtlich nicht genutzt (nicht vermietet?) sind. Ich kann mich erinnern, dass die Regelung der kostenlosen Stellplätze eingeführt wurde, um den Autoverkehr aus der Stadt rauszuhalten und Einkäufern eine attraktive Möglichkeit zum Parken zu bieten. Haben diese Ziele jetzt plötzlich keine Bedeutung mehr?

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    1. Die 24-Stunden-Regelung intensiv zu überwachen, würde bedeuten, dass die kommunale Verkehrsüberwachung eigentlich nur noch durch die Parkhäuser streift und in der Altstadt gar nicht mehr kontrolliert wird. Das würde keine 2 Wochen dauern, bis das jeder kapiert hat und in der Altstadt ginge es rund. Die Diskussion hier zeigt aber schon auch ganz deutlich, woran es krankt: grundsätzlich findet offensichtlich fast jeder die Parkhausgebühren nachvollziehbar, ist aber gleichzeitig der Meinung, dass speziell er/sie zu einer ganz besonderen Nutzergruppe gehört (sei es nun Kunde, Einpendler, Altstadtbewohner etc.), die aus irgendwelchen Gründen ge- oder gänzlich verschont bleiben sollte. Dabei stimmt, was oben „Ein Wasserburger“ schreibt: möglichst viele sollten mitzahlen, weil nur dann bei moderaten Tarifen auch wirklich nennenswert Geld zum Unterhalt der Parkhäuser reinkommt.

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    2. Da versucht man, aufgrund massiven Parkplatzmangels die Altstadt von Autos freizuhalten (leider nicht konsequent genug) und das ganze mit (nur) zwei Parkhäuser und kostenlosen Parken zu kompensieren, um dann, nach irgendeiner Schnapsidee, auf einmal Parkgebühren zu verlangen. Eigentlich paradox, oder?
      Parallel zu den Gebühren könnte man gleich die Ledererzeile 4-spurig ausbauen, damit der Verkehr trotz der 2.-Reihe- Parker einigermaßen fließen kann und natürlich das Brucktor entsprechend verbreitern (Ironie aus..)

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  6. Also die Altstadt wird bei zusätzlichen Parkgebühren zunehmend unattraktiver. Dauerparker kann man ziemlich gut mit Altstadtbewohner ohne Parkplatz vor der Türe gleichsetzen. Und genau die werden hier dann denn schwarzen Peter ziehen.
    Das wird sicherlich die Anwohner wieder mehr in die Stadt ziehen und die Parkflächen im Graubereich (Bauhof, Burg, Realschule,..) stärker belasten.

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  7. Bernhard Michelsen

    Warum nicht etwas kreativer?! Viel wichtiger und dringender als die Parkhausgebühren scheint mir eine Straßenbenutzungsgebühr für die Altstadt. Wer meint hineinfahren zu müssen, soll seine 1 bis 2 Euro bezahlen, dann relativieren sich auch die Parkgebühren für die Parkhäuser, und das zunehmende Verkehrschaos am Brucktor mitsamt der deutlich riechbaren Luftverschmutzung in der Altstadt ließe sich so vielleicht in den Griff bekommen.

    Verkehrsmäßig ist die Realisierung dieser Gebühr gar nicht mal so schwer: eine Schranke an der Kreuzung oberhalb der Serpentinen (Burgau) und eine an der Sparkassenkreuzung (dort wo jetzt der Zebrastreifen an der roten Brücke ist). Der Einfachheit halber erfolgt die Zahlung ausschließlich bargeldlos, wie an italienischen Mautstellen, über Karte (ec, visa, usw), selbstverständlich ohne Eingabe der Geheimzahl.
    Der Rückstau ist sicher nicht größer als bisher am Brucktor, das dadurch entlastet wird.

    Für die Parkhäuser wäre dann denkbar, dass z.B. die ersten 2 bis 3 Stunden kostenlos sind. Dann müssten die Geschäfte und Cafes nicht um die Kundschaft bangen. Wer länger parkt, muss dann eben bezahlen (vielleicht 50 cent/Stunde), bevor die Schranke wieder aufgeht.

    Für Berufstätige innerhalb der Altstadt könnte man ja entsprechende 20-er, 50-er oder 100-er Karten zu Sonderkonditionen verkaufen. Ähnliches gilt für Parkhäuser.

    Unbegrenzte Dauerkarten sollten nur an Rettungsdienste und Polizei ausgegeben werden, um Missbrauch vorzubeugen.

    Wenn schon ein Gesamtkonzept, dann bitte gleich so!

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  8. Ich finde es prima, dass hier oben in der Diskussion alle Argumente in Erinnerung gerufen werden, warum die Parkhäuser damals kostenfrei eingeführt wurden, während dies im Stadtrat offensichtlich in Vergessenheit zu geraten droht:
    1. Die Altstadt, in der der vorhandene Parkraum bei weitem nicht für den Bedarf ausreicht, sollte für Arbeitnehmer (und damit auch für deren Arbeitgeber) und Einwohner attraktiv gehalten werden, indem ihnen kostenlose Parkplätze ganz in der Nähe bereitgestellt werden.
    2. Gleiches galt für Kunden aus dem Umland und Besucher. Deren Parksuchverkehr sollte zusätzlich aus der Altstadt gehalten werden, indem dort – im Gegensatz zu den Parkhäusern in fußläufiger Entfernung – fürs Parken Geld verlangt wurde.

    Es ist illusorisch, hier auf ÖPNV und ähnliches zu verweisen. Das wird in einem ländlich strukturierten Raum, wie es das Wasserburger Umland ist, aus dem die Kunden und viele Arbeitnehmer kommen, bestimmt noch viele Jahre leider nicht funktionieren und damit der Autoverkehr für Wasserburg weiterhin lebenswichtig sein.

    Wenn man jetzt von den Parkhausbenutzern Geld verlangt, verprellt man genau die Leute, die man unbedingt in der Stadt haben will: Arbeitnehmer, Bewohner, Kunden. Dann darf man sich über Geschäftesterben u.ä. nicht mehr wundern.

    Es ist einfach, gemäß dem Verursacherprinzip Geld von den Benutzern zu fordern, aber das könnte zur Milchmädchenrechnung werden. Die Stadt muss sich überlegen, ob es ihr ihre Attraktivität und Zukunftsfähigkeit nicht wert ist, hier den Geldbeutel (bzw. Stadtsäckel) offen zu halten.

    (Und bevor mir irgendjemand Lobbydenken oder Eigennutz vorwirft: Ich bin überzeugter Bahn- und Busfahrer und wohne nicht in der Altstadt.)

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    1. Ich verstehe nicht warum immer nur von der Altstadt geredet wird, wie zugeparkt Stadt nahe Strassen(z.B.Steinmühlweg) , von in der Altstadt Arbeiteten sind intressiert irgednwie keinen! Verkehrsplannung nur für die Altstadt?! tolles Konzept.
      Durch die Parkgebühren werden Anwohner außerhalb der Altstadt bestimmte Strassen nur noch zu Fuß begehen können, da so zugeparkt! Barrierefreiheit reicht ja auch in der Altstadt außerhalb könen älterte oder Behinderte ja auch zu Hause bleiben weil Gehsteige, wo vorhanden zugeparkt sind, wem Intresierts?
      Keinen!!!ZUMINDEST in der STADTVERWALTUNG oder POLIZEI.
      Restfahrbahnbreite für Rettungswege, wie gesetzlich vorgeschriebn ? Warum ? nicht bei uns in Wasserburg … Oh sorry außerhalb der Altstadt

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  9. Xylometazolinhydrochlorid

    Ich halte es für mehr als überfällig, Gebühren in den Parkhäusern zu erheben. Allerdings finde ich es mindestens genau so überfällig die Parkplatzgröße an aktuelle Gegebenheiten anzupassen! Ich halte es für eine Zumutung, dass man sich als Mutter mit Kind ( im Maxicosi ) regelmäßig die Gräten verbiegen muss um den lieben Nachwuchs aus dem Auto zu bergen. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, mein Kind über die Beifahrerseite aus dem Auto zu bekommen, den entweder da steht dicht daneben das nächste Auto oder man hat es geschafft den Maxicosi auszubauen, steht dann aber hinter der Säule an der ein vorbeikommen unmöglich ist. Trotz stinknormalen Mittelklasse-Wagen! Und die tollen Frauenparkplätze sind gelinde gesagt vollkommen für’n A****! Da parkt jeder nur keine Frauen. Der Sinn erschließt sich mir keines Wegs, bis auf die Nähe zum Ausgang, sind diese Flächen genau so sinnbefreit weil eng bemessen als alle anderen auch. Es ist natürlich völlig abwegig, dass man mit Kind in genau dem Parkhaus parken will, in dem sich ein Kinderarzt befindet. Gerne würde ich für meinen Parkplatz bezahlen, nicht jedoch wenn ich jedesmal Gefahr laufe mir einen Bruch zu heben bei dem Versuch mein Kind aus dem Auto zu bringen ohne ihm dabei den Schädel einzuschlagen. ( und: JA, ich bin angep**** deshalb ! )

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    1. Na dann haben sie aber noch in München oder Rosenheim geparkt. Und was die Maße der „Frauenparkplätze“ betrifft, so greifen sie doch bitte zum Maßband und messen nach. Ich hatte nie Probleme, das Kind mit Tragschale aus dem Auto zu bugsieren. Es hat auch alle Transporte ohne Schäden überstanden und ich finde ihre Darstellung dann doch ein bisschen theatralisch. Vielleicht liegts ja an der Technik. Und im übrigen, gibt es in dem Parkhaus auch einen Aufzug, so dass man in den oberen Etagen genügend Parklpätze finden kann, wo man bequem ein- und ausladen kann. Anstatt dessen, dass man dankbar dafür ist, dass wir hier in Wasserburg jahrelang den Luxus hatten, zwei kostenlose Parkhäuser haben zu dürfen, wird hier auch schon wieder rumgemeckert. Ich finde das überhaupt nicht fair. Und was die Parkgebühren betrifft, so darf man hier auch niciht meckern. Bitte immer über den Tellerrrand hinausschauen und vergleichen.

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  10. Meine Anwort auf das Nachdenken unseres Bürgermeisters und der Stadträte= hättet ihr Sozis die letzten Jahre richtig gewirtschaftet und das Geld nicht sinnlos verbraten, bräuchte man keine Parkgebühren in den Parkhäusern!!!!
    Aber das ist so bei unserem Bürgermeister und Stadtrat…wenn man halt keine Ahnung von irgend was hat….holen wir uns das Geld halt von unseren Gästen und Bürgern…..aber dieser Bürgermeister und Stadtrad wurde demokratisch gewählt, wie übrigens Donald Trump auch!!!!
    Was kommt als nächstes? Eine Mauer nach Eiselfing? Die müssen diesen Bau aber selbst bezahlen!!!! Weil wir können und werden nie richtig wirtschaften!!!!
    Mir wird hier Angst welche Leute an der Macht sind!!!! Auf der Welt, Ländern und Städten 🙁

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    1. Wo wurde denn Geld sinnlos verbraten? Sind denn gebührenfreie Parkhäuser nicht der Inbegriff des sinnlosen Geldverbratens? Insofern muss man ja den Vorwurf machen, warum denn die Parkhäuser nicht von Beginn an gebührenpflichtig waren – so wie das überall sonst auch das normalste der Welt ist. Man hätte Millionen für Wichtigeres übrig gehabt und kein Mensch hätte sich aufgeregt.
      Ich weiß echt nicht, woher so viele Menschen den Anspruch nehmen es hätte ihnen gefälligst ein gebührenfreier Stellplatz rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen und die Allgemeinheit hätte dafür aufzukommen.
      Nebenbei bemerkt sind nur 8 von 25 Mitgliedern des Stadtrates (7 StadträtInnen + 1 Bürgermeister) Sozis.

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  11. @bernhard michelsen
    Eine straßennutzungsgebühr für die altstadt? Nicht dein ernst oder? Das ist ja die blödste idee von allen hier! Warum nicht gleich so das eine woche nur ungerade zahlen fahren dürfen und die andere gerade! Oder familien dürfen nur noch 1 auto haben! Und aller umwelt zuliebe(worauf i selber sehr achte) aber die vorschläge werden immer schlimmer…

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    1. Bernhard Michelsen

      „Das ist ja die blödste idee von allen hier! …“
      Naja, wenn man geistig irgendwo im Mittelalter hängengeblieben ist, dann wird einem jeder Fortschritt blöd vorkommen.

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      1. @Bernhard Michelsen:
        Raubrittertum und Zölle an jedem Stadttor gab es im Mittelalter. Dort sind scheinbar Sie selbst geistig hängen geblieben, nicht der Fan!

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        1. Prinzipiell bin ich auch gegen neue Gebühren, egal ob sie als Maut, Zoll oder Rundfunkbeitrag getarnt sind. Ich entsinne mich allerdings der Diskussion um den Autobahnzoll: viele Diskutanten im Web (und auch Lesebriefschreiber in den Zeitungen) waren vehement dafür.
          In dieser Legislaturperiode scheiterte Dobrindt und die CSU mit der Maut. Aber vom Tisch ist sie noch nicht. Sind die alle im Mittelalter hängen geblieben oder gar blöd?

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        2. Bernhard Michelsen

          Die Entlastung des Verkehrs und die Verbesserung der miserablen Luftqualität haben nicht das Geringste mit Raubrittertum zu tun. Wer in Wasserburg wohnt oder morgens, mittags und abends den Stau 100-200m rund ums Brucktor erlebt, weiß, das hier etwas getan werden muss.
          Wenn sich nun aus der berechtigten Parkhausgebühr begründete Befürchtungen ergeben, dass dann der Altstadtverkehr noch weiter zunimmt, wäre es ausgesprochen dumm, dies zu ignorieren.
          Ein stinkendes, luftverschmutztes Wasserburg ist auf Dauer unattraktiver, sowohl für Bewohner als auch Besucher, als ein leicht realisierbares sauberes, autoärmeres Wasserburg. Warum sollen gehfaule Besucher nicht auch mal motiviert werden, etwas für ihre Gesundheit zu tun? Think positiv! Und wem die Umwelt egal ist, der soll doch ruhig weiterhin seinen Egoismus ausleben, aber nur, wenn er dabei wenigstens finanziell dazu beiträgt, dass die Stadt sich z.B. weiterhin den günstigen Stadtbus leisten kann. Eigentlich kein Grund, sich zu echauffieren, oder?

          Dass man dabei die Bedürfnisse von Anwohnern, Berufstätigen in der Altstadt und von Behindertern berücksichtigen sollte, versteht sich von selbst. Eine angemessene Straßenbenutzungsgebühr ist hierfür ein hervorragendes, flexibles Regulierungsinstrument. Oder hat jemand einen anderen Lösungsansatz?

          In Bologna, Rom und Mailand ist die Innenstadtmaut längst erfolgreich eingeführt, auch in diversen skandinavischen und britischen Städten. In München und Wien dagegen streitet man sich schon seit Jahren erfolglos.

          Bemerkenswert, dass hier lt. der Bewertung über 80% gegen eine Innenstadtmaut sind. Zwei davon haben ein bisschen substanzlos und anonym herumgepöbelt (Forum eben), aber was mich wirklich interessiert: Gibt es unter den Gegnern denn auch welche, die sachliche, belastbare Argumente vortragen können? Vielleicht sogar von echten Wasserburgern? Würde mich sehr freuen über interesante Beiträge.

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  12. Glücklich sind die, deren einziges Problem Parkgebühren sind

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